Revell Go! Video Pro 2.0

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Tiefstpreis im Zeitraum: 73,99 € (15.09.2026) · Höchstpreis: 74,99 €

Kameradrohne · Revell

Revell Control Go! Video Pro 2.0 (Kameradrohne)

  • Zwei-Achsen-Gimbal für die Full-HD-Kamera, in dieser Preisklasse selten
  • 141 g Startgewicht, damit ohne Kompetenznachweis in der Kategorie A1 fliegbar
  • Bürstenlose Motoren statt der Bürstenmotoren der kleineren Revell-Modelle
  • Zwei Akkus im Karton, zusammen bis zu 30 Minuten Flugzeit
  • Faltbar, Transporttasche und Ersatzpropeller liegen bei

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 08:21 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 3. September 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Startgewicht 141 g, deutlich unter 250 g Details im Ratgeber
Führerschein unter 250 g in A1 ohne Kompetenznachweis Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, die Kamera zählt als Sensor Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland Details im Ratgeber
Drohnenklasse ohne C-Kennzeichnung, gilt als Bestandsdrohne Details im Ratgeber

Technische Daten

Fluggerät

Startgewicht 141 g
Maße aufgeklappt 170 × 190 × 55 mm
Bauform faltbar
Motoren bürstenlos
Höchstgeschwindigkeit ca. 15 km/h

Kamera

Auflösung Full HD (1080p)
Stabilisierung Zwei-Achsen-Gimbal, Neigung über die Fernsteuerung verstellbar
Livebild auf das Smartphone über die Revell-App
Speicherweg weist Revell nicht aus

Lage und Steuerung

Positionshaltung optischer Flusssensor
Satellitenortung keine
Rückkehrfunktion keine
Startfunktion Start und Landung auf Tastendruck
Headless-Modus vorhanden

Akku und Laufzeit

Akkus im Lieferumfang zwei
Flugzeit ca. 15 min je Akku, zusammen bis 30 min
Ladung USB-Ladekabel
Kapazität weist Revell nicht aus

Fernsteuerung

Funk 2,4 GHz
Halterung Smartphone-Halter integriert
Stromversorgung drei AAA-Zellen, nicht enthalten

Lieferumfang und Einstufung

Enthalten Quadrocopter, Fernsteuerung, zwei Akkus, USB-Ladekabel, Ersatzpropeller, Transporttasche
Altersempfehlung ab 14 Jahren
Artikelnummer 23805

Die Revell Control Go! Video Pro 2.0 ist die Kameradrohne, mit der Revell die Lücke zwischen Spielzeug-Quadrocopter und ernsthafter Foto-Drohne besetzt. Sie bringt einen Zwei-Achsen-Gimbal, bürstenlose Motoren und zwei Akkus für 74,99 € mit, verzichtet dafür auf Satellitenortung und alles, was daran hängt. Ihr Startgewicht von 141 Gramm hält sie rechtlich in der einfachsten Kategorie. Diese Rezension ordnet sie anhand der Revell-Angaben, der Amazon-Listung und des Abstands zu den GPS-Modellen ab 150 € ein.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Der Zwei-Achsen-Gimbal gleicht Nick- und Rollbewegungen mechanisch aus, unter 100 € ist das die Ausnahme
  • Bürstenlose Motoren laufen leiser und halten deutlich länger als die Bürstenmotoren der kleineren Revell-Modelle
  • 141 g Startgewicht bleiben klar unter 250 g, damit entfällt der Kompetenznachweis in A1
  • Zwei Akkus liegen bei, zusammen ergeben sie rund 30 Minuten Flugzeit
  • Transporttasche und Ersatzpropeller sind ebenfalls enthalten, ein Zusatzkauf entfällt
  • Die Gimbal-Neigung lässt sich im Flug über die Fernsteuerung verstellen

Das spricht dagegen

  • Keine Satellitenortung: Bei Wind driftet die Drohne, ohne dass sie selbst gegensteuert
  • Keine Rückkehrfunktion, ein Verbindungsabbruch endet ohne automatische Heimkehr
  • Der optische Flusssensor hält die Lage nur über strukturiertem Boden in geringer Höhe
  • 15 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen kaum aus, um gegen böigen Wind anzukommen
  • Revell weist weder Akkukapazität noch Reichweite der Funk- und Bildübertragung aus
  • Ob die Kamera auf eine Speicherkarte aufzeichnet, geht aus den Herstellerangaben nicht hervor
  • Die Fernsteuerung braucht drei AAA-Zellen, die nicht mitgeliefert werden

Bewertung im Detail

Kamera und Gimbal 3,5
Flugstabilität 2,5
Flugzeit 4,0
Ausstattung 2,5
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 3,3 / 5

Was diese Drohne von den kleineren Revell-Modellen trennt

Revell verkauft fünf Quadrocopter mit Kamera. Bei den meisten davon ist die Kamera eine Zugabe, festgeschraubt und ohne jede Stabilisierung. Das Video wackelt mit jeder Bewegung mit.

Die Go! Video Pro 2.0 ist der Punkt, an dem sich das ändert. Sie bringt drei Bauteile mit, die in dieser Preisklasse selten zusammenkommen: bürstenlose Motoren, einen Zwei-Achsen-Gimbal und einen optischen Flusssensor. Dazu kommen zwei Akkus, eine faltbare Bauform und eine Transporttasche. Der Preis liegt bei 74,99 €.

Wie sich die Modelle innerhalb der Reihe unterscheiden, ordnet der Überblick zu den Revell-Drohnen mit Kamera ein.

Der Gimbal ist das eigentliche Argument

Ein Zwei-Achsen-Gimbal hält die Kamera mechanisch waagerecht, während sich die Drohne bewegt. Neigt sie sich zum Vorwärtsflug nach vorn, bleibt der Horizont im Bild an derselben Stelle.

Ohne diese Mechanik kippt das Bild mit. Was Hersteller in dieser Preisklasse üblicherweise stattdessen einsetzen, ist elektronische Stabilisierung: Die Software schneidet einen Ausschnitt aus dem Sensorbild und verschiebt ihn gegen die Bewegung. Das kostet Bildwinkel und Auflösung, und bei schnellen Bewegungen bleiben Verzerrungen sichtbar.

Der Gimbal der Pro 2.0 arbeitet auf zwei Achsen, also Nicken und Rollen. Die dritte Achse, das Gieren, bleibt unstabilisiert. Bei Drehungen um die Hochachse ist der Schwenk deshalb so ruhig, wie der Pilot am Knüppel arbeitet. Zusätzlich lässt sich die Neigung im Flug über die Fernsteuerung verstellen, was den Unterschied zwischen einer Aufnahme des Bodens und einer Aufnahme der Landschaft ausmacht.

Optischer Fluss ist kein GPS

Hier liegt die wichtigste Einschränkung dieser Drohne, und sie wird beim Kauf regelmäßig übersehen.

Ein optischer Flusssensor ist eine nach unten gerichtete Kamera, die den Boden beobachtet. Verschiebt sich das Muster unter der Drohne, erkennt der Sensor die Bewegung und steuert dagegen. Über einem gemusterten Teppich oder einer Wiese mit Struktur funktioniert das gut, und die Drohne steht ruhig in der Luft.

Drei Situationen brechen dieses Verfahren:

In allen drei Fällen verhält sich die Drohne wie ein Modell ohne jede Lagehilfe: Sie treibt mit dem Wind. Eine Rückkehrfunktion gibt es nicht, ein Verbindungsabbruch endet also ohne automatische Heimkehr. Warum GPS bei Mini-Drohnen so viel ausmacht, behandelt der Ratgeber Mini-Drohne mit GPS.

Was 15 km/h in der Praxis bedeuten

Revell nennt eine Höchstgeschwindigkeit von rund 15 km/h. Das ist wenig, und es ist der zweite Grund, warum diese Drohne bei Wind an Grenzen stößt.

Windstärke 3 nach Beaufort entspricht 12 bis 19 km/h. Fliegt die Drohne bei solchem Wind vom Piloten weg, hat sie auf dem Rückweg gegen fast ihre volle Höchstgeschwindigkeit anzukämpfen. Bei Böen darüber kommt sie nicht mehr an.

Praktisch heißt das: Flüge im Freien gehören auf ruhige Tage gelegt, und der Abstand zum Piloten bleibt überschaubar. Für Aufnahmen im Garten, über einer Wiese oder auf einer Lichtung reicht das. Für Landschaftsflüge an der Küste reicht es nicht.

Die Flugzeit ist eine echte Stärke

Zwei Akkus mit je rund 15 Minuten sind für diese Preisklasse ein guter Wert. Viele Einsteigerdrohnen um 75 € kommen mit einer einzelnen Zelle auf sieben bis zehn Minuten, und der zweite Akku kostet extra.

Hier liegen beide im Karton, dazu ein USB-Ladekabel, ein Satz Ersatzpropeller und eine Transporttasche. Die Kapazität der Akkus weist Revell nicht aus, was eine Einschätzung der Ladezeit erschwert. Wer nachkaufen will, ist auf die Revell-Ersatzteile angewiesen.

Ein Detail, das beim Auspacken auffällt: Die Fernsteuerung braucht drei AAA-Zellen, die nicht beiliegen.

Wo die Angaben aufhören

Revell macht zu drei Punkten keine Angaben, die für eine Kaufentscheidung zählen.

Die Akkukapazität fehlt, damit lässt sich die Flugzeitangabe nicht nachrechnen. Die Reichweite der Fernsteuerung und der Bildübertragung wird nicht beziffert; einzelne Händler nennen 30 Meter für die Videoübertragung, was zur üblichen WLAN-Übertragung ans Smartphone passt. Und der Speicherweg der Kamera bleibt offen: Das Livebild läuft über die App, ob zusätzlich eine Speicherkarte an Bord aufzeichnet, geht aus den Herstellerangaben nicht hervor.

Dieser letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Über eine App gesicherte Videos sind typischerweise stärker komprimiert als eine Aufzeichnung an Bord, weil sie den Umweg über die Funkstrecke nehmen. Wer die Bildqualität sicher einschätzen will, klärt das vor dem Kauf beim Händler.

Alternativen im Vergleich

ModellGewichtKameraOrtungFlugzeitPreis
Revell Go! Video Pro 2.0141 gFull HD, 2-Achsen-Gimbaloptischer Fluss2 × 15 minca. 75 €
DJI Neo135 g4K, elektronisch stabilisiertGPS und optischer Flussca. 18 minca. 140 €
DJI Mini 4K246 g4K, 3-Achsen-GimbalGPS, Rückkehrfunktionca. 31 minca. 250 €
Holy Stone HS21024,8 gkeinekeine3 × 7 minca. 40 €

Der Sprung zur DJI Neo kostet rund 65 € und bringt Satellitenortung, Rückkehrfunktion und 4K. Wer im Freien fliegen und sich auf die Drohne verlassen will, findet dort den ersten sinnvollen Einstieg.

Der Sprung zur DJI Mini 4K kostet das Dreifache und bringt einen echten Drei-Achsen-Gimbal, doppelte Flugzeit und alles, was zur Sicherheit dazugehört. Sie liegt mit 246 g knapp unter der 250-Gramm-Grenze und bleibt damit rechtlich ähnlich unkompliziert.

Für wen sich die Go! Video Pro 2.0 lohnt

Sie lohnt sich als erste Kameradrohne mit begrenztem Budget. Für 75 € einen mechanischen Gimbal, bürstenlose Motoren und zwei Akkus zu bekommen, ist ein faires Angebot. Wer herausfinden will, ob Drohnenfliegen und Luftaufnahmen zum eigenen Interesse passen, riskiert hier wenig.

Sie lohnt sich außerdem für Flüge in kontrollierter Umgebung: Garten, Wiese, windstille Tage, überschaubare Entfernungen. Genau dort spielt der optische Flusssensor seine Stärke aus, und die fehlende Rückkehrfunktion fällt nicht ins Gewicht.

Weniger passend ist sie überall dort, wo die Drohne sich selbst helfen können muss. Küste, Berge, größere Höhen, Wind: Ohne GPS und ohne Rückkehrfunktion ist jeder dieser Flüge ein Risiko, das der Preisvorteil nicht aufwiegt.

Fazit

Die Revell Control Go! Video Pro 2.0 macht in ihrer Preisklasse mehr richtig als die meisten. Zwei-Achsen-Gimbal, bürstenlose Motoren, zwei Akkus und 141 g Startgewicht ergeben für 74,99 € eine Kameradrohne, die rechtlich unkompliziert bleibt und brauchbares Video liefert.

Mit 3,3 von 5 bezahlt sie das mit allem, was Satellitenortung sonst leistet. Kein GPS, keine Rückkehrfunktion, 15 km/h Höchsttempo und mehrere Datenlücken im Datenblatt setzen ihr enge Grenzen, die außerhalb von windstillen Tagen und kurzen Entfernungen schnell erreicht sind.

Wer klein anfangen und wenig ausgeben will, macht mit der Go! Video Pro 2.0* nichts falsch. Wer die Drohne draußen ernsthaft einsetzen will, legt rund 65 € drauf und bekommt mit der DJI Neo die Sicherheitsfunktionen, die hier fehlen.

Häufige Fragen

Braucht die Revell Go! Video Pro 2.0 einen Drohnenführerschein?

Nein. Mit 141 g Startgewicht liegt sie klar unter 250 g und darf in der Kategorie A1 ohne Kompetenznachweis geflogen werden. Pflicht bleiben die Registrierung als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt, weil die Kamera als Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten gilt, und eine Halterhaftpflicht für Drohnen.

Hat die Go! Video Pro 2.0 GPS?

Nein. Sie hält ihre Lage über einen optischen Flusssensor, der den Boden unter sich beobachtet. Das funktioniert über strukturiertem Untergrund und in geringer Höhe zuverlässig. Über einer einfarbigen Wiese, über Wasser, bei Dämmerung oder in größerer Höhe verliert der Sensor seinen Bezugspunkt, und die Drohne treibt mit dem Wind.

Was bringt der Zwei-Achsen-Gimbal?

Er gleicht Nick- und Rollbewegungen der Drohne mechanisch aus, sodass der Horizont im Bild waagerecht bleibt, auch wenn sich die Drohne nach vorn neigt. Ohne Gimbal kippt das Bild mit. Bei einem Preis unter 100 € ist ein mechanischer Gimbal ungewöhnlich, üblich sind dort rein elektronische Verfahren, die Auflösung kosten.

Wie lange fliegt die Revell Go! Video Pro 2.0?

Revell nennt rund 15 Minuten je Akku, und es liegen zwei Akkus bei. Zusammen ergibt das bis zu 30 Minuten in der Luft, verteilt auf zwei Flüge. Das ist für diese Klasse ein guter Wert; viele Einsteigerdrohnen dieser Preislage kommen mit einer einzelnen Zelle auf sieben bis zehn Minuten.

Kann ich mit der Go! Video Pro 2.0 bei Wind fliegen?

Nur eingeschränkt. Mit 141 g Gewicht und rund 15 km/h Höchstgeschwindigkeit fehlt ihr die Reserve, um gegen böigen Wind anzukommen. Ab etwa Windstärke 3 wird der Rückweg zum Problem, und ohne GPS steuert die Drohne selbst nicht dagegen. Für Flüge im Freien gehören ruhige Tage dazu.

Wo speichert die Kamera ihre Aufnahmen?

Das geht aus den Revell-Angaben nicht hervor. Das Livebild läuft über die App auf das Smartphone, ein Speicherkartenschacht wird in den Herstellerangaben nicht ausgewiesen. Wer die Aufnahmequalität sicher einschätzen will, sollte diesen Punkt vor dem Kauf beim Händler klären, denn über die App gespeichertes Video ist typischerweise stärker komprimiert als eine Aufzeichnung an Bord.

Was ist der Unterschied zur normalen Go! Video 2.0?

Drei Punkte. Die Pro 2.0 hat bürstenlose Motoren statt Bürstenmotoren, einen Zwei-Achsen-Gimbal statt einer starr montierten Kamera und einen optischen Flusssensor für die Lagehaltung. Dazu kommen zwei Akkus statt einem und die faltbare Bauform. Der Aufpreis liegt bei rund 24 €.

Ist die Revell Go! Video Pro 2.0 für Kinder geeignet?

Revell gibt sie ab 14 Jahren frei. Das ist weniger eine Frage der Bedienung als der Verantwortung: Registrierungspflicht, Versicherungspflicht und die Regeln zum Abstand von Personen gelten unabhängig vom Alter des Piloten. Für jüngere Kinder sind Modelle ohne Kamera die unkompliziertere Wahl, weil dort die Registrierungspflicht entfällt.

Welche Alternativen gibt es unter 150 Euro?

In dieser Preisklasse bleibt Revell weitgehend unter sich, was Kameradrohnen mit mechanischem Gimbal angeht. Oberhalb von rund 150 € beginnen Modelle mit Satellitenortung und Rückkehrfunktion, etwa die DJI Neo. Wer auf GPS Wert legt, spart besser weiter, statt in dieser Klasse zu kaufen.

Braucht die Fernsteuerung Batterien?

Ja, drei AAA-Zellen, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Das gehört zu den Punkten, die beim Auspacken überraschen, wenn niemand vorher nachgesehen hat. Die Drohne selbst wird über das mitgelieferte USB-Kabel geladen.

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