Drohnen mit Propellerschutz im Duell

DJI Flip oder DJI Neo?

Die Flip hat den 1/1,3-Zoll-Sensor, drei Gimbal-Achsen und 31 Minuten Flugzeit. Die Neo wiegt 135 g und kostet weniger als die Hälfte.

Flip

Die Kameradrohne

Flip

4,3 / 5

ab 308,90 €

1/1,3-Zoll-Sensor mit 48 MP, mechanischer Dreiachser, D-Log M und 31 Minuten Flugzeit.

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Neo

3,7 / 5

135 g, Handstart und DJI-Flugsoftware ab 137 €. Die niedrigste Einstiegshürde im DJI-Programm.

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Kurz gesagt

Die Flip gewinnt sechs von acht Runden, und die Abstände sind groß: doppelte Sensorfläche, drei statt einer Gimbal-Achse, 31 statt 17 Minuten Flugzeit. Das ist der Unterschied zwischen einer Kameradrohne und einer Selfiedrohne. Die Neo hält mit 135 g und einem Preis von 137 € dagegen, also weniger als der Hälfte.

Vergleich der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am · Grundlage sind die Datenblätter beider Hersteller, die Ausstattung und der Preis

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Der Punktestand

Jedes Kriterium schlägt zur Seite des Gewinners aus. Die Länge des Balkens zeigt, wie deutlich der Vorsprung ausfällt.

Flip 6
2 Neo

Flip gewinnt 6 von 8 Runden.

Die Stufen knapp, klar und deutlich sind eine redaktionelle Einordnung der Datenblatt-Werte, keine Messung.

Die Runden im Einzelnen

Runde 1

Bildsensor und Fotoformat

Flip 1/1,3 Zoll, 48 MP, DNG
Neo 1/2 Zoll, 12 MP, nur JPEG

Die Flip trägt den 1/1,3-Zoll-Sensor der Mini-Serie mit 48 Megapixeln und einer Blende von f/1,7, die Neo einen 1/2-Zoll-Sensor mit 12 Megapixeln bei f/2,8. Das ergibt rund die doppelte Sensorfläche und knapp 1,7 Blendenstufen mehr Öffnung, zusammen etwa die sechsfache Lichtmenge. Beim Foto stehen 8064 × 6048 Pixel gegen 4.000 × 3.000, und die Flip speichert zusätzlich DNG-RAW, während die Neo ausschließlich JPEG schreibt. Wer seine Bilder nachbearbeitet, hat bei der Neo keine Rohdaten. Ein Detail relativiert: Der Bildwinkel der Neo ist mit 117,6° deutlich weiter, was für Selfies aus kurzer Distanz gewollt ist und Gesichter am Bildrand sichtbar verzerrt.

Punkt für Flip: Doppelte Sensorfläche, vierfache Auflösung und ein Rohformat, das die Neo gar nicht kennt.

Runde 2

Gimbal

Flip 3 Achsen mechanisch
Neo 1 Achse mechanisch

Die Flip stabilisiert Neigen, Rollen und Schwenken mechanisch. Die Neo gleicht nur das Neigen mechanisch aus, Rollen und Schwenken übernimmt die Software über RockSteady und HorizonBalancing. Jede Software-Stabilisierung arbeitet mit Bildreserve: Sie schneidet Ränder weg, um die Bewegung zu glätten, und kostet dadurch Bildwinkel und Detail. Bei Seitenwind und in Kurven ist genau das der Fall, in dem der Horizont schief steht. Praktisch bedeutet das ruhigeres Material bei der Flip, ohne dass Auflösung verloren geht.

Punkt für Flip: Zwei Achsen mehr, die die Software nicht durch Bildbeschnitt ausgleichen muss.

Runde 3

Flugzeit

Flip 31 min, 28 min schwebend
Neo 18 min, 17 min mit Schutz

DJI nennt 31 Minuten für die Flip und 18 für die Neo, mit montiertem Propellerschutz sinkt der Wert der Neo auf 17. Bei der Flip ist der Schutzring fest verbaut und in den 31 Minuten enthalten. Der ehrliche Vergleich lautet damit 31 gegen 17 Minuten, realistisch planbar rund 24 bis 27 gegen 12 bis 15. Das verändert die Art zu fliegen grundlegend: Mit der Flip suchst Du ein Motiv und probierst mehrere Anflüge, mit der Neo filmst Du eine geplante Szene und landest. Die Fly More Combos gleichen das teilweise aus, mit drei Akkus kommt die Flip auf 93 Minuten und die Neo auf rund 51.

Punkt für Flip: Die Flip fliegt mit einem Akku fast so lange wie die Neo mit zwei.

Runde 4

Hinderniserkennung

Flip 3D-ToF vorn, Sicht und Infrarot unten
Neo nur abwärts, 0,5 bis 10 m

Die Flip misst nach vorn mit einem 3D-ToF-Sensor im Bereich von 0,3 bis 8 m bei einem Sichtfeld von 60° × 60° und nach unten mit Sichtsensor und Infrarot. Die Neo hat ausschließlich ein nach unten gerichtetes Sichtsystem zwischen 0,5 und 10 m. Für eine Drohne, die in Verfolgungsmodi vorwärts fliegt, ist das die empfindlichste Lücke: Äste, Laternenpfosten und Zäune erkennt sie nicht. Wichtig zur Einordnung: Auch die Flip sieht weder seitlich noch nach hinten, ihre Erkennung deckt die Flugrichtung nach vorn ab und nicht mehr.

Punkt für Flip: Die Neo hat kein Auge nach vorn, und genau dorthin fliegt sie im Verfolgungsmodus.

Runde 5

Speicher

Flip 2 GB intern plus microSD
Neo 22 GB intern, kein Kartenschacht

Die Neo hat 22 GB internen Speicher und keinen Kartenschacht. Das reicht bei 75 Mbit/s für rund 40 Minuten 4K-Material und lässt sich nicht erweitern. Danach musst Du per App oder USB-C übertragen, was unterwegs Zeit und freien Handyspeicher kostet. Die Flip hat nur 2 GB intern, nimmt dafür microSD-Karten auf. Eine 256-GB-Karte fasst bei 150 Mbit/s rund dreieinhalb Stunden. Für einen ganzen Fototag ist das der praktikablere Weg, siehe auch den Ratgeber zur [Speicherkarte für Drohnen](/ratgeber/sd-karte-drohne/).

Punkt für Flip: 22 GB sind die harte Obergrenze eines Flugtags, ein Kartenschacht ist erweiterbar.

Runde 6

Wind und Reichweite

Flip 10,7 m/s Wind, 14 km
Neo 8 m/s Wind, 7 km

Die Flip hält 10,7 m/s Wind stand, das entspricht Windstärke 5, die Neo schafft 8 m/s und damit Windstärke 4. Der kritische Punkt ist der Rückweg: Die Neo erreicht im Sport-Modus 8 m/s Eigengeschwindigkeit und kommt gegen 8 m/s Gegenwind rechnerisch nicht mehr voran. Bei der Flip stehen 12 m/s im Sport-Modus gegen 10,7 m/s Windgrenze, dort bleibt Reserve. Bei der Flugdistanz liegen 14 km gegen 7 km an, bei der maximalen Starthöhe 3.000 gegen 2.000 m. Für den Sichtflug in Deutschland spielt die Distanz kaum eine Rolle, die Windfestigkeit dagegen an jedem zugigen Tag.

Punkt für Flip: Eine Windstärke mehr und die doppelte Flugdistanz.

Runde 7

Gewicht und Bauform

Flip 249 g, gefaltet 165 mm hoch
Neo 135 g, 48,5 mm flach

Die Neo wiegt 135 g und misst 130 × 157 × 48,5 mm. Die Flip kommt auf rund 249 g und baut gefaltet 136 × 62 × 165 mm, der feste Schutzring macht das Paket hoch. Rechtlich ändert das nichts, beide tragen C0 und brauchen keinen Kompetenznachweis. Praktisch bedeutet es zweierlei: Die Neo passt in eine Jackentasche, während die Flip eine Tasche mit Tiefe braucht. Und bei einem Zusammenstoß bringt die Neo mit 135 g deutlich weniger Bewegungsenergie mit, was in Innenräumen und in Menschennähe ein echtes Sicherheitsargument ist.

Punkt für Neo: Die Neo wiegt rund die Hälfte und ist flach genug für jede Tasche.

Runde 8

Preis

Flip 308,94 €, Combo 521,14 €
Neo 137,00 €, Combo 245,00 €

137,00 € gegen 308,94 € bei den Basisversionen, 245,00 € gegen 521,14 € bei den Fly More Combos. In beiden Fällen ist die Flip mehr als doppelt so teuer. Zu beachten ist der Lieferumfang: Bei der Flip liegt die RC-N3 in der Basisversion bei, bei der Neo dient das Smartphone als Steuerung, und die Fernsteuerung RC-N3 kommt erst mit der Combo für 245,00 €. Ohne sie reicht die Verbindung nur wenige Dutzend Meter weit, die genannten 7 km Flugdistanz gelten ausschließlich mit Fernsteuerung.

Punkt für Neo: Die Flip kostet mehr als das Doppelte, bei den Combos liegen 276 € dazwischen.

Datenblatt-Duell

Alle Werte laut Herstellerangaben. Der jeweils vorteilhaftere Wert ist markiert; wo es keine Rangfolge gibt (Maße, Klassen, Anschlüsse), bleiben beide neutral.

Fluggerät und rechtliche Einstufung

Merkmal Flip Neo
Startgewicht ca. 249 g ca. 135 g (der vorteilhaftere Wert)
Drohnenklasse (EU) C0 C0
Kompetenznachweis keiner nötig in A1 und A3 keiner nötig in A1 und A3
Abmessungen gefaltet 136 × 62 × 165 mm 130 × 157 × 48,5 mm
Propellerschutz fest verbaut, faltet mit im Lieferumfang enthalten
Max. Flugzeit 31 min (Schwebeflug 28 min) (der vorteilhaftere Wert) 18 min (17 min mit Schutz)
Max. Flugdistanz 14 km (der vorteilhaftere Wert) 7 km
Windwiderstand 10,7 m/s (Windstärke 5) (der vorteilhaftere Wert) 8 m/s (Windstärke 4)
Max. Horizontalgeschwindigkeit 12 m/s (16 m/s mit Rückenwind) 8 m/s (Sport), 16 m/s (Manuell)
Max. Starthöhe 3.000 m (der vorteilhaftere Wert) 2.000 m
Betriebstemperatur -10 bis 40 °C -10 bis 40 °C

Sensorik

Merkmal Flip Neo
Erkennung nach vorn 3D-ToF, 0,3 bis 8 m, 60° × 60° (der vorteilhaftere Wert) nicht vorhanden
Erkennung nach unten Sichtsensor und Infrarot, 0,5 bis 10 m Sichtsystem, 0,5 bis 10 m
Erkennung seitlich und hinten nicht vorhanden nicht vorhanden

Kamera und Gimbal

Merkmal Flip Neo
Bildsensor 1/1,3 Zoll (der vorteilhaftere Wert) 1/2 Zoll, 12 MP
Blende f/1,7 (der vorteilhaftere Wert) f/2,8
Bildwinkel 82,1° (24 mm Kleinbild) 117,6° (13 mm Kleinbild)
Fotoauflösung 48 MP, 8064 × 6048 (der vorteilhaftere Wert) 12 MP, 4.000 × 3.000
Fotoformate JPEG und DNG (RAW) (der vorteilhaftere Wert) nur JPEG
ISO-Bereich 100 bis 6.400 (D-Log M bis 1.600) 100 bis 6.400
Videoauflösungen 4K bis 60 fps, Full HD bis 100 fps (der vorteilhaftere Wert) 4K bis 30 fps, Full HD bis 60 fps
Max. Bitrate 150 Mbit/s (der vorteilhaftere Wert) 75 Mbit/s
Farbprofile Normal und D-Log M (der vorteilhaftere Wert) kein flaches Profil
Gimbal 3 Achsen mechanisch (der vorteilhaftere Wert) 1 Achse mechanisch plus Software
Steuerbarer Neigebereich -90° bis +35° -90° bis 60° (der vorteilhaftere Wert)

Übertragung und Speicher

Merkmal Flip Neo
Übertragungssystem DJI O4 DJI O4
Live-Bild bis 1080p mit 60 fps (der vorteilhaftere Wert) 1080p/30 mit RC-N3, 1080p/60 mit Goggles 3
Fernsteuerung in der Basisversion DJI RC-N3 enthalten (der vorteilhaftere Wert) keine, Steuerung per Smartphone
Interner Speicher 2 GB 22 GB (der vorteilhaftere Wert)
Speicherkartenschacht microSD mit exFAT (der vorteilhaftere Wert) nicht vorhanden

Preise

Merkmal Flip Neo
Basisversion 308,94 € (mit RC-N3) 137,00 € (ohne Fernsteuerung) (der vorteilhaftere Wert)
Mit Bildschirm-Fernsteuerung 479,00 € (DJI RC 2) keine Variante
Fly More Combo 521,14 € (3 Akkus, Ladestation) 245,00 € (RC-N3, 3 Akkus, Ladestation) (der vorteilhaftere Wert)

Zwei Geräte, die derselben Idee folgen

Flip und Neo teilen sich einen Grundgedanken: eine Drohne, die von der Handfläche startet, einen Propellerschutz trägt und in Menschennähe fliegen kann. Beide bleiben unter 250 g und damit in Klasse C0, beide nutzen das Übertragungssystem DJI O4, beide sind von -10 bis 40 °C freigegeben.

Damit endet die Gemeinsamkeit. In allem, was Bildqualität und Flugleistung ausmacht, spielen sie in verschiedenen Klassen, und der Preis bildet das ab: 137,00 € gegen 308,94 €.

Der Kamera-Abstand in Zahlen

DJI FlipDJI Neo
Sensor1/1,3 Zoll1/2 Zoll
Blendef/1,7f/2,8
Foto48 MP, JPEG und DNG12 MP, nur JPEG
Video4K bis 60 fps4K bis 30 fps
Bitrate150 Mbit/s75 Mbit/s
FarbprofilNormal und D-Log Mkein flaches Profil
Gimbal3 Achsen mechanisch1 Achse mechanisch

Jede einzelne Zeile geht an die Flip, und in Summe ergibt das etwa die sechsfache Lichtmenge auf dem Sensor: rund doppelte Fläche und knapp 1,7 Blendenstufen mehr Öffnung.

Der praktisch wichtigste Punkt ist dabei der Gimbal. Die Neo stabilisiert nur das Neigen mechanisch. Rollen und Schwenken rechnet die Software heraus, und dafür schneidet sie Bildränder weg. Bei Seitenwind und in Kurven kostet das Bildwinkel und Detail. Die Flip erledigt alle drei Achsen mechanisch.

Ein Wert geht an die Neo: Ihr Bildwinkel von 117,6° entspricht 13 mm Kleinbild und ist damit deutlich weiter als die 82,1° der Flip. Für Selfies aus zwei bis drei Metern Abstand ist das gewollt, weil mehr Umgebung ins Bild passt. Der Preis dafür sind sichtbar verzerrte Gesichter am Bildrand.

Was 17 Minuten von 31 unterscheidet

Die Flugzeit ist der Unterschied, der sich am schnellsten bemerkbar macht.

Die Neo fliegt laut DJI 18 Minuten, mit montiertem Propellerschutz 17. Bei einer Drohne, die für Flüge in Menschennähe gebaut ist, sitzt der Schutz praktisch immer drauf. Bei der Flip ist der Ring fest verbaut, ihre 31 Minuten enthalten ihn bereits.

Realistisch planbar sind, mit Wind und Sicherheitsreserve:

Mit einer Viertelstunde fliegst Du eine geplante Szene und landest. Mit 25 Minuten suchst Du ein Motiv, probierst mehrere Anflüge und kommst in Ruhe zurück.

Die Fly More Combos gleichen das teilweise aus: Beide bringen drei Akkus, die Flip kommt damit auf 93 Minuten, die Neo auf rund 51.

Der Windwert, der auf dem Rückweg zählt

Ein Wert wird beim Kauf gern überlesen und entscheidet im Ernstfall: die Windfestigkeit.

Die Neo hält 8 m/s stand, also Windstärke 4. Ihre Eigengeschwindigkeit im Sport-Modus liegt bei ebenfalls 8 m/s. Diese beiden Zahlen zusammen ergeben ein Problem: Bei starkem Gegenwind kommt sie rechnerisch nicht mehr vom Fleck.

Die Flip hält 10,7 m/s stand und fliegt im Sport-Modus 12 m/s, mit Rückenwind bis 16. Dort bleibt in derselben Lage Reserve.

Am Wasser, an der Küste und auf Anhöhen frischt der Wind erfahrungsgemäß in der Höhe stärker auf als am Boden. Wer dort fliegt, sollte diesen Unterschied ernst nehmen.

Der Speicher, der sich nicht erweitern lässt

Die Neo hat 22 GB internen Speicher und keinen Kartenschacht. Das reicht bei 75 Mbit/s für rund 40 Minuten 4K-Material, also für etwa zweieinhalb Akkuladungen. Danach musst Du per App oder USB-C übertragen, was unterwegs Zeit und freien Handyspeicher kostet.

Die Flip hat nur 2 GB intern, nimmt dafür microSD-Karten auf. Eine 256-GB-Karte fasst bei 150 Mbit/s rund dreieinhalb Stunden und kostet wenig.

Für einen ganzen Fototag ist das der praktikablere Weg, und er lässt sich jederzeit erweitern.

Wann die Neo trotzdem die richtige Wahl ist

Der Punktestand von 6:2 sagt viel über die Technik und wenig darüber, was Du brauchst. Drei Fälle sprechen klar für die Neo*:

Das Budget. 137,00 € sind der niedrigste Preis, zu dem eine DJI-Drohne zu haben ist. Wer noch nicht weiß, ob er regelmäßig fliegen wird, verliert hier am wenigsten.

Innenräume und Menschennähe. 135 g gegen 249 g bedeuten bei einem Zusammenstoß deutlich weniger Bewegungsenergie. Für eine Drohne, die auf Familienfeiern oder in Wohnräumen fliegt, ist das ein echtes Sicherheitsargument.

Das Format. 48,5 mm flach passen in eine Jackentasche. Die Flip baut gefaltet 165 mm hoch und braucht eine Tasche mit Tiefe.

Wer die niedrige Einstiegshürde der Neo will, aber mehr Sicherheit braucht, sollte zusätzlich die DJI Neo 2 für 208,95 € prüfen. Sie erkennt Hindernisse in alle Richtungen und misst vorn per LiDAR.

Was für beide gilt

Beide Drohnen tragen eine Kamera, und daraus folgen in Deutschland dieselben Pflichten:

Ein Kompetenznachweis entfällt bei beiden, weil sie unter 250 g bleiben.

Fazit

Dieses Duell ist deutlicher als die meisten: Die Flip* gewinnt sechs von acht Runden, oft mit großem Abstand. Sechsfache Lichtmenge, vierfache Fotoauflösung, DNG-RAW, D-Log M, drei Gimbal-Achsen, fast doppelte Flugzeit, eine Windstärke mehr und ein erweiterbarer Speicher.

Wer eine Drohne kauft, um damit zu filmen und zu fotografieren, sollte die 172 € Aufpreis einplanen. Der Unterschied ist in jedem Clip sichtbar.

Wer eine Drohne kauft, um sich kurz selbst zu filmen und das Ergebnis direkt zu teilen, bekommt mit der Neo für 137,00 € genau dafür ein passendes Gerät. Sie ist leichter, flacher, sicherer in Menschennähe und kostet weniger als die Hälfte. Plane dabei die Fly More Combo für 245,00 € ein, weil erst dort die Fernsteuerung beiliegt.

Ausführlich stehen beide Modelle in unseren Rezensionen: DJI Flip und DJI Neo.

Welche der beiden passt zu dir?

Die Rundenbilanz sagt, welches Gerät technisch vorn liegt. Ob es auch das richtige für dich ist, entscheiden diese Bedingungen.

Nimm die Flip wenn …

  • Du willst Material, das eine Nachbearbeitung trägt (48 MP, DNG-RAW, D-Log M)
  • Du brauchst mehr als 20 Minuten Flugzeit am Stück
  • Du fliegst an windigen Tagen, an der Küste oder auf Anhöhen
  • Du willst den Speicher per Karte erweitern statt an 22 GB gebunden zu sein
  • Dir ist ein mechanischer Dreiachser wichtig, der den Horizont ohne Bildbeschnitt hält
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Nimm die Neo wenn …

  • Dein Budget liegt bei rund 140 bis 250 €
  • Du willst kurze Selfie-Clips für Social Media, wo 4K mit 30 Bildern genügt
  • Die Drohne soll flach in eine Jackentasche passen
  • Du fliegst viel in Innenräumen und in Menschennähe, wo 135 g sicherer sind als 249
  • Du willst zuerst herausfinden, ob Drohnenfliegen überhaupt zu Dir passt
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Preise und Varianten

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DJI Flip und DJI Neo?

Es sind zwei Geräteklassen. Die Flip ist eine Kameradrohne mit 1/1,3-Zoll-Sensor, 48 MP, DNG-RAW, mechanischem Dreiachser, D-Log M und 31 Minuten Flugzeit. Die Neo ist eine Selfiedrohne mit 1/2-Zoll-Sensor, 12 MP, nur JPEG, einachsigem Gimbal und 18 Minuten Flugzeit. Dafür wiegt sie 135 statt 249 g und kostet 137 statt 308,94 €.

Lohnt sich der Aufpreis zur DJI Flip?

Wenn Du filmen und fotografieren willst, ja. Der doppelt so große Sensor, die vierfache Fotoauflösung, DNG-RAW, die doppelte Bitrate und der mechanische Dreiachser liefern Material einer anderen Klasse. Für kurze Selfie-Clips, die direkt aus der App auf Social Media wandern, reicht die Neo, und der Aufpreis von rund 172 € bringt dort wenig sichtbaren Nutzen.

Welche der beiden fliegt länger?

Die Flip, deutlich. 31 Minuten gegen 18 laut Datenblatt, und mit montiertem Propellerschutz sinkt die Neo auf 17 Minuten. Bei der Flip ist der Schutzring fest verbaut und in den 31 Minuten enthalten. Realistisch planbar sind rund 24 bis 27 Minuten gegen 12 bis 15.

Kann die DJI Neo Hindernisse erkennen?

Nur nach unten. Ihr einziges Sichtsystem misst zwischen 0,5 und 10 m und hält die Position. Nach vorn, zur Seite und nach hinten hat sie keine Sensorik. Die Flip misst nach vorn mit einem 3D-ToF-Sensor zwischen 0,3 und 8 m, sieht seitlich und nach hinten aber ebenfalls nichts.

Brauche ich für Flip oder Neo einen Drohnenführerschein?

Nein. Die Flip wiegt rund 249 g, die Neo 135 g, beide tragen die Klassenkennzeichnung C0 und dürfen in A1 und A3 ohne Kompetenznachweis geflogen werden. Pflicht sind bei beiden die Registrierung als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt, die e-ID-Plakette am Rumpf und eine Haftpflichtversicherung.

Welche ist sicherer für Innenräume?

Die Neo, wegen des Gewichts. 135 g gegen 249 g bedeuten bei einem Zusammenstoß deutlich weniger Bewegungsenergie. Beide tragen Propellerschutz, bei der Flip fest verbaut, bei der Neo im Lieferumfang. Die Flip hat dafür die Erkennung nach vorn, die in engen Räumen hilft. Wer sehr nah an Menschen fliegt, ist mit der leichteren Neo auf der sichereren Seite.

Wie viel Speicher haben die beiden?

Die Neo hat 22 GB intern und keinen Kartenschacht, das ist die harte Obergrenze eines Flugtags und reicht bei 75 Mbit/s für rund 40 Minuten 4K-Material. Die Flip hat nur 2 GB intern, nimmt dafür microSD-Karten auf. Eine 256-GB-Karte fasst bei 150 Mbit/s rund dreieinhalb Stunden.

Braucht die DJI Neo eine Fernsteuerung?

Für kurze Flüge in der Nähe genügt das Smartphone, die Drohne startet von der Handfläche. Die volle Flugdistanz von 7 km gilt allerdings nur mit der Fernsteuerung RC-N3, und ohne sie reicht die Verbindung nur wenige Dutzend Meter. Die RC-N3 liegt der Fly More Combo für 245,00 € bei. Bei der Flip ist sie schon in der Basisversion für 308,94 € enthalten.

Welche der beiden fliegt bei Wind besser?

Die Flip. Sie hält 10,7 m/s stand, das entspricht Windstärke 5, die Neo schafft 8 m/s und damit Windstärke 4. Entscheidend ist der Rückweg: Die Neo erreicht im Sport-Modus 8 m/s Eigengeschwindigkeit und kommt gegen 8 m/s Gegenwind rechnerisch nicht mehr voran. Bei der Flip bleibt in derselben Lage Reserve.

Welche passt besser zum Selbstfilmen beim Sport?

Für reine Selfie-Clips die Neo, weil sie leichter, günstiger und mit 117,6° Bildwinkel weiter ist, was aus kurzer Distanz besser passt. Sicherheitstechnisch ist die Flip im Vorteil, weil sie nach vorn Hindernisse erkennt, was die Neo nicht kann. Wer beides will, sollte die DJI Neo 2 prüfen: Sie erkennt Hindernisse in alle Richtungen und kostet 208,95 €.

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