Technische Daten
Eingang
| USB-C | 5 bis 20 V, max. 5 A, bis 100 W |
|---|---|
| Empfohlene Netzteile | DJI 100W USB-C Netzteil, DJI 65W tragbares Ladegerät, weitere USB-PD- oder PPS-Ladegeräte |
Laden
| Akkuschächte | 3 |
|---|---|
| Ladeart | nacheinander, Akku mit dem höchsten Ladestand zuerst |
| Ein Akku mit 100 W | ca. 60 min |
| Ein Akku mit 65 W | ca. 80 min |
| Drei leere Akkus mit 100 W | rechnerisch ca. 180 min, DJI nennt keinen Wert |
| Drei leere Akkus mit 65 W | rechnerisch ca. 240 min |
Energieabgabe
| USB-C-Ausgang | 5 V/3 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/5 A, 20 V/4,1 A (bis rund 82 W) |
|---|---|
| Powerbank-Betrieb | leerster Akku gibt zuerst ab, unter 7 % Restladung ist Schluss |
| Energieübertragung | vom leersten auf den vollsten Akku, Stopp unter 5 % |
| Schutz vor Tiefentladung | Prüfung alle 7 Tage, ein Akku mit 0 % wird auf 5 % angehoben |
Gehäuse
| Modell | CHX233-100 |
|---|---|
| Maße | 170,6 × 48,3 × 112,8 mm |
| Gewicht | 169 g |
| Betriebstemperatur | 5 bis 40 °C |
| Statusanzeige | eine Status-LED in Gelb, Grün und Rot |
Kompatibilität
| Passende Akkus | DJI Air 3S (BWX234-4276-14.6) und DJI Air 3 (BWX233-4241-14.76) |
|---|---|
| Lieferumfang | Ladestation, kein Netzteil |
| EAN | 6941565965455 |
| Preis im DJI Store | 69 € |
Die DJI Air 3 Serie Akkuladestation ist das Original-Ladegerät für die Akkus der DJI Air 3S und der Air 3. Sie nimmt drei Akkus auf, lädt sie aber nacheinander: Am 100-W-Netzteil ist ein Akku in rund 60 Minuten voll, drei leere Akkus brauchen rechnerisch rund drei Stunden. Ihre Stärken liegen daneben: Sie gibt als Powerbank bis zu rund 82 W ab, bündelt Restladung in einem Akku und schützt gelagerte Akkus vor Tiefentladung. Grundlage dieser Einordnung sind die Bedienungsanleitung der Ladestation, das Datenblatt der Air 3S, der deutsche DJI Store und die Amazon-Listung.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Der USB-C-Ausgang liefert bis zu rund 82 W und lädt Fernsteuerung, Smartphone oder sogar ein Notebook
- Die Energieübertragung macht aus mehreren angebrochenen Akkus einen vollen, ganz ohne Steckdose
- Alle sieben Tage prüft die Station gelagerte Akkus und schützt leere vor Tiefentladung
- Akkus von Air 3S und Air 3 passen beide, Umsteiger nutzen ihre alten Akkus weiter
- Drei Akkus sitzen sicher in einem 169 g leichten Gehäuse, praktisch für Lagerung und Transport
Das spricht dagegen
- Lädt nacheinander: Drei leere Akkus brauchen auch am 100-W-Netzteil rechnerisch rund drei Stunden
- Kein Netzteil im Lieferumfang, für das volle Tempo braucht es 100 W
- DJI nennt nur die Ladezeit für einen Akku, eine Gesamtzeit für drei Akkus fehlt in Anleitung und Datenblatt
- Eine einzige Status-LED zeigt den Zustand der Station, die Ladestände liest man an den Akkus ab
Eine Station für zwei Drohnengenerationen
Wer die DJI Air 3S mit mehr als einem Akku fliegt, landet beim Laden schnell bei dieser Station. DJI verkauft sie als Air 3 Serie Akkuladestation: Sie kam 2023 mit der Air 3 auf den Markt und lädt auch die Akkus der Air 3S. Für Umsteiger ist das bequem, alte und neue Akkus passen in dieselben drei Schächte.
Die Station ist dabei mehr als ein Ladegerät. Sie bewahrt die Akkus auf, versorgt Fernsteuerung und Smartphone als Powerbank und kann Restladung zwischen Akkus verschieben. Beim eigentlichen Laden hat sie eine klare Grenze: Sie lädt nacheinander.
Laden nacheinander: was das in Minuten heißt
Die Station beginnt mit dem Akku, der den höchsten Ladestand hat, und arbeitet sich dann zum leersten vor. Der erste Akku ist so möglichst schnell startklar, die Gesamtzeit wächst aber mit jedem weiteren Akku.
| Ladeweg | Ein Akku | Drei leere Akkus | Ladeart |
|---|---|---|---|
| Station mit DJI 100W USB-C Netzteil | ca. 60 min | rechnerisch ca. 180 min | nacheinander |
| Station mit DJI 65W Ladegerät | ca. 80 min | rechnerisch ca. 240 min | nacheinander |
| In der Drohne mit DJI 65W Ladegerät | ca. 80 min | nur einzeln | einzeln |
Eine Gesamtzeit für drei Akkus nennt DJI weder in der Anleitung noch im Datenblatt. Die Rechnung ist trotzdem eindeutig, weil immer nur ein Akku Strom bekommt. Ein Akku der Air 3S speichert 62,5 Wh und fliegt laut DJI bis zu 45 Minuten. Am 100-W-Netzteil dauert das Laden also länger als der Flug, den es ermöglicht. Für einen Drehtag mit drei Akkus heißt das: Die Akkus am Vorabend laden und tagsüber nur einen nachladen. Kapazität und Flugzeit der Akkus selbst ordnet die Rezension des Air-3S-Akkus ein.
Die Netzteil-Frage
Die Station nimmt über USB-C 5 bis 20 V bei bis zu 5 A an, also bis zu 100 W. Ein Netzteil liegt nicht bei, und auch der Einzelversion der Air 3S fehlt laut DJI Store ein Ladegerät. Wer schnell laden will, braucht also ein Netzteil mit 100 W und ein USB-C-Kabel, das 5 A verträgt.
DJI empfiehlt das eigene 100W USB-C Netzteil oder das 65W tragbare Ladegerät, andere Ladegeräte mit USB Power Delivery oder PPS funktionieren ebenfalls. Der Unterschied zwischen 65 und 100 W kostet je Akku rund 20 Minuten, bei drei Akkus rund eine Stunde. Ein Handy-Netzteil mit 20 oder 30 W lädt zwar, braucht für einen leeren Akku aber rechnerisch deutlich über zwei Stunden.
Powerbank mit bis zu 82 Watt
Die Station kann eingelegte Akkus als Stromquelle nutzen. Du steckst ein Gerät an den USB-C-Anschluss und drückst die Funktionstaste, die Status-LED leuchtet dann dauerhaft grün. Der Ausgang liefert laut Anleitung bis zu 20 V bei 4,1 A, also rund 82 W.
Das ist für eine Drohnen-Ladestation ein hoher Wert. Neben Smartphone und Fernsteuerung lädt die Station damit auch ein Tablet oder ein Notebook mit USB-C-Ladung. Sie entlädt zuerst den leersten Akku und hört bei 7 % Restladung auf. Drei volle Akkus speichern zusammen rund 187 Wh, ein Smartphone-Akku hat etwa 15 bis 20 Wh. Im Feld gilt trotzdem: Jede Wattstunde fürs Handy fehlt später in der Luft.
Energieübertragung und Schutz vor Tiefentladung
Die zweite Zusatzfunktion heißt bei DJI Stromakkumulation. Mit mindestens zwei eingelegten Akkus hältst Du die Funktionstaste gedrückt, bis die LED grün wird. Die Station verschiebt dann Ladung vom leersten auf den vollsten Akku.
Nützlich ist das nach einem Flugtag ohne Steckdose. Zwei Akkus mit je 30 % ergeben zusammen einen mit gut 55 %, weil bei der Übertragung etwas Energie verloren geht. Das reicht für einen weiteren Flug von rund 20 Minuten. Der Vorgang stoppt, wenn der empfangende Akku voll ist, der abgebende unter 5 % fällt, ein Netzteil oder Gerät angesteckt wird oder die Temperatur länger als 15 Minuten außerhalb des Bereichs liegt.
Eine dritte Funktion läuft ohne Zutun: Die Station prüft eingelegte Akkus alle sieben Tage. Steht einer bei 0 %, lädt ein vollerer Akku ihn auf 5 % auf. Damit schützt sie gelagerte Akkus vor Tiefentladung, die einen Lithium-Akku dauerhaft schädigen kann. DJI empfiehlt deshalb, die Akkus in der Station aufzubewahren.
Bedienung und Statusanzeige
Die Station hat eine Funktionstaste und eine einzelne Status-LED:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| dauerhaft Gelb | Leerlauf |
| Grün pulsierend | Laden oder Energieübertragung |
| dauerhaft Grün | alle Akkus voll oder Powerbank aktiv |
| Gelb blinkend | Akkutemperatur zu hoch oder zu niedrig, die Station macht von selbst weiter |
| dauerhaft Rot | Fehler bei Stromversorgung oder Akku |
Den Ladestand der einzelnen Akkus zeigen deren eigene LEDs, ein kurzer Druck auf die Funktionstaste ruft ihn nach einer Energieübertragung ab. Was die Blinkcodes an den Akkus bedeuten, erklärt der Ratgeber zum blinkenden DJI-Akku. Laut Anleitung gehört die Station beim Laden auf eine flache, stabile und gut belüftete Unterlage, die Metallkontakte in den Schächten sollen sauber und trocken bleiben.
Gewicht und Transport
Die Station misst 170,6 × 48,3 × 112,8 mm und wiegt 169 g. Mit drei Akkus zu je rund 247 g kommt das Paket auf gut 900 g, mehr als die Drohne selbst mit 724 g. In der Fototasche ist das ein spürbarer Posten, dafür sitzen die Akkus geschützt und geordnet.
Für Flugreisen gilt: Die Akkus haben je 62,5 Wh und bleiben damit unter der 100-Wh-Grenze, sie gehören aber ins Handgepäck. Die Station selbst ist dabei unkritisch, sie enthält keinen eigenen Akku.
Alternativen im Vergleich
Die Station passt nur zur Air-3-Serie. Die Tabelle ordnet sie im DJI-Ladezubehör ein:
| Station | Akkus | Ladeart | Ausgang | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Air 3 Serie Akkuladestation | 3 | nacheinander | bis rund 82 W | 66,98 € | 3,5 / 5 |
| Mavic 4 Pro Parallele Ladestation | 3 | gleichzeitig mit 240 W | bis 60 W | 82,99 € | 3,7 / 5 |
| Mini 5 Pro Zweiwege-Ladestation | k. A. | weist DJI nicht aus | bis 30 W | 36,78 € | 3,7 / 5 |
| Flip Parallel-Ladestation | 2 | gleichzeitig | bis 30 W | 42,68 € | 3,8 / 5 |
Amazon-Preise: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details
Beim Ausgang liegt die Air-3-Station vorn, beim Laden hinter den Stationen von Mavic 4 Pro und Flip, die mehrere Akkus gleichzeitig füllen. Parallel-Ladegeräte von Drittanbietern für die Air 3S gibt es bei Amazon ebenfalls. Sie brauchen meist ein eigenes, stärkeres Netzteil und verzichten auf die Funktionen der DJI-Station wie den Tiefentladeschutz.
Für wen sich die Station lohnt
Für Besitzer der Einzelversion mit zwei oder drei Akkus ist die Station die logische Ergänzung, zusammen mit einem 100-W-Netzteil. Einen Akku in der Drohne zu laden dauert mit dem 65-W-Ladegerät genauso lange wie in der Station, ab dem zweiten Akku spart sie aber das ständige Umstecken.
Für Besitzer der Fly More Combo ist die Station schon vorhanden. Hier lohnt allenfalls ein 100-W-Netzteil, falls bisher ein schwächeres im Einsatz ist.
Wer von der Air 3 umsteigt, besitzt die Station meist bereits. Sie lädt die Akkus der Air 3S ohne Einschränkung.
Fazit
Die DJI Air 3 Serie Akkuladestation ist ein gut durchdachtes Original-Ladegerät für die Air 3S: drei Schächte, 82 W Powerbank-Leistung, Energieübertragung und ein automatischer Schutz vor Tiefentladung, dazu passend für die Akkus der Air 3.
Die 3,5 von 5 kostet das Laden selbst. Die Station füllt immer nur einen Akku, drei leere Akkus brauchen auch am 100-W-Netzteil rund drei Stunden, und das Netzteil muss man extra kaufen. Wer am Vorabend lädt, kommt damit gut zurecht und bekommt mit der Air 3 Serie Akkuladestation bei Amazon* ein praktisches Zubehör für Lagerung und Feld.
Häufige Fragen
Welches Ladegerät braucht die DJI Air 3S?
Am schnellsten lädt die Air 3S in der Akkuladestation mit dem DJI 100W USB-C Netzteil, ein Akku ist dann in rund 60 Minuten voll. Mit dem DJI 65W Ladegerät dauert es rund 80 Minuten, in der Station und in der Drohne. Der Einzelversion der Air 3S liegt laut DJI Store kein Netzteil bei, auch die Station wird ohne Netzteil verkauft.
Lädt die Ladestation der Air 3S mehrere Akkus gleichzeitig?
Nein. Sie nimmt drei Akkus auf und lädt sie nacheinander, zuerst den mit dem höchsten Ladestand. So ist der erste Akku möglichst früh startklar. Gleichzeitiges Laden beherrscht die Station nicht, auch nicht an einem stärkeren Netzteil.
Wie lange dauert es, drei Akkus der Air 3S zu laden?
Eine Gesamtzeit nennt DJI nicht. Rechnerisch sind es bei drei leeren Akkus rund 180 Minuten mit dem 100-W-Netzteil und rund 240 Minuten mit dem 65-W-Ladegerät. Mit halb vollen Akkus geht es entsprechend schneller, weil die Station jeden Akku nur so weit lädt, wie er leer ist.
Passen die Akkus der Air 3 in die Ladestation der Air 3S?
Ja. Die Station heißt bei DJI Air 3 Serie Akkuladestation, das Datenblatt der Anleitung nennt den Akku der Air 3, der DJI Store führt Air 3S und Air 3 als kompatibel. Akkus beider Modelle lassen sich gemischt einsetzen. Beim Fliegen gilt eine Einschränkung: Der Air-3-Akku ist rund 20 g schwerer und hebt die Air 3S rechnerisch über ihre höchstzulässige Startmasse von 740 g.
Kann die Ladestation der Air 3S als Powerbank dienen?
Ja. Du steckst ein Gerät an den USB-C-Anschluss und drückst die Funktionstaste, die Status-LED leuchtet dann dauerhaft grün. Laut Anleitung gibt der Ausgang bis zu 20 V bei 4,1 A ab, also rund 82 W. Die Station entlädt zuerst den leersten Akku, unter 7 % Restladung gibt ein Akku keinen Strom mehr ab.
Wie funktioniert die Energieübertragung zwischen den Akkus?
Mit mindestens zwei eingelegten Akkus hältst Du die Funktionstaste gedrückt, bis die LED grün wird. Die Station überträgt dann Ladung vom leersten auf den vollsten Akku. Der Vorgang endet, wenn der empfangende Akku voll ist, der abgebende unter 5 % fällt, ein Netzteil oder Gerät angeschlossen wird oder ein Akku entnommen wird.
Was bedeuten die LED-Farben der Ladestation?
Dauerhaft Gelb heißt Leerlauf. Pulsierendes Grün zeigt Laden oder Energieübertragung an, dauerhaftes Grün volle Akkus oder den Powerbank-Betrieb. Gelbes Blinken meldet eine zu hohe oder zu niedrige Akkutemperatur, die Station macht dann von selbst weiter. Dauerhaft Rot bedeutet einen Fehler bei Stromversorgung oder Akku, dann Akkus neu einsetzen oder das Netzteil neu verbinden.
Ist die Ladestation bei der Air 3S Fly More Combo dabei?
Ja. Die Fly More Combo enthält laut DJI Store zwei zusätzliche Akkus, die Akkuladestation, ein ND-Filterset, eine Umhängetasche und Ersatzpropeller. Wer die Einzelversion besitzt und nachrüsten will, kauft die Station einzeln, im DJI Store kostet sie 69 €.
Kann man die Akkus in der Ladestation aufbewahren?
DJI empfiehlt das ausdrücklich. Die Station prüft die eingelegten Akkus alle sieben Tage. Fällt einer auf 0 %, lädt ein vollerer Akku ihn auf 5 % auf, damit er nicht tiefentladen liegen bleibt. Für längere Pausen gilt trotzdem: kühl und trocken lagern und alle drei Monate einmal voll laden.
Reicht ein normales Handy-Netzteil für die Ladestation?
Es funktioniert, solange es USB Power Delivery oder PPS beherrscht, dauert aber deutlich länger. DJI nennt Ladezeiten nur für 100 und 65 W. Ein Akku der Air 3S speichert 62,5 Wh, an einem 30-W-Netzteil sind damit rechnerisch mehr als zwei Stunden je Akku zu erwarten.