BetaFPV Cetus X

FPV-Whoop · BetaFPV

BetaFPV Cetus X (FPV-Whoop)

  • 95 mm Radstand mit 1103-Motoren, deutlich mehr Schub als ein 65er-Whoop
  • ExpressLRS 2,4 GHz ab Werk, kompatibel mit allen gängigen ELRS-Sendern
  • M04-Videosender mit 25 bis 400 mW, damit auch für den Außenbereich brauchbar
  • Betaflight-Flugcontroller F4 2S 15A, voll konfigurierbar und erweiterbar
  • Kamerawinkel von 0 bis 40 Grad einstellbar, von Schweben bis Tempoflug

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 5. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Drohnenklasse Modell ohne C-Kennzeichnung Details im Ratgeber
Führerschein keiner nötig, Startgewicht weit unter 250 g Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, sobald die Kamera mitfliegt Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland Details im Ratgeber
Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne im Blick behält Details im Ratgeber

Technische Daten

Fluggerät

Gewicht 55 g ohne Akku
Radstand 95 mm
Rahmen Cetus X Brushless Whoop Frame aus PA12, 360-Grad-Schutz
Motoren 1103 mit 11.000 KV
Propeller Gemfan 2020, vier Blätter
Antriebsklasse 1S bis 2S über den F4-2S-Flugcontroller

Elektronik

Flugcontroller F4 2S 15A V1.0 (Betaflight-Version)
Alternative Version Cetus BL V3 FC mit Positionshaltung und BETAFPV Configurator
Empfängerprotokoll ExpressLRS 2,4 GHz (Betaflight-Version), FrSky D8 in der Cetus-Version
Videosender M04 mit 25 bis 400 mW
Kamera C04 FPV, baugleich mit Caddx Nano Ant oder Runcam Nano 4
Kamerawinkel 0 bis 40 Grad einstellbar
Flugmodi Angle, Horizon, Air und Schildkrötenmodus
Konfiguration Betaflight Configurator

Akku und Leistung

Akku im Lieferumfang zwei BT2.0 450 mAh 1S
Empfohlener Akku BT2.0 450 mAh 1S 75C, alternativ 550 mAh
Flugzeit ca. 5 Minuten je Akku
Ladegerät BT2.0 Ladegerät mit Spannungsprüfer
Zubehör Kreuzschlitzschraubendreher, Ersatzpropeller, Typ-C-Adapter

Der BetaFPV Cetus X ist die größere und schnellere Stufe der Cetus-Reihe. Mit 95 mm Radstand, 1103-Motoren und einem Videosender bis 400 mW verlässt er den reinen Innenraum, in dem kleinere Whoops zu Hause sind. Die bei Amazon gelistete Version fliegt mit Betaflight-Flugcontroller und ExpressLRS und richtet sich damit an Piloten, die ihre Drohne selbst konfigurieren wollen. Diese Rezension ordnet ihn anhand des BetaFPV-Datenblatts und der Händlerlistung ein.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 95 mm Radstand und 1103-Motoren geben genug Schub, um auch bei leichtem Wind draußen zu fliegen
  • ExpressLRS ab Werk passt zu jedem gängigen ELRS-Sender, ein Empfängertausch entfällt
  • Der M04-Videosender regelt bis 400 mW, damit reicht das Bild deutlich weiter als bei 25-mW-Whoops
  • Betaflight als Firmware öffnet Ratenkurven, Filter und PID-Werte für eigene Anpassungen
  • Der Kamerawinkel lässt sich von 0 bis 40 Grad verstellen und damit an das Tempo anpassen
  • Zwei Akkus liegen bei, das Ladegerät mit Spannungsprüfer ebenfalls

Das spricht dagegen

  • Ohne Assistenzsysteme wie Höhenhaltung ist er als allererstes FPV-Modell zu direkt
  • 5 Minuten Flugzeit je Akku sind knapp, für eine Sitzung braucht es vier bis sechs Packs
  • Fernsteuerung und Brille fehlen im Amazon-Paket, beide Bausteine kommen als Zusatzkosten dazu
  • Die analoge C04-Kamera zeichnet nichts auf, Aufnahmen entstehen nur über den DVR der Brille
  • 400 mW Sendeleistung sind in Deutschland ohne Amateurfunkzeugnis nicht zulässig, der Sender muss heruntergeregelt werden
  • Mit 142,99 € bei Amazon liegt der Quadcopter über dem Listenpreis von 129,99 US-Dollar

Bewertung im Detail

Flugverhalten und Leistung 4,5
Antrieb und Aufbau 4,5
Kamera und Videosystem 4,0
Akku und Flugzeit 3,5
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 4,2 / 5

Die zweite Stufe der Cetus-Reihe

BetaFPV hat die Cetus-Familie als Lernpfad gebaut. Der Cetus Pro steht am Anfang: 40-mm-Propeller, Höhenhaltung, drei abgestufte Flugmodi. Der Cetus X ist die Stufe danach.

Er misst 95 mm Radstand, wiegt 55 g ohne Akku und fliegt mit 1103-Motoren bei 11.000 KV. Statt Assistenzsystemen läuft in der bei Amazon gelisteten Version Betaflight als Firmware, gesteuert über ExpressLRS. Das ist die Konfiguration, mit der auch Freestyle- und Rennmodelle arbeiten, nur in klein.

Was 95 mm Radstand ändern

Der Sprung von einem 65er-Whoop auf 95 mm klingt nach wenig und verändert das Flugverhalten deutlich.

Größere Propeller an längeren Hebelarmen erzeugen mehr Schub und wirken träger gegenüber Böen. Ein 27-Gramm-Whoop wird von jedem Luftzug versetzt, der Cetus X hält seine Linie auch dann, wenn die Luft nicht ganz still steht. Gleichzeitig steigt die Masse, was Wandkontakte härter macht. Der PA12-Rahmen mit geschlossenem Rundumschutz federt genau das ab.

Praktisch heißt das: Der Cetus X ist der erste Whoop der Reihe, der im Freien Sinn ergibt. Garage, Hinterhof, leere Parkfläche und windgeschützte Wiese sind sein Revier. Bei mehr als rund 15 km/h Wind wird der Rückflug trotzdem zur Arbeit, was der Ratgeber zum Fliegen bei Wind genauer aufschlüsselt.

ELRS und Betaflight: der Schritt in den Standard

Der wichtigste Unterschied zum Cetus Pro steckt in der Elektronik.

ExpressLRS ist das quelloffene Funkprotokoll, das im FPV-Bereich heute Standard ist. Es arbeitet mit hohen Wiederholraten bei geringer Latenz, und praktisch jeder aktuelle Sender beherrscht es. Wer den Cetus X kauft, bindet ihn an vorhandene Hardware wie die RadioMaster Pocket, die T8L oder die TX16S MK3, ohne den Empfänger zu tauschen.

Betaflight öffnet die Konfiguration. Ratenkurven, Filter, PID-Werte, Schalterbelegungen und Failsafe-Verhalten lassen sich am Rechner einstellen. Das ist zugleich der Punkt, an dem aus einem Fertigmodell ein eigenes Setup wird. BetaFPV bietet daneben eine Cetus-FC-Version mit eigener Firmware und Positionshaltung an, die einfacher zu fliegen ist und weniger Einstellmöglichkeiten bietet.

VersionFlugcontrollerFunkPositionshaltungVideosender
Betaflight (bei Amazon)F4 2S 15A V1.0ELRS 2,4 GHzneinM04, 25 bis 400 mW
Cetus FCCetus BL V3FrSky D8jaCetus V2, 25 bis 350 mW

Der Videosender und die deutsche Regel

Der M04 regelt von 25 bis 400 mW. Mehr Sendeleistung bedeutet ein stabileres Bild auf Distanz und weniger Störungen hinter Hindernissen.

Dazu gehört eine klare Einordnung: Im 5,8-GHz-Band sind in Deutschland für den allgemeinen Gebrauch 25 mW EIRP zulässig. Höhere Stufen setzen ein Amateurfunkzeugnis und den Betrieb auf entsprechenden Frequenzen voraus. Der M04 lässt sich stufenweise herunterregeln, und für Wohnung, Halle und Hinterhof reicht die kleinste Stufe ohnehin aus. Die Leistungsreserve ist damit vor allem ein Merkmal für Piloten mit Funklizenz.

Kamera und Blickwinkel

Die C04 entspricht laut BetaFPV der Caddx Nano Ant oder der Runcam Nano 4, beides verbreitete analoge FPV-Kameras. Sie liefert ein Bild an die Brille und zeichnet selbst nichts auf. Aufnahmen entstehen nur über den DVR der Brille, entsprechend grob.

Wichtiger als die Kamera ist ihre Verstellbarkeit von 0 bis 40 Grad. Der Winkel bestimmt das Tempo, das sich fliegen lässt: Je stärker die Drohne nach vorn geneigt fliegt, desto weiter muss die Kamera nach oben zeigen, damit der Horizont im Bild bleibt. Für Schweben genügen 0 bis 10 Grad, für zügiges Fliegen sind 20 bis 30 Grad üblich.

Wer Aufnahmen in brauchbarer Qualität will, braucht ein digitales System. Das beginnt in dieser Klasse beim Pavo Femto mit HD-Videosender.

Flugzeit, Akkus und Verbrauchsmaterial

Rund 5 Minuten nennt BetaFPV je 450-mAh-Akku, zwei davon liegen bei. Im zügigen Flug bleiben eher 3,5 bis 4 Minuten.

Für eine Übungssitzung von 25 Minuten braucht es also vier bis sechs Akkus und ein Mehrfachladegerät. Das ist der eigentliche Folgekostenpunkt dieser Klasse, weniger die Ersatzteile: Propeller kosten wenige Euro, der Rahmen hält viel aus. Zum sicheren Umgang mit den 1S-Zellen lohnt der Ratgeber zum LiPo-Akku richtig laden.

Alternativen im Vergleich

ModellGewichtRadstandFunkVideoPreis
BetaFPV Cetus X55 g95 mmELRS 2,4 GHzanalog, bis 400 mWca. 143 €
BetaFPV Cetus Pro33,19 g65 mmFrSky D8analog, 25 mWca. 143 €
BetaFPV Meteor75 Pro27,5 g75 mmELRS 2,4 GHzanalogca. 115 €
BetaFPV Pavo Femtoca. 58 g78 mmELRS 2,4 GHzdigital HDca. 110 €

Der Cetus Pro kostet bei Amazon dasselbe und ist das geduldigere Gerät, dafür langsamer und an FrSky D8 gebunden. Der Pavo Femto liegt preislich darunter und liefert ein digitales HD-Bild, verlangt aber eine passende Brille.

Für wen sich der Cetus X lohnt

Er passt, wenn du schweben und Kurven fliegen kannst und den nächsten Schritt suchst. ELRS, Betaflight und ein Antrieb mit Reserven ergeben einen Whoop, der drinnen wendig bleibt und draußen nicht sofort abgetrieben wird. Wer bereits einen ELRS-Sender besitzt, bekommt für 142,99 € ein flugfertiges Modell ohne weitere Anschaffungen außer Akkus.

Weniger passend ist er als allererstes Modell. Ohne Höhenhaltung verlangt er von Anfang an beide Daumen, und der Weg über den FPV-Simulator oder ein Modell mit Assistenzsystemen ist der billigere. Wie der Einstieg sinnvoll abläuft, steht im Ratgeber zum FPV-Drohne fliegen.

Fazit

Der BetaFPV Cetus X ist der Übergang vom Trainingsgerät zum echten FPV-Modell. 95 mm Radstand, 1103-Motoren mit 11.000 KV, ExpressLRS und Betaflight ergeben einen Whoop, der drinnen funktioniert und draußen erst richtig Spaß macht.

Mit 4,2 von 5 ist er in seiner Klasse stark aufgestellt, mit Abzügen für die kurze Flugzeit und den fehlenden Lieferumfang an Sender und Brille. Wer noch gar keine Ausrüstung hat, startet mit dem Cetus Pro* oder einem Komplettkit. Wer Sender und Brille schon besitzt, bekommt mit dem Cetus X* viel Drohne für den Preis.

Häufige Fragen

Was unterscheidet den Cetus X vom Cetus Pro?

Größe und Ausrichtung. Der Cetus Pro hat 40-mm-Propeller, wiegt 33 g und bringt Höhenhaltung sowie drei abgestufte Lernmodi mit. Der Cetus X misst 95 mm Radstand, wiegt 55 g, fliegt mit 1103-Motoren und der Betaflight-Firmware ohne Assistenzsysteme. Er ist die schnellere zweite Stufe für Piloten, die das Schweben bereits beherrschen.

Welche Fernsteuerung passt zum Cetus X?

Die bei Amazon gelistete Version arbeitet mit ExpressLRS auf 2,4 GHz. Damit passen alle ELRS-Sender, etwa die RadioMaster Pocket, die T8L oder die TX16S. Die alternative Cetus-FC-Version nutzt FrSky D8 und passt zur LiteRadio 2 SE aus den Cetus-Komplettpaketen.

Was bedeutet die Betaflight-Version?

BetaFPV bietet den Cetus X mit zwei Flugcontrollern an. Die Cetus-BL-V3-Version fliegt mit eigener Firmware, unterstützt Positionshaltung und wird über den BETAFPV Configurator eingestellt. Die Betaflight-Version nutzt den offenen Standard der FPV-Szene: mehr Einstellmöglichkeiten bei Raten, Filtern und PID-Werten, dafür ohne Positionshaltung.

Wie lange fliegt der Cetus X?

BetaFPV nennt rund 5 Minuten je 450-mAh-Akku. Wer viel Vollgas gibt, landet eher bei 3,5 bis 4 Minuten. Zwei Akkus liegen bei, üblich sind vier bis sechs Packs plus Mehrfachladegerät, damit eine Übungssitzung nicht nach zehn Minuten endet.

Darf man die 400 mW Sendeleistung in Deutschland nutzen?

Nein, nicht ohne Weiteres. Im 5,8-GHz-Band sind für den allgemeinen Gebrauch 25 mW EIRP zulässig. Höhere Sendeleistungen setzen ein Amateurfunkzeugnis und den Betrieb auf entsprechenden Frequenzen voraus. Der M04 lässt sich in Stufen herunterregeln, für den regulären Betrieb bleibt die 25-mW-Stufe die richtige Wahl.

Kann man den Cetus X draußen fliegen?

Ja, das ist sein eigentliches Revier. Mit 55 g, 95 mm Radstand und 1103-Motoren steht er stabiler im Wind als kleinere Whoops. Bei mehr als etwa 15 km/h Wind wird der Rückweg trotzdem anstrengend, weil die Fläche der Ducts angreift. Wie Wind auf Drohnen wirkt, steht im Ratgeber zum Fliegen bei Wind.

Braucht man für den Cetus X einen Drohnenführerschein?

Nein. Mit 55 g ohne Akku bleibt er weit unter der 250-Gramm-Grenze, damit entfällt der Kompetenznachweis in A1 und A3. Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt und Haftpflichtversicherung sind trotzdem Pflicht, weil eine Kamera mitfliegt. Beim Flug mit Brille braucht es eine zweite Person als Beobachter.

Welchen Kamerawinkel sollte man einstellen?

Der Winkel bestimmt, wie schnell du fliegen kannst, ohne den Blick zu verlieren. Für Schweben und langsames Manövrieren in Räumen genügen 0 bis 10 Grad. Für zügiges Fliegen im Freien sind 20 bis 30 Grad üblich, weil die Drohne dann nach vorn geneigt fliegt und der Horizont trotzdem im Bild bleibt. Die volle Stufe von 40 Grad gehört zum Renntempo.

Kann der Cetus X mit 2S-Akkus fliegen?

Der F4-2S-Flugcontroller ist dafür ausgelegt, im Lieferumfang liegen 1S-Akkus mit 450 mAh. Ein 2S-Pack liefert mehr Schub und mehr Tempo, erhöht aber Gewicht und Belastung von Motoren und Reglern. Für die ersten Wochen bleibt 1S die sinnvollere Konfiguration.

Cetus X oder Meteor75 Pro?

Der Meteor75 Pro ist der leichtere 65er-Whoop für drinnen, rund 27,5 g, sehr wendig auf engem Raum. Der Cetus X ist mit 95 mm und 55 g die Klasse darüber: mehr Schub, mehr Reichweite über den 400-mW-Sender und stabiler im Freien. Wer vor allem in Wohnung und Halle fliegt, nimmt den Meteor75 Pro, wer nach draußen will, den Cetus X.

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