FPV-Brillen im Duell

DJI Goggles 3 oder Goggles N3?

Micro-OLED mit 100 Hz gegen LCD mit 60 Hz und größerem Sichtfeld: 342 € Unterschied. Für Brillenträger entscheidet die eigene Sehstärke.

Goggles 3

Die Bildqualität

Goggles 3

4,3 / 5

Zwei Micro-OLED-Displays mit 100 Hz, 24 ms Latenz und eingebautem Dioptrienausgleich.

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Goggles N3

Der Einstieg

Goggles N3

4,2 / 5

245,99 €

Ein durchgehender LCD-Bildschirm mit 54° Sichtfeld für 248,95 €, die eigene Brille passt darunter.

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Kurz gesagt

Die Goggles 3 gewinnt fünf von acht Runden und liefert das deutlich bessere Bild: Micro-OLED statt LCD, 100 statt 60 Hz, 24 statt 31 ms Latenz. Die Goggles N3 kostet 248,95 € gegenüber 590,52 € und hat mit 54° das größere Sichtfeld. Wer eine Sehstärke außerhalb von -6 bis +2 Dioptrien hat, kommt an der N3 kaum vorbei, weil nur unter sie die eigene Brille passt.

Vergleich der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am · Grundlage sind die Datenblätter beider Hersteller, die Ausstattung und der Preis

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Der Punktestand

Jedes Kriterium schlägt zur Seite des Gewinners aus. Die Länge des Balkens zeigt, wie deutlich der Vorsprung ausfällt.

Goggles 3 5
2 Goggles N3

Goggles 3 gewinnt 5 von 8 Runden, 1 endet unentschieden.

Die Stufen knapp, klar und deutlich sind eine redaktionelle Einordnung der Datenblatt-Werte, keine Messung.

Die Runden im Einzelnen

Runde 1

Displaytechnik

Goggles 3 zwei Micro-OLED, je 0,49 Zoll
Goggles N3 ein durchgehender LCD

Die Goggles 3 arbeitet mit zwei getrennten Micro-OLED-Displays von je 0,49 Zoll, jedes mit 1920 × 1080 Pixeln. Die Goggles N3 nutzt einen durchgehenden LCD-Bildschirm mit derselben Gesamtauflösung. Der technische Unterschied betrifft die Art, wie Schwarz entsteht: Ein OLED-Bildpunkt leuchtet einfach nicht, ein LCD blockiert das Licht einer Hintergrundbeleuchtung, die immer durchscheint. Beim FPV-Flug schlägt das direkt durch, weil viele Motive im Kontrast liegen: Waldschatten gegen hellen Himmel, Tunnel, Dämmerung. Auf einem LCD werden dunkle Bildpartien grau und Details darin unsichtbar.

Punkt für Goggles 3: OLED schaltet einzelne Bildpunkte ab und erreicht damit ein Schwarz, das ein LCD nicht darstellt.

Runde 2

Bildfrequenz

Goggles 3 bis 100 Hz
Goggles N3 bis 60 Hz

Die Goggles 3 stellt bis zu 100 Bilder pro Sekunde dar, die Goggles N3 bis zu 60. Für ruhige Kameraflüge genügen 60 Hz. Beim Racing und in schnellen Kurven entscheidet die Bildfrequenz darüber, wie weit sich die Drohne zwischen zwei Bildern bewegt hat. Bei 20 m/s Fluggeschwindigkeit sind das rund 20 cm bei 100 Hz und rund 33 cm bei 60 Hz. Wer eng zwischen Hindernissen fliegt, sieht die Lücke später. Zu beachten ist dabei, dass die Drohne die hohe Bildrate liefern muss: 1080p mit 100 fps beherrschen die aktuellen DJI-FPV-Modelle, ältere Kombinationen bleiben bei 60.

Punkt für Goggles 3: Bei 100 Hz erscheint alle 10 ms ein neues Bild, bei 60 Hz alle 17.

Runde 3

Latenz

Goggles 3 24 ms mit Avata 2
Goggles N3 31 ms mit Avata 2

Mit der DJI Avata 2 bei 1080p und 100 fps nennt DJI 24 ms für die Goggles 3 und durchschnittlich 31 ms für die N3. Beide Werte sind niedrig genug, dass die Steuerung unmittelbar wirkt; als kritische Schwelle gelten im FPV-Bereich rund 50 ms. Deutlicher wird der Abstand mit langsameren Drohnen: Mit der DJI Neo bei 1080p und 60 fps liegt die N3 bei durchschnittlich 58 ms, die Goggles 3 kommt bei 1080p/60 auf 40 ms. In dieser Kombination ist der Unterschied im Flug spürbar.

Punkt für Goggles 3: Sieben Millisekunden Unterschied, beide Werte liegen im unmittelbar wirkenden Bereich.

Runde 4

Sichtfeld

Goggles 3 44° je Display
Goggles N3 54°

DJI gibt für die Goggles 3 ein Sichtfeld von 44° je Display an, für die Goggles N3 54°. Ein größeres Sichtfeld füllt mehr vom natürlichen Blickfeld und verstärkt damit den Eindruck, selbst zu fliegen, statt auf einen Bildschirm zu schauen. Die Kehrseite gehört zur Wahrheit: Dieselbe Pixelzahl auf einer größeren Fläche bedeutet eine geringere Pixeldichte, das Bild wirkt weniger fein. Beide Brillen lösen mit 1920 × 1080 Pixeln auf. Wer Immersion sucht, gewinnt mit der N3, wer Detailschärfe sucht, mit der Goggles 3.

Punkt für Goggles N3: Zehn Grad mehr Blickwinkel, was das Bild weniger wie ein Fenster wirken lässt.

Runde 5

Sehstärke und Anpassung

Goggles 3 Dioptrien -6 bis +2, Pupillenabstand einstellbar
Goggles N3 eigene Brille passt darunter

Die Goggles 3 hat einen eingebauten Dioptrienausgleich von -6,0 bis +2,0 und einen einstellbaren Pupillenabstand von 56 bis 72 mm. Wer in diesen Bereich fällt, fliegt ohne Sehhilfe und mit optimal ausgerichteten Displays. Die Goggles N3 bietet keine Dioptrieneinstellung, ihr Gehäuse ist dafür so geschnitten, dass die eigene Brille darunter Platz findet. Wer stärker kurzsichtig ist als -6, eine Hornhautverkrümmung hat oder Gleitsichtgläser trägt, findet nur bei der N3 eine Lösung. Mehr dazu steht im Ratgeber zu [FPV-Brillen für Brillenträger](/ratgeber/fpv-brille-brillentraeger/).

Gleichstand: Zwei verschiedene Lösungen für dasselbe Problem, und welche passt, hängt an Deinen Augen.

Runde 6

Gewicht

Goggles 3 470 g mit Akku
Goggles N3 536 g mit Akku und Kopfband

Die Goggles 3 wiegt rund 470 g inklusive Akku, die Goggles N3 kommt auf 536 g mit Akku und Kopfband, ohne beides auf 349 g. Auf dem Papier sind 66 g wenig, am Kopf wirken sie über eine ganze Flugsession. Dazu kommt die Baugröße: Mit gefalteten Antennen misst die Goggles 3 170 × 109 × 112 mm, die N3 193 × 163 × 103 mm. Im Rucksack braucht die N3 spürbar mehr Platz. Wie die Gewichte verteilt sind, weist DJI nicht aus, und genau das entscheidet beim Tragekomfort mit.

Punkt für Goggles 3: 66 g Unterschied, die nach einer Stunde am Kopf zählen.

Runde 7

Akkulaufzeit

Goggles 3 ca. 3 h, 3.000 mAh
Goggles N3 2,7 h, 2.450 mAh

3.000 mAh und rund 3 Stunden bei der Goggles 3, 2.450 mAh und 2,7 Stunden bei der N3. Beide Werte liegen deutlich über dem, was Drohnenakkus hergeben: Selbst mit sechs Akkus einer Avata 2 kommst Du kaum auf zwei Stunden reine Flugzeit. Der Unterschied wird erst dann relevant, wenn die Brille zwischen den Flügen eingeschaltet bleibt, etwa zum Sichten von Aufnahmen. Die N3 nimmt dafür microSD-Karten bis 512 GB auf.

Punkt für Goggles 3: Beide decken einen Flugtag ab, die Goggles 3 mit etwas mehr Reserve.

Runde 8

Preis

Goggles 3 590,52 €
Goggles N3 248,95 €

248,95 € gegen 590,52 €. In Prozent ist die Goggles 3 rund 137 Prozent teurer, in absoluten Zahlen liegen 342 € dazwischen, also der Preis einer kompletten Einsteigerdrohne. Der Vergleich lohnt deshalb nicht nur zwischen den Brillen, sondern gegen das Gesamtbudget: Wer 600 € für FPV zur Verfügung hat, kauft entweder eine Goggles 3 allein oder eine N3 plus Drohne plus Bewegungssteuerung. Für den Einstieg ist das die entscheidende Rechnung.

Punkt für Goggles N3: 342 € Unterschied, die Goggles 3 kostet mehr als das Doppelte.

Datenblatt-Duell

Alle Werte laut Herstellerangaben. Der jeweils vorteilhaftere Wert ist markiert; wo es keine Rangfolge gibt (Maße, Klassen, Anschlüsse), bleiben beide neutral.

Display und Optik

Merkmal Goggles 3 Goggles N3
Displaytyp zwei Micro-OLED, je 0,49 Zoll (der vorteilhaftere Wert) ein durchgehender LCD
Auflösung 1920 × 1080 je Display 1920 × 1080
Bildfrequenz bis 100 Hz (der vorteilhaftere Wert) bis 60 Hz
Sichtfeld 44° je Display 54° (der vorteilhaftere Wert)
Pupillenabstand 56 bis 72 mm einstellbar (der vorteilhaftere Wert) keine Einstellung erforderlich
Dioptrienausgleich -6,0 bis +2,0 nicht vorhanden, eigene Brille passt darunter

Übertragung

Merkmal Goggles 3 Goggles N3
Übertragungssystem DJI O4 DJI O4
Latenz mit DJI Avata 2 24 ms (1080p/100), 40 ms (1080p/60) (der vorteilhaftere Wert) 31 ms (1080p/100)
Latenz mit DJI Neo weist DJI nicht separat aus 58 ms (1080p/60)
Max. Bandbreite 60 Mbit/s weist DJI nicht aus
Reichweite mit Avata 2 10 km (CE), 13 km (FCC) 10 km (CE), 13 km (FCC)
Reichweite mit DJI Neo weist DJI nicht separat aus 6 km (CE), 10 km (FCC)

Gehäuse und Akku

Merkmal Goggles 3 Goggles N3
Gewicht ca. 470 g inklusive Akku (der vorteilhaftere Wert) 536 g mit Akku und Kopfband, 349 g ohne
Maße (Antennen gefaltet) 170 × 109 × 112 mm (der vorteilhaftere Wert) 193 × 163 × 103 mm
Akkukapazität 3.000 mAh (der vorteilhaftere Wert) 2.450 mAh, 17,64 Wh
Laufzeit ca. 3 Stunden (der vorteilhaftere Wert) 2,7 Stunden
Betriebstemperatur weist DJI nicht aus -10 bis 40 °C
Speicherkarte Videoaufnahme im MOV-Format microSD bis 512 GB

Kompatibilität und Preis

Merkmal Goggles 3 Goggles N3
Unterstützte Drohnen aktuelle DJI-FPV-Modelle über O4 Avata 360, Avata 2, Neo 2, Neo, O4 Air Unit und Air Unit Pro
Nicht kompatibel weist DJI nicht als Liste aus RC Motion 2, FPV Fernsteuerung 2, RC-N3, RC 2
Empfohlene Steuerung DJI RC Motion 3 oder FPV-Fernsteuerung DJI RC Motion 3 (dient zugleich als AR-Cursor)
Preis 590,52 € 248,95 € (der vorteilhaftere Wert)

Was beide Brillen gemeinsam haben

Bevor es an die Unterschiede geht, der gemeinsame Nenner. Beide Brillen:

Der letzte Punkt gehört ausdrücklich dazu, weil er oft übersehen wird. Beim Flug mit Videobrille verlierst Du die direkte Sicht auf die Drohne. Die deutsche Regelung verlangt deshalb eine zweite Person, die durchgehend Sichtkontakt hält und Dich warnen kann. Wie das im Detail aussieht, steht im Ratgeber zum FPV-Fliegen.

Die Regeln für den Flug selbst richten sich nach der Drohne, nicht nach der Brille. Eine Neo bleibt mit Brille eine C0-Drohne, eine Avata 2 bleibt, was sie ist.

OLED gegen LCD: was das im Flug bedeutet

Der technisch wichtigste Unterschied liegt in der Art, wie das Bild entsteht.

Ein OLED-Bildpunkt leuchtet selbst. Soll er schwarz sein, schaltet er ab. Ein LCD-Bildpunkt blockiert das Licht einer Hintergrundbeleuchtung, die dauerhaft leuchtet, und ein Teil davon kommt immer durch.

Beim FPV-Flug schlägt das an genau den Stellen durch, an denen es zählt:

Für offene Landschaftsflüge bei Tageslicht ist der Unterschied deutlich kleiner. Dort steht der Kontrastumfang der Szene ohnehin im mittleren Bereich.

Die Sichtfeld-Frage

Bei einem Punkt gewinnt die günstigere Brille, und der Grund ist bauartbedingt: 54° gegen 44° je Display.

Ein größeres Sichtfeld füllt mehr vom natürlichen Blickfeld. Der Eindruck, selbst zu fliegen statt auf einen Bildschirm zu schauen, wächst damit.

Die Kehrseite steht in derselben Zeile: Beide Brillen lösen mit 1920 × 1080 Pixeln auf. Verteilt man dieselbe Pixelzahl auf eine größere Fläche, sinkt die Pixeldichte, und das Bild wirkt weniger fein. Wer auf Details achtet, etwa auf dünne Äste im Anflug, bevorzugt die höhere Dichte der Goggles 3.

Es gibt also keine bessere Wahl, es gibt eine Präferenz: Immersion oder Schärfe.

Die Budgetrechnung für den Einstieg

Der Preisunterschied wirkt anders, wenn man ihn gegen das Gesamtbudget rechnet statt gegen die andere Brille.

Budget 600 €Variante AVariante B
BrilleGoggles 3 (590,52 €)Goggles N3 (248,95 €)
Drohnefehltz. B. DJI Neo 2 (208,95 €)
SteuerungfehltRest für RC Motion 3

Wer neu in FPV einsteigt, kauft mit der Goggles 3* allein eine Brille und hat nichts zum Fliegen. Mit der Goggles N3 für 248,95 €* bleibt im selben Budget Platz für eine Drohne und eine Bewegungssteuerung.

Ein Hinweis zum Zusammenspiel: Die DJI Neo 2 und die erste Neo liefern ihr Livebild mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Der 100-Hz-Vorteil der Goggles 3 läuft in dieser Kombination ins Leere, weil die Drohne die Bilder gar nicht liefert. Erst mit der Avata 2 und 1080p bei 100 fps spielt die teure Brille ihre Stärke aus.

Der Punkt, der alles andere überstimmen kann

Für Brillenträger entscheidet ein einziger Wert: -6 bis +2 Dioptrien.

Innerhalb dieses Bereichs ist die Goggles 3 komfortabler. Der eingebaute Ausgleich ersetzt die Sehhilfe, und der einstellbare Pupillenabstand von 56 bis 72 mm richtet die Displays auf Deine Augen aus.

Außerhalb dieses Bereichs bleibt nur die N3. Das betrifft:

Ihr Gehäuse ist so geschnitten, dass die eigene Brille darunter Platz findet. Das ist unbequemer als eine Brille ohne Sehhilfe, funktioniert aber unabhängig von den Werten. Mehr dazu steht im Ratgeber zu FPV-Brillen für Brillenträger.

Fazit

Nach Punkten steht es 5:2 bei einem Unentschieden für die Goggles 3*. Ihr Bild ist in jeder Disziplin besser: OLED statt LCD, 100 statt 60 Hz, 24 statt 31 ms Latenz, dazu geringeres Gewicht und mehr Akkulaufzeit.

Wer Racing fliegt, in kontrastreichen Situationen unterwegs ist und eine Drohne besitzt, die 1080p mit 100 fps liefert, bekommt für 590,52 € genau die Brille, die zu diesem Anspruch passt.

Für alle anderen ist die Goggles N3 für 248,95 €* die vernünftigere Wahl. Sie liefert dieselbe Auflösung, dasselbe Funksystem, dieselbe Reichweite und das größere Sichtfeld. Ihre Schwächen bei Kontrast und Bildfrequenz treffen vor allem Situationen, in denen Einsteiger ohnehin selten fliegen.

Und für Brillenträger mit Werten außerhalb von -6 bis +2 Dioptrien ist die Entscheidung ohnehin gefallen, weil nur unter die N3 die eigene Brille passt.

Ausführlich stehen beide Modelle in unseren Rezensionen: DJI Goggles 3 und DJI Goggles N3.

Welche der beiden passt zu dir?

Die Rundenbilanz sagt, welches Gerät technisch vorn liegt. Ob es auch das richtige für dich ist, entscheiden diese Bedingungen.

Nimm die Goggles 3 wenn …

  • Du fliegst Racing oder eng zwischen Hindernissen und brauchst 100 Hz
  • Du fliegst häufig in kontrastreichen Situationen wie Wald, Tunnel oder Dämmerung
  • Deine Sehstärke liegt zwischen -6 und +2 Dioptrien und Du willst ohne Brille fliegen
  • Du trägst die Brille lange am Stück und achtest auf jedes Gramm
  • Bildqualität steht bei Dir über dem Preis
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Nimm die Goggles N3 wenn …

  • Du steigst in FPV ein und willst Brille, Drohne und Steuerung im selben Budget
  • Du trägst eine Brille mit Werten außerhalb von -6 bis +2 oder mit Hornhautverkrümmung
  • Du fliegst ruhige Kameraflüge statt Racing, wo 60 Hz genügen
  • Dir ist ein großes Sichtfeld wichtiger als maximale Pixeldichte
  • Du nutzt sie mit einer DJI Neo oder Neo 2, wo ohnehin 60 fps das Maximum sind
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Preise und Varianten

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DJI Goggles 3 und Goggles N3?

Die Goggles 3 hat zwei Micro-OLED-Displays mit bis zu 100 Hz und einem Dioptrienausgleich von -6 bis +2. Die Goggles N3 nutzt einen durchgehenden LCD-Bildschirm mit bis zu 60 Hz, hat mit 54° das größere Sichtfeld und lässt die eigene Brille darunter Platz. Beide lösen mit 1920 × 1080 Pixeln auf und nutzen das Übertragungssystem DJI O4. Preislich liegen 342 € dazwischen.

Lohnt sich die teurere DJI Goggles 3?

Für Racing und Flüge in kontrastreichen Situationen ja. 100 statt 60 Hz und OLED statt LCD sind dort deutlich spürbar, weil dunkle Bildpartien auf einem LCD grau werden und Details verschwinden. Für ruhige Kameraflüge mit einer DJI Neo, die ohnehin nur 60 fps liefert, ist der Aufpreis von 342 € schwer zu begründen.

Kann ich mit Brille eine DJI Goggles 3 nutzen?

Nur eingeschränkt. Die Goggles 3 hat einen eingebauten Dioptrienausgleich von -6,0 bis +2,0, der eine Sehhilfe in diesem Bereich ersetzt. Eine eigene Brille passt darunter nicht komfortabel. Wer stärkere Werte, eine Hornhautverkrümmung oder Gleitsichtgläser hat, fährt mit der Goggles N3 besser, deren Gehäuse für die eigene Brille ausgelegt ist.

Welche Brille hat das größere Sichtfeld?

Die Goggles N3 mit 54° gegenüber 44° je Display bei der Goggles 3. Ein größeres Sichtfeld verstärkt den Eindruck, selbst zu fliegen. Der Preis dafür ist eine geringere Pixeldichte, weil beide mit 1920 × 1080 Pixeln auflösen und die N3 diese Pixel auf eine größere Fläche verteilt.

Wie hoch ist die Latenz der beiden Brillen?

Mit der DJI Avata 2 bei 1080p und 100 fps nennt DJI 24 ms für die Goggles 3 und durchschnittlich 31 ms für die N3. Mit der DJI Neo bei 1080p und 60 fps liegt die N3 bei 58 ms, die Goggles 3 erreicht bei 1080p/60 rund 40 ms. Als kritische Schwelle gelten im FPV-Bereich etwa 50 ms.

Welche Drohnen sind mit der Goggles N3 kompatibel?

Laut DJI die Avata 360, die Avata 2, die Neo 2, die Neo sowie die O4 Air Unit und die O4 Air Unit Pro. Ausdrücklich nicht kompatibel sind DJI RC Motion 2, DJI FPV Fernsteuerung 2, DJI RC-N3 und DJI RC 2. Als Steuerung empfiehlt DJI die RC Motion 3, die zugleich als Cursor im Menü der Brille dient.

Brauche ich zum Fliegen mit einer FPV-Brille einen Beobachter?

Ja. In Deutschland ist beim Flug mit Videobrille ein Beobachter zwingend, der durchgehend direkten Sichtkontakt zur Drohne hält und den Piloten warnen kann. Das gilt für beide Brillen gleichermaßen und unabhängig davon, welche Drohne Du fliegst. Die Details stehen im Ratgeber zum FPV-Flug.

Welche Brille ist bequemer?

Nach den Datenblattwerten die Goggles 3: 470 g gegenüber 536 g und ein deutlich kompakteres Gehäuse mit 170 × 109 × 112 mm statt 193 × 163 × 103 mm. Wie die Gewichte am Kopf verteilt sind, weist DJI allerdings nicht aus, und genau das entscheidet beim Tragekomfort über lange Sessions mit.

Reicht die Akkulaufzeit für einen Flugtag?

Bei beiden. Die Goggles 3 kommt mit 3.000 mAh auf rund 3 Stunden, die N3 mit 2.450 mAh auf 2,7 Stunden. Zum Vergleich: Selbst sechs Akkus einer DJI Avata 2 ergeben kaum zwei Stunden reine Flugzeit. Relevanter wird der Unterschied, wenn die Brille zwischen den Flügen zum Sichten der Aufnahmen eingeschaltet bleibt.

Welche Brille passt besser zur DJI Neo oder Neo 2?

Die Goggles N3. Diese Drohnen liefern das Livebild mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, womit der 100-Hz-Vorteil der Goggles 3 ins Leere läuft. Dazu kommt die Preisrelation: Eine Neo 2 kostet 208,95 €, eine Goggles 3 für 590,52 € wäre fast das Dreifache der Drohne. Die Motion Fly More Combo der Neo 2 enthält die N3 bereits.

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