Die Runden im Einzelnen
Runde 1 Sensor und Fotoauflösung
Mini 4 Pro 1/1,3 Zoll, 48 MP
Mini 5 Pro 1 Zoll, 50 MP
Der Sprung von 1/1,3 Zoll auf 1 Zoll klingt nach einer kleinen Zahl und verdoppelt die Sensorfläche ungefähr. Größere Bildpunkte sammeln bei gleicher Belichtungszeit mehr Licht, was Rauschen senkt und den Dynamikumfang erhöht. Bei Luftaufnahmen ist der Dynamikumfang der kritische Wert, weil fast jedes Bild einen hellen Himmel über einem dunklen Vordergrund zeigt. Bei der Auflösung liegen 50 MP mit 8192 × 6144 Pixeln gegen 48 MP mit 8064 × 6048, ein Unterschied ohne praktische Bedeutung. Beide speichern JPEG und DNG.
Punkt für Mini 5 Pro: Die Sensorfläche wächst um rund das Doppelte, und das ist der Kern dieser Generation.
Runde 2 Licht und ISO-Bereich
Mini 4 Pro bis 6.400, in D-Log M bis 1.600
Mini 5 Pro bis 12.800, in D-Log M bis 3.200
Im normalen Farbprofil reicht die Mini 4 Pro bis ISO 6.400, die Mini 5 Pro bis 12.800. In den Profi-Profilen D-Log M und HLG endet die Mini 4 Pro schon bei 1.600, die Mini 5 Pro bei 3.200. Das ist jeweils eine volle Blendenstufe. Für D-Log M ist das besonders relevant, weil dieses Profil gerade dort eingesetzt wird, wo Spielraum bei der Farbkorrektur gebraucht wird, also bei schwierigem Licht. Die Mini 4 Pro hat als Ausweg einen Nachtmodus mit ISO bis 12.800, der allerdings nur im normalen Profil arbeitet. Die Blende liegt bei f/1,7 gegen f/1,8 und damit praktisch gleichauf, den Unterschied macht die Sensorfläche.
Punkt für Mini 5 Pro: Eine volle Blendenstufe mehr, und zwar in beiden Profilen.
Runde 3 Bewegtbild: Bildrate gegen Bitrate
Mini 4 Pro 4K/100 bei 150 Mbit/s
Mini 5 Pro 4K/120 bei 130 Mbit/s
Hier dreht sich das Bild. Die Mini 5 Pro schafft 4K mit 120 Bildern pro Sekunde und Full HD mit 240, die Mini 4 Pro kommt auf 100 und 200. Beim Datendurchsatz liegt allerdings die ältere vorn: 150 Mbit/s gegen 130. Mehr Bilder bei weniger Bitrate bedeuten weniger Daten je Einzelbild, also stärkere Kompression. Wer maximale Zeitlupe will, nimmt die Mini 5 Pro. Wer Material für eine aufwendige Farbkorrektur braucht, hat bei der Mini 4 Pro etwas mehr Reserve im Codec. Beide bieten D-Log M und HLG in 10 Bit.
Gleichstand: Die Mini 5 Pro filmt schneller, die Mini 4 Pro komprimiert weniger. Beides hat seinen Preis.
Runde 4 Hinderniserkennung
Mini 4 Pro Sichtsensoren rundum
Mini 5 Pro Sichtsensoren rundum plus LiDAR
Die Mini 4 Pro war die erste Drohne unter 250 g mit omnidirektionalen dualen Sichtsensoren, der seitliche Messbereich liegt bei 0,5 bis 12 m. Dieses Verfahren berechnet Entfernungen aus dem Bildunterschied zweier Kameras und braucht dafür Licht sowie Struktur im Motiv. Bei Dämmerung, vor glatten Flächen und in Nebel steigt es aus. Die Mini 5 Pro behält die Rundum-Sensoren und ergänzt ein nach vorn gerichtetes LiDAR, das Laserimpulse aussendet und deren Laufzeit misst. Diese Messung funktioniert unabhängig vom Umgebungslicht und schließt damit genau die Lücke, in der die meisten Kollisionen passieren.
Punkt für Mini 5 Pro: Sichtsensoren brauchen Licht, LiDAR misst auch im Dunkeln.
Runde 5 Gimbal und Hochformat
Mini 4 Pro Rollen -135° bis 45°
Mini 5 Pro Rollen -230° bis 95°
Beide Drohnen haben einen mechanischen Dreiachser. Die Mini 4 Pro rollt von -135° bis 45°, die Mini 5 Pro von -230° bis 95°, insgesamt also um 225 Grad. Damit lässt sich die Kamera in jeden Zwischenwinkel drehen, echtes Hochformat eingeschlossen. Für Reels und Shorts bedeutet das 9:16-Material in voller Sensorauflösung statt eines Ausschnitts. Der zweite Nutzen sind schräge Bildwinkel: Eine um 30 oder 45 Grad gekippte Kamera erzeugt eine Bilddynamik, die sonst in der Nachbearbeitung entsteht und dort Auflösung kostet.
Punkt für Mini 5 Pro: 225 Grad Rollbereich liefern echtes Hochformat und schräge Winkel ohne Beschnitt.
Runde 6 Interner Speicher
Mini 4 Pro 2 GB
Mini 5 Pro 42 GB
Beide Drohnen nehmen eine microSD-Karte, der interne Speicher ist also die Reserve für den Fall, dass die Karte fehlt oder voll ist. Genau dort trennen sich die beiden: Die 2 GB der Mini 4 Pro fassen bei 150 Mbit/s knapp zwei Minuten Material. Als Notreserve ist das symbolisch. Die 42 GB der Mini 5 Pro reichen bei 130 Mbit/s für rund 40 Minuten und damit für mehr als einen vollen Akku. Wer die Karte zu Hause vergisst, verliert mit der einen Drohne den Ausflug und mit der anderen nichts.
Punkt für Mini 5 Pro: 2 GB reichen für gut eine Minute 4K, 42 GB für einen halben Flugtag.
Mini 4 Pro 34 min, 10,7 m/s Wind, 4.000 m
Mini 5 Pro 36 min, 12 m/s Wind, 6.000 m
Die Einzelwerte sind jeweils klein, in Summe ergeben sie einen klaren Vorsprung. Bei der Flugzeit stehen 36 gegen 34 Minuten, realistisch planbar sind 25 bis 29 gegen 24 bis 27. Beim Wind liegen 12 m/s gegen 10,7 m/s an, also Windstärke 6 gegen 5. Der auffälligste Unterschied betrifft die Starthöhe: 6.000 m gegen 4.000 m über Meereshöhe. Für Flüge im Hochgebirge ist das entscheidend, im Flachland spielt es keine Rolle. Beim Tempo liegen 18 m/s gegen 16 m/s an.
Punkt für Mini 5 Pro: Zwei Minuten mehr, eine Windstärke mehr und 2.000 m mehr Starthöhe.
Runde 8 Einstiegspreis mit Fernsteuerung
Mini 4 Pro 679 € inklusive RC-N2
Mini 5 Pro 1.149 € (Combo nötig)
Auf den Preisschildern steht die Mini 5 Pro mit 657,90 € sogar unter der Mini 4 Pro mit 679 €. Diese Rechnung stimmt nur für Besitzer einer DJI RC 2, denn die Basisversion der Mini 5 Pro enthält keine Fernsteuerung. Die Mini 4 Pro liefert die RC-N2 mit, bei der das Smartphone als Bildschirm dient. Für einen Neueinsteiger lautet der echte Vergleich damit 679 € gegen 1.149 €. Bei den Fly More Combos stehen 1.049 € gegen 1.149 €. Dieser Abstand ist die eine Zahl, die für die ältere Generation spricht.
Punkt für Mini 4 Pro: Ohne vorhandene RC 2 trennen die beiden 470 €, und der Vorteil liegt bei der älteren.
Datenblatt-Duell
Alle Werte laut Herstellerangaben. Der jeweils vorteilhaftere Wert ist markiert;
wo es keine Rangfolge gibt (Maße, Klassen, Anschlüsse), bleiben beide neutral.
Fluggerät und rechtliche Einstufung
Sensorik, Übertragung und Speicher
Der Sprung, um den es geht
Die Mini-Serie hatte über Generationen eine feste Obergrenze bei der Sensorgröße: 1/1,3 Zoll. Größere Sensoren brauchen größere Objektive, größere Objektive brauchen mehr Gewicht, und bei 250 g endet das Gewichtsbudget.
Die Mini 5 Pro verschiebt diese Grenze auf 1 Zoll. Das ist die eigentliche Nachricht dieser Generation, und alle weiteren Unterschiede ordnen sich darum herum an: der erweiterte ISO-Bereich, der 225-Grad-Gimbal, das LiDAR, die 42 GB Speicher.
Was dabei gleich bleibt, ist ebenso wichtig: Beide Drohnen bleiben unter 250 g, tragen die Klassenkennzeichnung C0 und brauchen in A1 und A3 keinen Kompetenznachweis. Beide haben omnidirektionale Sichtsensoren, beide bieten D-Log M und HLG in 10 Bit, beide nehmen eine microSD-Karte, beide filmen 4K mit dreistelligen Bildraten.
Der Vergleich dreht sich also um Ausbaustufen desselben Konzepts.
Die Fernsteuerungs-Rechnung
Der wichtigste Punkt dieses Duells steht in keinem Datenblatt. Er ergibt sich aus dem Lieferumfang.
| DJI Mini 4 Pro | DJI Mini 5 Pro |
|---|
| Basisversion | 679,00 € | 657,90 € |
| Fernsteuerung enthalten | DJI RC-N2 | keine |
| Fly More Combo | 1.049,00 € | 1.149,00 € |
| Einstieg ohne eigene Fernsteuerung | 679,00 € | 1.149,00 € |
Die Basisversion der Mini 5 Pro enthält nur die Drohne. Ohne eine vorhandene DJI RC 2 lässt sie sich nicht sinnvoll betreiben, weil die volle Übertragungsleistung an der passenden Fernsteuerung hängt. Der Weg führt dann zur Fly More Combo für 1.149 €*.
Die Mini 4 Pro für 679 €* liefert die RC-N2 mit. Sie hat keinen eigenen Bildschirm und nutzt das Smartphone, funktioniert aber ab dem Auspacken.
Daraus folgen zwei sehr verschiedene Empfehlungen für zwei sehr ähnliche Fragen:
- Erste Drohne, kein DJI-Zubehör vorhanden: Die Mini 4 Pro spart 470 €.
- Umstieg mit vorhandener DJI RC 2: Die Mini 5 Pro für 657,90 €* ist die günstigere und die technisch bessere Drohne.
Ein Hinweis für Umsteiger: Die Akkus sind zwischen beiden Modellen nicht kompatibel. Vorhandene Mini-4-Pro-Akkus und die zugehörige Ladestation lassen sich nicht weiterverwenden, die Fernsteuerung RC 2 dagegen schon.
Wo die ältere Generation vorn liegt
Zwei Werte sprechen für die Mini 4 Pro, und beide sind leicht zu übersehen.
Die Bitrate. 150 Mbit/s gegen 130 Mbit/s. Bei gleicher Auflösung bedeutet eine höhere Bitrate weniger Kompression und damit mehr Reserve für die Nachbearbeitung. Besonders in D-Log M, wo Farben und Kontraste nachträglich stark gezogen werden, macht sich Kompression zuerst bemerkbar. Dass die Mini 5 Pro bei höheren Bildraten mit weniger Bitrate arbeitet, verstärkt diesen Punkt.
Das Packmaß. Gefaltet misst die Mini 4 Pro 148 × 94 × 64 mm, die Mini 5 Pro 157 × 95 × 68 mm. Der Unterschied ist gering und geht in derselben Tasche unter, gehört der Vollständigkeit halber aber genannt.
Dazu kommt die Blende mit f/1,7 gegen f/1,8. Auf dem Papier ist das ein Vorteil für die Mini 4 Pro, in der Praxis überwiegt die doppelte Sensorfläche der Mini 5 Pro diesen Unterschied deutlich.
Wo die Mini 5 Pro klar davonzieht
Bei wenig Licht. Der ISO-Bereich verdoppelt sich in beiden Profilen: 12.800 statt 6.400 im normalen Profil, 3.200 statt 1.600 in D-Log M und HLG. Zusammen mit der größeren Sensorfläche verschiebt das die Grenze der nutzbaren Tageszeit spürbar nach hinten. Die Mini 4 Pro hat als Gegenmittel einen Nachtmodus mit ISO bis 12.800, der allerdings nur im normalen Profil arbeitet.
Beim Speicher. 42 GB gegen 2 GB. Bei der Mini 4 Pro ist die Speicherkarte Voraussetzung, bei der Mini 5 Pro Komfort. Welche Karte in eine Drohne gehört, steht im Ratgeber zur Speicherkarte für Drohnen.
Beim Gimbal. 225 Grad Rollbereich gegen 180. Echtes Hochformat in voller Auflösung, dazu schräge Bildwinkel, die sonst in der Nachbearbeitung entstehen und dort Auflösung kosten.
Bei der Sicherheit im Dunkeln. Das nach vorn gerichtete LiDAR arbeitet unabhängig vom Umgebungslicht. Genau dort steigen die Sichtsensoren beider Drohnen aus.
Fazit
Mit 6:1 bei einem Unentschieden liegt die Mini 5 Pro technisch klar vorn. Der 1-Zoll-Sensor, der doppelte ISO-Spielraum, das LiDAR, der 225-Grad-Gimbal und 42 GB interner Speicher sind zusammen ein deutlicher Generationssprung, und das alles weiterhin unter 250 g.
Für Umsteiger mit vorhandener DJI RC 2 ist die Sache damit entschieden: Die Mini 5 Pro als Basisversion* kostet 657,90 € und ist die bessere Drohne zum niedrigeren Preis.
Für Einsteiger ohne DJI-Zubehör kippt die Rechnung. Dort stehen 679 € für eine startklare Mini 4 Pro* gegen 1.149 € für die Mini-5-Pro-Combo. Für 470 € Unterschied bekommst Du eine Drohne, die dieselbe Klasse, dieselbe Rundum-Sensorik und mit 150 Mbit/s sogar die höhere Bitrate bietet. Wer nicht ausgerechnet bei Dämmerung filmt oder Hochformat mechanisch drehen will, fährt damit sehr gut.
Ausführlich stehen beide Modelle in unseren Rezensionen: DJI Mini 4 Pro und DJI Mini 5 Pro.
Welche der beiden passt zu dir?
Die Rundenbilanz sagt, welches Gerät technisch vorn liegt. Ob es auch das richtige
für dich ist, entscheiden diese Bedingungen.
Nimm die Mini 4 Pro wenn …
- Du besitzt noch keine DJI-Fernsteuerung und willst unter 700 € startklar sein
- Du filmst in D-Log M für aufwendige Farbkorrektur und willst die höhere Bitrate von 150 Mbit/s
- Du fliegst bei Tageslicht, wo der ISO-Vorteil der Mini 5 Pro nicht zum Tragen kommt
- Du legst ohnehin immer eine Speicherkarte ein und brauchst keine interne Reserve
Mini 4 Pro bei Amazon ansehen* Nimm die Mini 5 Pro wenn …
- Du besitzt bereits eine DJI RC 2 und kaufst die Basisversion für 657,90 €
- Du filmst regelmäßig in der Dämmerung, im Wald oder zur blauen Stunde
- Du produzierst Hochformat-Material und willst es mechanisch statt per Beschnitt
- Du fliegst im Gebirge und brauchst Starthöhen über 4.000 m
- Du willst eine ernsthafte interne Speicherreserve statt symbolischer 2 GB
Mini 5 Pro bei Amazon ansehen* Preise und Varianten
Zwischen beiden liegen aktuell rund 1,01 €,
die Mini 5 Pro ist die günstigere von beiden.
Affiliate-Links sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst Du über einen
solchen Link, erhalten wir ggf. eine Provision. Für Dich ändert sich der Preis
dadurch nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir zudem an qualifizierten Verkäufen.
Häufige Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Mini 4 Pro und Mini 5 Pro?
Der Sensor. Die Mini 5 Pro trägt einen 1-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln, die Mini 4 Pro einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit 48 Megapixeln. Die Sensorfläche verdoppelt sich damit ungefähr, was Rauschen senkt und den Dynamikumfang erhöht. Dazu kommen bei der Mini 5 Pro ein nach vorn gerichtetes LiDAR, ein um 225 Grad rollender Gimbal und 42 statt 2 GB interner Speicher.
Lohnt sich das Upgrade von der Mini 4 Pro auf die Mini 5 Pro?
Wenn Du bereits eine DJI RC 2 besitzt, kostet die Mini 5 Pro als Basisversion 657,90 € und liefert den größeren Sensor, LiDAR und den 225-Grad-Gimbal. Für regelmäßige Flüge bei wenig Licht und für Hochformat-Material lohnt der Wechsel. Wer überwiegend bei Tageslicht filmt und mit der Mini 4 Pro zufrieden ist, gewinnt vor allem beim ISO-Bereich und beim internen Speicher.
Welche der beiden hat die bessere Videoqualität?
Das hängt vom Einsatz ab. Die Mini 5 Pro filmt 4K mit 120 Bildern pro Sekunde und hat den größeren Sensor mit dem doppelten ISO-Spielraum. Die Mini 4 Pro schreibt mit 150 statt 130 Mbit/s und komprimiert damit weniger stark. Für Zeitlupe und schwaches Licht ist die Mini 5 Pro vorn, für aufwendige Farbkorrektur in D-Log M hat die Mini 4 Pro etwas mehr Datenreserve.
Warum ist die Mini 5 Pro günstiger als die Mini 4 Pro?
Weil ihre Basisversion für 657,90 € keine Fernsteuerung enthält. Die Mini 4 Pro liefert für 679 € die RC-N2 mit, bei der das Smartphone als Bildschirm dient. Wer keine kompatible DJI RC 2 besitzt, braucht bei der Mini 5 Pro die Fly More Combo für 1.149 €. Der Preisvorteil gilt also nur für Umsteiger, die eine passende Fernsteuerung schon haben.
Brauchen Mini 4 Pro und Mini 5 Pro einen Drohnenführerschein?
Nein. Beide tragen die Klassenkennzeichnung C0 und dürfen in den Unterkategorien A1 und A3 ohne Kompetenznachweis geflogen werden. Für die Mini 5 Pro ließ sich bis November 2025 eine C1-Kennzeichnung beantragen, DJI hat diesen Weg inzwischen für alle Modelle geschlossen. Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt und Haftpflichtversicherung sind bei beiden Pflicht.
Was bringt das LiDAR der Mini 5 Pro gegenüber der Rundum-Sensorik der Mini 4 Pro?
Die Sichtsensoren beider Drohnen berechnen Entfernungen aus dem Bildunterschied zweier Kameras und brauchen dafür Licht und Struktur im Motiv. LiDAR misst die Laufzeit ausgesendeter Laserimpulse und arbeitet unabhängig vom Umgebungslicht. Bei Dämmerung, vor glatten Flächen und in Nebel erkennt die Mini 5 Pro nach vorn Hindernisse, an denen ein rein optisches System scheitert.
Reichen 2 GB interner Speicher bei der Mini 4 Pro?
Als Notreserve kaum. Bei 150 Mbit/s fassen 2 GB knapp zwei Minuten 4K-Material. Eine microSD-Karte gehört bei der Mini 4 Pro deshalb zur Grundausstattung. Die Mini 5 Pro hat mit 42 GB rund 40 Minuten Reserve und übersteht damit einen vergessenen Kartenkauf.
Welche der beiden ist besser für Hochformat-Videos?
Die Mini 5 Pro. Ihr Gimbal rollt von -230° bis 95° und dreht die Kamera mechanisch ins Hochformat, wodurch die volle Sensorauflösung erhalten bleibt. Die Mini 4 Pro rollt nur von -135° bis 45°; Hochformat entsteht dort über einen Ausschnitt und kostet Auflösung.
Wie groß ist der Unterschied bei der Flugzeit?
Zwei Minuten auf dem Papier: 36 Minuten bei der Mini 5 Pro gegen 34 bei der Mini 4 Pro. Realistisch planbar sind mit aktiver Sensorik, Wind und Sicherheitsreserve rund 25 bis 29 gegen 24 bis 27 Minuten. Deutlicher ist der Unterschied beim Windwiderstand mit 12 gegen 10,7 m/s und bei der maximalen Starthöhe mit 6.000 gegen 4.000 m.
Passen die Akkus der Mini 4 Pro in die Mini 5 Pro?
Nein. Die Mini 5 Pro nutzt eine eigene Intelligent Flight Battery, für die DJI zusätzlich einen größeren Akku Plus anbietet. Wer von der Mini 4 Pro wechselt, kann seine vorhandenen Akkus und die Ladestation nicht weiterverwenden. Die Fernsteuerung DJI RC 2 lässt sich dagegen an beiden Modellen einsetzen, was den Preisvorteil der Mini-5-Pro-Basisversion erst ergibt.