Technische Daten
Elektrische Daten
| Kapazität | 3.110 mAh |
|---|---|
| Energiegehalt | 22,3 Wh |
| Nennspannung | 7,16 V |
| Max. Ladespannung | 8,6 V |
| Akkutyp | Lithium-Ionen |
| Modellbezeichnung | BWX141-3110-7.16 |
| Energiedichte | rund 267 Wh je Kilogramm |
Maße und Gewicht
| Gewicht | ca. 83,5 g |
|---|---|
| Abmessungen | ca. 80 × 58 × 27 mm |
| Anteil am Startgewicht der Flip | rund 34 % von 249 g |
Laden
| In der Drohne, 30-W-Netzteil | 70 Minuten |
|---|---|
| In der Parallel-Ladestation, 65 W, ein Akku | 45 Minuten |
| In der Parallel-Ladestation, 65 W, zwei Akkus | 70 Minuten |
| Ladetemperatur | 5 bis 40 °C |
| Empfohlenes Netzteil | DJI 65W USB-C oder anderes Netzteil mit USB Power Delivery |
Kompatibilität und Leistung
| Passendes Modell | ausschließlich DJI Flip |
|---|---|
| Max. Flugzeit | 31 Minuten |
| Max. Schwebezeit | 28 Minuten |
| Lieferumfang | ein Akku, ohne Ladegerät und ohne Kabel |
Die DJI Flip Intelligent Flight Battery ist der Originalakku der DJI Flip. Mit 3.110 mAh bei 7,16 V speichert sie 22,3 Wh und trägt damit die 31 Minuten Flugzeit, die DJI für die Drohne angibt. Bemerkenswert ist das Verhältnis von Energie zu Gewicht: 22,3 Wh bei 83,5 g ergeben rund 267 Wh je Kilogramm und liegen damit deutlich über den Akkus der Neo- und Mini-4K-Klasse. Grundlage dieser Einordnung sind die Datenblattangaben von DJI, die Amazon-Listung und die Rechnung gegen die Combo-Pakete der Drohne.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- 22,3 Wh bei 83,5 g ergeben rund 267 Wh je Kilogramm und damit die höchste Energiedichte unter den kleinen DJI-Akkus
- 31 Minuten Flugzeit sind für eine Drohne mit Propeller-Rundumschutz ein sehr guter Wert, weil der Schutzring zusätzlichen Luftwiderstand erzeugt
- 45 Minuten Ladezeit in der Parallel-Ladestation mit 65-W-Netzteil liegen deutlich unter der Flugzeit, ein Akku ist schneller voll als zwei Flüge dauern
- Das intelligente Akkumanagement überwacht Zellspannung und Temperatur und entlädt den Akku bei Nichtgebrauch selbstständig auf Lagerniveau
- Mit 22,3 Wh bleibt der Akku klar unter der 100-Wh-Grenze und darf ohne Anmeldung ins Flugzeug-Handgepäck
- Gerechnet auf die Energie kostet er 2,87 € je Wattstunde und liegt damit günstiger als der Akku der DJI Neo
Das spricht dagegen
- 63,90 € für einen einzelnen Akku sind gemessen an 42 € Aufpreis für die Fly More Combo mit zwei zusätzlichen Akkus, Ladestation und Tasche schwer zu rechtfertigen
- Der Akku passt ausschließlich in die DJI Flip, ein Weiterverwenden nach einem Modellwechsel entfällt
- Weder Ladegerät noch Kabel liegen bei, ein 65-W-Netzteil mit USB Power Delivery muss vorhanden sein
- Für die volle Ladeleistung braucht die Parallel-Ladestation ein Netzteil mit 15 V bei 4,3 A und ein Kabel für mindestens 5 A, sonst lädt sie nacheinander statt gleichzeitig
- Unter 5 °C verweigert der Akku das Laden, im Winter kostet das Zeit
Der dichteste Akku im kleinen DJI-Programm
Die interessanteste Zahl steht nicht im Datenblatt, sie ergibt sich daraus. 22,3 Wh bei 83,5 g entsprechen rund 267 Wh je Kilogramm.
Zur Einordnung lohnt der Vergleich innerhalb des DJI-Programms:
| Akku | Energie | Gewicht | Energiedichte |
|---|---|---|---|
| DJI Flip | 22,3 Wh | 83,5 g | ca. 267 Wh/kg |
| DJI Neo 2 | 11,5 Wh | 46 g | ca. 250 Wh/kg |
| DJI Neo | 10,5 Wh | 45 g | ca. 233 Wh/kg |
| DJI Mini 4K | 17,32 Wh | 82,5 g | ca. 210 Wh/kg |
Der Abstand zum Mini-4K-Akku ist erheblich: Bei nahezu identischem Gewicht steckt in der Flip-Zelle rund 29 % mehr Energie. Sichtbar wird das an der maximalen Ladespannung von 8,6 V, also 4,3 V je Zelle. Klassische Lithium-Ionen-Zellen laden bis 4,2 V; DJI setzt hier auf Zellen mit höherer Ladeschlussspannung, und genau daraus stammt ein Teil des Gewinns.
Praktisch erklärt diese Zahl, warum die DJI Flip trotz ihres Propeller-Rundumschutzes auf 31 Minuten kommt. Der Schutzring erzeugt Luftwiderstand und zusätzliches Gewicht; ohne den dichteren Akku wäre die Flugzeit deutlich kürzer ausgefallen.
31 Minuten und was davon planbar ist
Die Flugzeitangabe stammt aus einem Labormesslauf bei Windstille und gleichmäßigem Vorwärtsflug. DJI nennt zusätzlich 28 Minuten Schwebezeit, die niedriger liegt, weil der Schwebeflug ohne Vorwärtsfahrt keinen Auftrieb aus der Anströmung gewinnt.
Drei Posten kürzen den Wert:
- Start und Landung ziehen mehr Strom als der Reiseflug, weil der Steigflug die Motoren stärker belastet.
- Wind kostet überproportional. Der Energiebedarf steigt mit dem Quadrat der Relativgeschwindigkeit, und der Schutzring der Flip bietet dem Wind mehr Angriffsfläche als eine offene Bauform.
- Reserve: Unter 20 Prozent Restladung wird es riskant, weil die automatische Rückkehr Zeit und Energie braucht.
Realistisch planbar sind 20 bis 24 Minuten je Akku. Weitere Faktoren stehen im Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen.
Die Rechnung, die vor dem Kauf steht
Hier liegt der unangenehmste Punkt dieser Rezension, und er betrifft den Preis.
| Kaufweg | Preis | Enthält |
|---|---|---|
| Einzelner Ersatzakku | 63,90 € | ein Akku |
| Flip mit DJI RC 2 | ca. 479,00 € | Drohne, ein Akku, Fernsteuerung mit Bildschirm |
| Flip Fly More Combo | ca. 521,14 € | zusätzlich zwei Akkus, Ladestation, Tasche |
Der Aufpreis von der RC-2-Version zur Combo beträgt rund 42 €. Dafür bekommst du zwei zusätzliche Akkus, die Parallel-Ladestation und eine Tasche. Ein einzelner Akku allein kostet 63,90 €, die Ladestation einzeln 43,99 €.
Anders gesagt: Die Combo liefert Zubehör im Einzelwert von über 170 € für 42 € Aufpreis. Wer die Flip noch nicht besitzt, sollte deshalb zuerst diese Rechnung machen und erst danach über Nachkäufe nachdenken.
Wer die Drohne bereits hat, steht vor einer anderen Frage: wie viele Akkus. Zwei Akkus decken mit rund 40 bis 48 Minuten realer Flugzeit einen Nachmittag ab, drei einen ganzen Ausflug.
Preis je Wattstunde im Vergleich
Gerechnet auf die gespeicherte Energie sieht der Flip-Akku besser aus, als der absolute Preis vermuten lässt.
| Akku | Preis | Energie | Preis je Wh |
|---|---|---|---|
| DJI Flip | 63,90 € | 22,3 Wh | 2,87 € |
| DJI Neo 2 | 38,90 € | 11,5 Wh | 3,38 € |
| DJI Neo | 38,90 € | 10,5 Wh | 3,70 € |
| DJI Mini 4K | 49,99 € | 17,32 Wh | 2,89 € |
Mit 2,87 € je Wattstunde liegt er am unteren Ende des DJI-Programms. Der hohe Einzelpreis entsteht durch die Kapazität, nicht durch einen Aufschlag auf die Energie.
Laden: drei Wege, drei Zeiten
DJI weist für den Flip-Akku drei Ladeszenarien aus, und die Unterschiede sind erheblich.
| Weg | Netzteil | Akkus | Zeit |
|---|---|---|---|
| In der Drohne | 30 W USB-C | 1 | 70 min |
| In der Parallel-Ladestation | 65 W USB-C | 1 | 45 min |
| In der Parallel-Ladestation | 65 W USB-C | 2 | 70 min |
Bemerkenswert ist die dritte Zeile: Zwei Akkus brauchen zusammen so lange wie einer in der Drohne. Die Ladestation verteilt die verfügbare Leistung auf beide Schächte, statt sie nacheinander abzuarbeiten.
Voraussetzung dafür ist allerdings die passende Stromversorgung. DJI nennt ein Netzteil mit mindestens 65 W Ausgang, 15 V bei 4,3 A und Unterstützung des USB-Power-Delivery-Protokolls, dazu ein Kabel für mindestens 5 A. Fehlt eines davon, lädt die Station die Akkus nacheinander, und der Zeitvorteil ist dahin. Wer nach passenden Netzteilen sucht, findet die Kriterien im Ratgeber zum Drohnen-Akku-Ladegerät.
Was das intelligente Akkumanagement leistet
Der Zusatz „Intelligent Flight Battery” beschreibt eine Elektronik im Akku mit drei Aufgaben:
- Zellüberwachung: Spannung und Temperatur jeder Zelle werden laufend geprüft. Weicht eine ab, meldet die DJI-Fly-App einen Fehler, bevor die Drohne startet.
- Ladestandsberechnung: Die Drohne kennt die Restkapazität genau und leitet daraus den Zeitpunkt für die automatische Rückkehr ab. Diese Berechnung berücksichtigt die Entfernung zum Startpunkt.
- Selbstentladung: Bleibt der Akku mehrere Tage ungenutzt, senkt er den Ladestand selbstständig auf rund 50 Prozent ab.
Der dritte Punkt ist der Grund, warum Original-Akkus länger halten als viele Nachbauten. Ein dauerhaft voll geladener Lithium-Akku altert schneller, und diese Alterung fällt erst auf, wenn die Flugzeit spürbar sinkt. Die Grundregeln zum Umgang stehen unter LiPo-Akku richtig laden.
Die 5-Grad-Grenze im Winter
Der Akku lädt nur zwischen 5 und 40 °C. Diese Untergrenze ist keine Vorsichtsmaßnahme, sie hat einen physikalischen Grund: Bei Kälte wandern Lithium-Ionen langsamer in die Anode. Lädt man trotzdem, lagert sich metallisches Lithium an der Oberfläche ab. Dieses Lithium ist für die Kapazität dauerhaft verloren und kann im Extremfall die Zelle durchdringen.
Im Winter heißt das: Akkus vor dem Laden auf Zimmertemperatur bringen, etwa in der Innentasche der Jacke. Was sonst bei kaltem Wetter zu beachten ist, steht bei Drohne im Winter fliegen.
Für wen sich der Nachkauf lohnt
Er lohnt sich, sobald du die Flip regelmäßig für mehr als einen Flug nutzt. Ein einzelner Akku bedeutet: 20 Minuten fliegen, dann 45 bis 70 Minuten warten. Ab zwei Akkus wechselst du und fliegst weiter.
Weniger sinnvoll ist der Einzelkauf, wenn du die Drohne noch gar nicht besitzt. Dann ist die Fly More Combo die deutlich bessere Rechnung, weil sie zwei Akkus, die Ladestation und eine Tasche für einen Aufpreis liefert, der unter dem Preis eines einzelnen Akkus liegt.
Fazit
Die DJI Flip Intelligent Flight Battery ist technisch der stärkste Akku im kleinen DJI-Programm: 3.110 mAh, 22,3 Wh, 83,5 g und rund 267 Wh je Kilogramm, geladen in 45 Minuten mit 65 W. Sie trägt die 31 Minuten Flugzeit der Flip trotz Propeller-Rundumschutz und bleibt mit 22,3 Wh flugtauglich fürs Handgepäck.
Mit 4,0 von 5 zieht allein der Kaufweg. 63,90 € für einen einzelnen Akku stehen 42 € Aufpreis für die Fly More Combo mit zwei Akkus, Ladestation und Tasche gegenüber. Wer die Flip schon fliegt, kommt am Original-Akku* trotzdem kaum vorbei, weil ein zweiter Akku aus zwanzig Minuten einen halben Flugtag macht. Die Parallel-Ladestation* lohnt sich ab dem zweiten Akku, weil sie beide gleichzeitig lädt und zusätzlich als Powerbank dient.
Häufige Fragen
Wie lange fliegt die DJI Flip mit einem Akku?
DJI nennt 31 Minuten Flugzeit und 28 Minuten Schwebezeit, beides gemessen im Labor bei Windstille. Nach Abzug von Start, Landung, Positionswechseln, Gegenwind und einer Reserve von rund 20 Prozent Restladung bleiben realistisch 20 bis 24 Minuten je Akku.
Wie lange lädt der Akku der DJI Flip?
Mit dem DJI 30W USB-C Ladegerät und dem Akku in der Drohne dauert es 70 Minuten. In der Parallel-Ladestation mit einem 65-W-Netzteil sind es 45 Minuten für einen Akku und 70 Minuten für zwei gleichzeitig. Die Ladetemperatur muss zwischen 5 und 40 °C liegen.
Lohnt sich der einzelne Ersatzakku oder besser die Fly More Combo?
Wer die Flip noch nicht besitzt, sollte die Combo rechnen. Sie kostet rund 42 € mehr als die Version mit DJI RC 2 und enthält zwei zusätzliche Akkus, die Ladestation und eine Tasche. Ein einzelner Akku allein kostet 63,90 €. Wer die Drohne bereits hat, kauft einzeln nach.
Passt der Flip-Akku auch in andere DJI-Drohnen?
Nein. Der Akku trägt die Bezeichnung BWX141-3110-7.16 und ist ausschließlich für die DJI Flip freigegeben. Die Akkus der Mini-Serie, der Neo und der Avata unterscheiden sich in Bauform, Spannung und Kontaktbelegung. Auch mechanisch passende Nachbauten sind riskant, weil die Kommunikation mit der Drohne über das Akkumanagement läuft.
Wie viel wiegt der Akku der DJI Flip?
Rund 83,5 g. Bei einem Startgewicht der Flip von 249 g entfallen damit etwa 34 Prozent auf den Akku. Dieses Verhältnis ist typisch für Drohnen an der 250-Gramm-Grenze: Der Akku ist das schwerste Einzelteil und bestimmt zugleich, wie lange geflogen werden kann.
Darf man den Flip-Akku im Flugzeug mitnehmen?
Ja, im Handgepäck. Mit 22,3 Wh liegt er weit unter der 100-Wh-Grenze, ab der Airlines eine Genehmigung verlangen. Im aufgegebenen Gepäck sind Lithium-Akkus verboten. Die Kontakte sollten abgeklebt oder der Akku einzeln verpackt sein, und viele Airlines begrenzen die Zahl der Ersatzakkus auf zwei bis vier Stück.
Was macht das intelligente Akkumanagement?
Eine Elektronik im Akku überwacht Spannung und Temperatur jeder Zelle, meldet Abweichungen an die App und berechnet die Restkapazität für die automatische Rückkehr. Dazu kommt die Selbstentladung: Bleibt der Akku mehrere Tage ungenutzt, senkt er seinen Ladestand selbstständig auf ein Lagerniveau von rund 50 Prozent, weil ein voll geladener Lithium-Akku schneller altert.
Wie lagert man den Akku der DJI Flip richtig?
Bei rund 50 Prozent Ladestand, kühl und trocken. Die Selbstentladung übernimmt das nach einigen Tagen automatisch. Für eine längere Pause lädst du den Akku vorher nicht voll und lässt ihn nicht leer liegen, weil beide Extreme die Zellen belasten. Vor dem Winterlager lohnt eine Kontrolle des Ladestands in der App.
Warum lädt der Akku bei Kälte nicht?
Unterhalb von 5 °C sperrt die Ladeelektronik den Ladevorgang. Bei niedrigen Temperaturen lagert sich beim Laden metallisches Lithium an der Anode ab, was die Zelle dauerhaft schädigt und im Extremfall zum Kurzschluss führt. Im Winter hilft es, den Akku vorher in der Innentasche der Jacke auf Zimmertemperatur zu bringen.
Braucht man die Parallel-Ladestation der DJI Flip?
Nötig ist sie nicht, praktisch schon. Sie lädt zwei Akkus gleichzeitig in 70 Minuten und einen einzelnen in 45 Minuten, während die Drohne selbst 70 Minuten für einen Akku braucht. Zusätzlich dient sie als Powerbank für Smartphone oder Fernsteuerung. Für die volle Ladeleistung ist ein 65-W-Netzteil mit 15 V bei 4,3 A und ein 5-A-Kabel Voraussetzung.