Technische Daten
Eingänge
| USB-C | 5 bis 20 V, max. 5 A, bis 100 W |
|---|---|
| Mini-SDC | 11,2 bis 17,6 V, bis 15 A, bis 240 W |
| Empfohlene Netzteile | DJI Mavic 240W, DJI 100W USB-C, DJI 65W, weitere USB-PD- und PPS-Netzteile |
Laden
| Akkuschächte | 3 |
|---|---|
| Ausgang Akkuanschluss | 10 bis 17,2 V, bis 12 A |
| Drei Akkus mit 240 W | ca. 90 min gleichzeitig (200–240 V), ca. 110 min (100–127 V) |
| Ein Akku mit 240 W | ca. 51 min |
| Ein Akku mit 100 W | ca. 80 min, mehrere Akkus nacheinander |
| Ladereihenfolge mit 240 W | leerster Akku zuerst auf das Niveau der anderen, dann alle gemeinsam |
| Ladereihenfolge mit 100 W | vollster Akku zuerst, danach nach Ladestand |
Energieabgabe
| USB-C-Ausgang | 5 bis 20 V, max. 3 A, bis 60 W |
|---|---|
| Powerbank-Betrieb | leerster Akku gibt zuerst ab, unter 5 % Restladung ist Schluss |
| Energieübertragung | vom leersten auf den vollsten Akku |
Gehäuse
| Modell | CHX341-240 |
|---|---|
| Maße | 147 × 49 × 119 mm |
| Gewicht | ca. 176 g |
| Betriebstemperatur | 5 bis 40 °C |
| Statusanzeige | eine Status-LED in Gelb, Grün und Rot |
Kompatibilität
| Passender Akku | DJI Mavic 4 Pro Intelligent Flight Battery (BWX341-6654-14.32) |
|---|---|
| Lieferumfang | Ladestation, kein Netzteil |
Die DJI Mavic 4 Pro Parallele Ladestation lädt bis zu drei Akkus der Mavic 4 Pro und dient zugleich als Aufbewahrung und Powerbank. Ihr Tempo hängt vollständig am Netzteil: Am DJI Mavic 240W Netzteil lädt sie alle drei Akkus gleichzeitig in rund 90 Minuten, am 100-W-USB-C-Netzteil arbeitet sie sie nacheinander ab, rund 80 Minuten je Akku. Das schnelle Netzteil gehört nur zur Creator Combo und kostet einzeln deutlich mehr als die Station selbst. Grundlage dieser Einordnung sind die Anleitung der Ladestation, das Benutzerhandbuch und das Datenblatt der Mavic 4 Pro, der deutsche DJI Store und die Amazon-Listung.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Mit dem 240-W-Netzteil sind drei leere Akkus in rund 90 Minuten voll, das sind im Schnitt 30 Minuten je Akku
- Der USB-C-Ausgang liefert bis zu 60 W und lädt Fernsteuerung, Smartphone oder Tablet zügig
- Die Energieübertragung macht aus mehreren angebrochenen Akkus einen vollen, ganz ohne Steckdose
- Drei volle Akkus speichern zusammen rund 286 Wh, genug für viele Smartphone-Ladungen
- Bei Amazon kostet die Station 82,99 € und damit rund 6 € weniger als im DJI Store
Das spricht dagegen
- Paralleles Laden gibt es nur am 240-W-Netzteil, das einzeln 119,99 € kostet und nur der Creator Combo beiliegt
- Am 100-W-Netzteil der Fly More Combo lädt die Station nacheinander, drei Akkus brauchen rechnerisch rund vier Stunden
- Mit drei eingelegten Akkus wiegt die Station rund 1,17 kg und damit mehr als die Drohne selbst
- Nur der Akku der Mavic 4 Pro passt, Akkus der Mavic-3-Serie lassen sich nicht mitladen
Eine Station, zwei Geschwindigkeiten
Die Parallele Ladestation gehört zu den Zubehörteilen, die man bei der DJI Mavic 4 Pro fast zwangsläufig kauft. Ein Akku reicht zwar für eine Location, aber wer drei Akkus fliegt, will sie auch zügig wieder laden. Genau hier liegt die Besonderheit dieser Station: Sie hat zwei Eingänge, und welcher davon belegt ist, entscheidet über das Ladetempo.
Der USB-C-Eingang nimmt 5 bis 20 V bei bis zu 5 A an, also bis zu 100 W. Der Mini-SDC-Eingang ist ein DJI-eigener Anschluss für 11,2 bis 17,6 V bei bis zu 15 A und damit bis zu 240 W. Nur am zweiten Eingang lädt die Station wirklich parallel.
Laden mit 240 W: drei Akkus in 90 Minuten
Mit dem DJI Mavic 240W Netzteil läuft das Laden in zwei Phasen. Zuerst hebt die Station den leersten Akku auf den Stand der anderen, danach füllt sie alle drei gemeinsam. Laut Anleitung dauert das bei drei leeren Akkus rund 90 Minuten, ein einzelner Akku ist in rund 51 Minuten voll.
Die Rechnung dahinter: Drei Akkus der Mavic 4 Pro speichern zusammen rund 286 Wh. In 90 Minuten fließen damit im Schnitt knapp 190 W in die Zellen, dazu kommen die Wandlungsverluste. Das erklärt, warum ein 100-W-Netzteil für diesen Modus nicht reicht.
Ein Detail betrifft die Netzspannung. Die 90 Minuten gelten bei 200 bis 240 V, wie in Deutschland. An 100 bis 127 V nennt DJI rund 110 Minuten. Und wer am USB-C-Ausgang des Netzteils oder der Station gleichzeitig ein weiteres Gerät lädt, verlängert die Ladezeit der Akkus.
Laden mit 100 W: nacheinander und deutlich langsamer
Am USB-C-Eingang arbeitet die Station anders. Sie lädt zuerst den Akku mit dem höchsten Ladestand und danach die übrigen nach Ladestand. So ist der erste Akku möglichst schnell startklar, die Gesamtzeit steigt aber deutlich.
| Netzteil | Ein Akku | Drei leere Akkus | Ladeart |
|---|---|---|---|
| DJI Mavic 240W (Mini-SDC) | ca. 51 min | ca. 90 min | gleichzeitig |
| DJI 100W USB-C | ca. 80 min | rechnerisch ca. 240 min | nacheinander |
| Laden in der Drohne (max. 65 W) | ca. 115 min | nur einzeln | einzeln |
Eine Gesamtzeit für drei Akkus am 100-W-Netzteil weist DJI nicht aus. Rechnerisch ergeben drei mal 80 Minuten rund vier Stunden. Zum Vergleich: Der 100-W-Ladehub der Mavic-3-Serie braucht laut Handbuch rund 70 Minuten je Akku und lädt ebenfalls nacheinander. Mit dem 240-W-Netzteil ist die neue Station bei drei Akkus also mehr als doppelt so schnell wie die alte Lösung. Mehr zu den Akkus selbst steht in der Rezension des Mavic-4-Pro-Akkus.
Die Netzteil-Frage kostet mehr als die Station
Das zentrale Problem steckt im Lieferumfang. Die Basisversion und die Fly More Combo der Mavic 4 Pro enthalten das 100-W-USB-C-Netzteil. Die Fly More Combo bringt zwar die Ladestation mit, lädt damit aber nur nacheinander. Das 240-W-Netzteil gehört ausschließlich zur Creator Combo für 3.539 €.
Einzeln kostet das Netzteil im DJI Store 129 €, bei Amazon 119,99 €. Das ist mehr als die Station selbst mit 82,99 €. Wer beides einzeln kauft, zahlt bei Amazon zusammen rund 203 €.
Das Netzteil bringt dafür etwas mit. Es liefert bis zu 240 W insgesamt, hat ein fest angeschlossenes Mini-SDC-Kabel und zusätzlich einen USB-C-Ausgang mit bis zu 65 W für Fernsteuerung oder Smartphone. Worauf es bei Ladegeräten allgemein ankommt, erklärt der Ratgeber zum Drohnen-Akku-Ladegerät.
Powerbank mit 60 Watt
Die Station kann eingelegte Akkus als Stromquelle nutzen. Du verbindest ein Gerät mit dem USB-C-Anschluss, drückst die Funktionstaste, und die Status-LED leuchtet dauerhaft grün. Laut Anleitung liefert der Ausgang 5 bis 20 V bei bis zu 3 A, also bis zu 60 W.
Damit lädt die Station mehr als nur ein Smartphone. Die DJI RC 2, ein Tablet oder ein kleines Notebook mit USB-C-Ladung kommen ebenfalls in Frage. Die Station entlädt dabei zuerst den leersten Akku und hört bei 5 % Restladung auf.
Die Energiemenge ist beachtlich. Drei volle Akkus speichern zusammen rund 286 Wh. Ein aktuelles Smartphone hat einen Akku mit etwa 15 bis 20 Wh, selbst nach Abzug der Wandlungsverluste ergibt das rechnerisch weit über zehn Ladungen. Im Feld ist das allerdings nur sinnvoll, wenn Flugzeit übrig ist. Jede Wattstunde fürs Handy fehlt später in der Luft.
Energieübertragung zwischen den Akkus
Die zweite Zusatzfunktion heißt bei DJI Stromakkumulation. Mit mindestens zwei eingelegten Akkus hältst Du die Funktionstaste gedrückt, bis die LED grün wird. Die Station verschiebt dann Ladung vom leersten auf den vollsten Akku.
Nützlich ist das nach einem Drehtag ohne Steckdose. Zwei Akkus mit je 30 % ergeben zusammen einen mit knapp 60 %, weil bei der Übertragung etwas Energie verloren geht. Das reicht bei der Mavic 4 Pro für einen weiteren Flug von über 20 Minuten. Der Vorgang stoppt, wenn der empfangende Akku voll ist, der abgebende unter 5 % fällt, ein Netzteil angesteckt wird oder die Temperatur länger als 15 Minuten außerhalb des Bereichs liegt. Den geleerten Akku solltest Du danach zügig laden, damit er nicht tiefentladen liegen bleibt.
Bedienung und Statusanzeige
Die Station hat eine einzelne Status-LED und eine Funktionstaste. Die Farben sind schnell gelernt:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| dauerhaft Gelb | Leerlauf |
| Grün pulsierend | Laden oder Energieübertragung |
| dauerhaft Grün | alle Akkus voll oder Powerbank aktiv |
| Gelb blinkend | Temperatur von Akkus oder 240-W-Netzteil außerhalb des Bereichs |
| dauerhaft Rot | Fehler bei Stromversorgung oder Akku |
Den Ladestand der einzelnen Akkus zeigen deren eigene LEDs. Was deren Blinkcodes bedeuten, steht im Ratgeber zum blinkenden DJI-Akku. DJI empfiehlt, die Akkus in der Station aufzubewahren, damit leere Akkus rechtzeitig nachgeladen werden.
Gewicht und Transport
Die Station misst 147 × 49 × 119 mm und wiegt rund 176 g. Mit drei eingelegten Akkus zu je rund 332 g kommt das Paket auf rund 1,17 kg, mehr als die Drohne selbst mit 1.063 g. In der Fototasche ist das ein spürbarer Posten.
Für Flugreisen gilt: Die Akkus haben je 95,3 Wh und bleiben damit unter der 100-Wh-Grenze, sie gehören aber ins Handgepäck. DJI empfiehlt, sie für den Transport auf höchstens 30 % zu entladen. Die Station selbst ist dabei unkritisch. Details stehen im Ratgeber zur Drohne im Flugzeug.
Alternativen im Vergleich
Die Station passt nur zur Mavic 4 Pro. Die Tabelle ordnet sie im DJI-Ladezubehör ein:
| Station | Akkus | Eingang | Ausgang | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Mavic 4 Pro Parallele Ladestation | 3 | bis 240 W | bis 60 W | 82,99 € | 3,7 / 5 |
| Flip Parallel-Ladestation | 2 | bis 65 W | bis 30 W | 43,90 € | 3,8 / 5 |
| Mini 5 Pro Zweiwege-Ladestation | k. A. | bis 64,5 W | bis 30 W | 42,90 € | 3,7 / 5 |
| Mini-3-Serie Ladestation | 3 | bis 30 W | Powerbank | 43,69 € | 3,8 / 5 |
Die Mavic-4-Pro-Station ist die mit Abstand stärkste im Feld, sowohl beim Eingang als auch beim Ausgang. Sie ist zugleich die einzige, deren volles Tempo an einem Netzteil hängt, das teurer ist als sie selbst.
Für wen sich die Station lohnt
Für Besitzer der Basisversion mit zwei oder drei Akkus ist die Station die logische Ergänzung. Ob sich das 240-W-Netzteil dazu lohnt, hängt am Einsatz: Wer Drehtage plant und zwischendurch nachladen muss, braucht es. Wer über Nacht lädt, kommt mit dem mitgelieferten 100-W-Netzteil aus.
Für Besitzer der Fly More Combo ist die Station schon vorhanden. Hier lohnt allein der Kauf des 240-W-Netzteils, weil es die Ladezeit für drei Akkus von rund vier auf eineinhalb Stunden senkt.
Wer nur einen Akku besitzt, lädt ihn auch in der Drohne. Das dauert knapp zwei Stunden, spart aber die Station.
Fazit
Die DJI Mavic 4 Pro Parallele Ladestation ist technisch die beste Ladestation im aktuellen DJI-Programm: drei Akkus in 90 Minuten, 60 W Powerbank-Leistung und eine Energieübertragung, die unterwegs einen zusätzlichen Flug retten kann.
Die 3,7 von 5 erklären sich über das Netzteil. Das volle Tempo gibt es nur mit dem 240-W-Netzteil, das in den meisten Paketen fehlt und mehr kostet als die Station. Wer schnell laden will, plant beides zusammen ein: die Parallele Ladestation bei Amazon* und das DJI Mavic 240W Netzteil*. Wer über Nacht lädt, kommt mit der Station allein und dem vorhandenen 100-W-Netzteil gut aus.
Häufige Fragen
Wie viele Akkus lädt die DJI Mavic 4 Pro Ladestation?
Drei. Am DJI Mavic 240W Netzteil lädt sie alle drei gleichzeitig in rund 90 Minuten bei 200 bis 240 V Netzspannung. Am 100-W-USB-C-Netzteil lädt sie die Akkus nacheinander, rund 80 Minuten je Akku.
Welches Netzteil braucht die Mavic 4 Pro Ladestation?
Keines ist enthalten. Für paralleles Laden braucht sie das DJI Mavic 240W Netzteil, das über ein fest verbundenes Mini-SDC-Kabel angeschlossen wird. Am USB-C-Eingang funktionieren das DJI 100W USB-C Netzteil, das DJI 65W Ladegerät und weitere USB-PD- oder PPS-Netzteile, dann aber nur nacheinander.
Lädt die Station mit dem 100-W-Netzteil auch parallel?
Nein. Mit USB-C-Netzteilen lädt sie zuerst den Akku mit dem höchsten Ladestand und danach die übrigen nach Ladestand. Ein leerer Akku braucht so rund 80 Minuten, drei leere Akkus rechnerisch rund vier Stunden. Das ist die Konfiguration der Fly More Combo.
Kann die Mavic 4 Pro Ladestation als Powerbank dienen?
Ja. Du steckst ein Gerät an den USB-C-Anschluss und drückst die Funktionstaste, die Status-LED leuchtet dann dauerhaft grün. Die Station gibt bis zu 60 W ab und entlädt zuerst den leersten Akku. Unter 5 % Restladung gibt ein Akku keinen Strom mehr ab. Zum Laden der Akkus steckst Du das Kabel einfach neu ein.
Wie funktioniert die Energieübertragung zwischen den Akkus?
Mit mindestens zwei eingelegten Akkus hältst Du die Funktionstaste gedrückt, bis die LED grün wird. Die Station überträgt dann Ladung vom leersten auf den vollsten Akku. Der Vorgang endet, wenn der empfangende Akku voll ist, der abgebende unter 5 % fällt oder ein Netzteil angeschlossen wird. Den geleerten Akku solltest Du danach bald laden.
Was bedeuten die LED-Farben der Ladestation?
Dauerhaft Gelb heißt Leerlauf. Pulsierendes Grün zeigt Laden oder Energieübertragung an, dauerhaftes Grün volle Akkus oder den Powerbank-Betrieb. Gelbes Blinken meldet eine zu hohe oder zu niedrige Temperatur von Akkus oder 240-W-Netzteil. Dauerhaft Rot bedeutet einen Fehler bei Stromversorgung oder Akku, dann Akkus neu einsetzen oder Netzteil neu verbinden.
Ist die Ladestation bei der Mavic 4 Pro Fly More Combo dabei?
Ja, die Fly More Combo enthält die Parallele Ladestation, drei Akkus und das 100-W-USB-C-Netzteil. Das 240-W-Netzteil liegt nur der Creator Combo bei. Wer die Fly More Combo besitzt und schneller laden will, kauft nur das Netzteil nach.
Passen Akkus der Mavic 3 in die Mavic 4 Pro Ladestation?
Nein. Die Station ist laut Anleitung nur für den Akku BWX341-6654-14.32 der Mavic 4 Pro ausgelegt, DJI warnt ausdrücklich vor anderen Akkumodellen. Die Mavic-3-Serie hat einen eigenen 100-W-Ladehub, der drei Akkus nacheinander lädt.
Kann man die Akkus in der Ladestation aufbewahren?
DJI empfiehlt das sogar, damit Akkus mit niedrigem Ladestand rechtzeitig nachgeladen werden. Die Station sollte dabei flach, stabil und gut belüftet stehen. Für längere Pausen gilt: kühl, trocken und alle drei Monate einmal voll laden.