BetaFPV BetaFPV ELRS Nano Receiver

ELRS-Empfänger · BetaFPV

BetaFPV ELRS Nano Receiver (ELRS-Empfänger)

  • 0,7 g ohne Antenne bei 12 × 19 mm, gebaut für kleine FPV-Drohnen
  • SX1280 mit Verstärkerstufe, Paketrate bis 500 Hz, Telemetrie mit 100 mW
  • Dipol-T-Antenne mit U.FL-Stecker und 2 dBi im Lieferumfang
  • Ab Werk ExpressLRS 3.3.0, Updates per WLAN über den ESP8285
  • Serielles CRSF-Protokoll, belegt einen freien UART am Flugcontroller

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 29. September 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Frequenz 2,4 GHz, allgemein zugeteilt, bis 100 mW EIRP Details im Ratgeber
Firmware in der EU Variante CE_2400 mit Listen Before Talk auf Sender und Empfänger Details im Ratgeber
Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne im Blick behält Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, sobald eine Kamera mitfliegt Details im Ratgeber

Technische Daten

Elektronik

Mikrocontroller ESP8285 mit WLAN
Funkchip SX1280 mit Verstärkerstufe (2,4-GHz-Version)
Frequenzband 2,4 GHz ISM
Weitere Versionen 915 MHz und 868 MHz mit SX1276
Paketrate bis 500 Hz laut BetaFPV
Telemetrieleistung 20 dBm, entspricht 100 mW
Protokoll zum Flugcontroller CRSF, seriell über einen UART
Diversity keine, ein Funkchip und eine Antenne

Aufbau

Gewicht 0,7 g ohne Antenne
Gewicht T-Antenne 0,94 g laut BetaFPV-Angabe zur T-Antenne
Maße 12 × 19 mm
Antennenanschluss U.FL (IPEX)
Antenne Dipol in T-Form, 2 dBi, 60 mm breit
Kabellängen der Antenne 46, 80 oder 120 mm bei BetaFPV, die Amazon-Listung nennt keine Länge
Eingangsspannung 5 V

Firmware und Bedienung

Firmware ab Werk ExpressLRS 3.3.0
Bindemodus dreimal stromlos machen oder Binding Phrase
Update per WLAN oder über den Flugcontroller
Herstellerbezeichnung 01070001_1
Lieferumfang Empfänger, T-Antenne, 2 Schrumpfschläuche, 4 Silikonlitzen 30 AWG, Stiftleiste, Anleitung

Der BetaFPV ELRS Nano Receiver ist einer der meistverbauten ExpressLRS-Empfänger für kleine FPV-Drohnen. Er wiegt ohne Antenne 0,7 g, arbeitet mit einem SX1280-Funkchip samt Verstärkerstufe und bringt eine externe Dipol-Antenne mit, die den Empfang deutlich robuster macht als eine Chipantenne auf der Platine. Er richtet sich an alle, deren Flugcontroller keinen Empfänger an Bord hat: Toothpicks, 2- bis 3-Zoll-Maschinen, Eigenbauten mit digitalem Videosystem. Grundlage dieser Einordnung sind die BetaFPV-Produktangaben, die Amazon-Listung, die Dokumentation von ExpressLRS und der Vergleich mit dem ELRS Lite Receiver und dem RadioMaster RP4TD-M.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Die externe Dipol-Antenne liefert deutlich mehr Empfangsreserve als eine Chipantenne auf der Platine, hinter Bäumen und Gebäuden zählt das
  • Mit 0,7 g passt der Empfänger in praktisch jede Maschine ab Toothpick-Größe
  • Der ESP8285 bringt WLAN mit, Firmware-Updates gehen ohne Kabel und ohne Lötarbeiten
  • ExpressLRS verlangt nur einen freien UART und vier Litzen, die Einrichtung in Betaflight ist Standard
  • Günstig genug, um in jeder Drohne der Flotte einen eigenen Empfänger zu verbauen

Das spricht dagegen

  • Kein Diversity: Liegt die einzelne Antenne im Funkschatten von Akku oder Rahmen, gibt es keine zweite Chance
  • Ab Werk läuft ExpressLRS 3.3.0, wer mit einem Sender auf 4.x fliegt, muss vor dem ersten Flug flashen
  • Die T-Antenne mit 60 mm Breite ist in kleinen Rahmen schwer sauber zu verlegen und bricht bei Crashes gern am U.FL-Stecker
  • BetaFPV nennt keine Regulierungsdomäne ab Werk, für die EU ist das Flashen von CE_2400 Sache des Käufers

Bewertung im Detail

Empfangsleistung 4,0
Gewicht und Bauform 4,0
Einbau und Bedienung 4,0
Firmware und Zukunft 3,5
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Wofür es den Nano Receiver braucht

Viele kleine FPV-Drohnen tragen ihren Empfänger bereits auf der Flugsteuerung. Bei Tinywhoops wie dem Meteor65 Pro II sitzt das ELRS-Teil fest auf dem AIO-Board. Sobald aber ein Flugcontroller ohne Empfänger im Rahmen steckt, braucht die Maschine ein separates Modul, und genau das ist der BetaFPV ELRS Nano Receiver.

Typische Fälle sind Toothpicks mit 2 bis 3 Zoll, Cinewhoops mit einer DJI O4 Air Unit und Eigenbauten, bei denen der Flugcontroller nach anderen Kriterien ausgewählt wurde. Der Empfänger wiegt 0,7 g, misst 12 × 19 mm und wird über vier Litzen an einen freien UART gelötet. Warum ExpressLRS sich im FPV-Bereich durchgesetzt hat, ordnet der Vergleich ELRS vs. Crossfire ein.

Das Funkteil: SX1280 mit Verstärkerstufe

Das Herz ist der SX1280 von Semtech, der Standardchip für ExpressLRS im 2,4-GHz-Band. BetaFPV kombiniert ihn mit einer Verstärkerstufe und nennt für den Rückkanal eine Telemetrieleistung von 20 dBm, also 100 mW. Der Rückkanal trägt Werte wie Signalstärke, Link-Qualität und Akkuspannung zurück zum Sender, der daraus seine Warnungen erzeugt.

Für dich bedeutet das: Die Telemetrie reicht ungefähr so weit wie der Steuerkanal, wenn dein Sender mit 100 mW arbeitet. Die Warnung vor schwachem Signal kommt damit rechtzeitig an. Beim leichteren ELRS Lite Receiver liegt die Telemetrie bei 17 mW, dort bricht der Rückkanal früher ab als die Steuerung.

Die Paketrate gibt BetaFPV mit bis zu 500 Hz an. Welche Rate in welcher Situation sinnvoll ist und wie viel Empfindlichkeit jede Stufe kostet, zeigt der Ratgeber zur ELRS Packet Rate.

Die T-Antenne entscheidet über die Reichweite

Der wichtigste Unterschied zu Chip-Empfängern steckt im Lieferumfang: eine Dipol-Antenne in T-Form mit U.FL-Stecker. BetaFPV nennt für sie 2 dBi Gewinn, eine Breite von 60 mm und ein Gewicht von 0,94 g. Ein Balun im Gummigehäuse sorgt dafür, dass die Antenne sauber vom Koaxkabel entkoppelt ist.

Eine Dipol-Antenne strahlt rundum gleichmäßig ab, solange sie frei liegt. Sie ist einer aufgelöteten Keramikantenne in jeder Hinsicht überlegen, außer beim Gewicht und bei der Robustheit. Die Regel beim Einbau lautet: beide Arme des T möglichst weit weg von Carbon, Akku und Motorleitungen, am besten im 90-Grad-Winkel zur Antenne des Videosenders. Carbon schirmt 2,4 GHz spürbar ab.

Die Schwachstelle ist der U.FL-Stecker. Er ist auf wenige Dutzend Steckvorgänge ausgelegt und nimmt bei einem Crash die ganze Zugkraft auf, wenn die Antenne hängen bleibt. Ein Stück Schrumpfschlauch über Stecker und Kabel als Zugentlastung gehört deshalb zum Einbau dazu, der Ratgeber zur Tiny-Whoop-Antenne beschreibt das Prinzip für Videoantennen.

Einbau in vier Schritten

ExpressLRS spricht mit dem Flugcontroller über das CRSF-Protokoll, das ursprünglich von TBS Crossfire stammt. Praktisch heißt das:

  1. 5 V und Masse an die passenden Pads der Flugsteuerung.
  2. TX des Empfängers an RX des UARTs, RX an TX, also über Kreuz.
  3. In Betaflight unter Ports für diesen UART Serial RX aktivieren.
  4. Unter Receiver den seriellen Empfänger mit CRSF auswählen und die Kanäle prüfen.

Die mitgelieferten Silikonlitzen mit 30 AWG sind dünn genug für kleine Pads. Wer den Empfänger lieber steckbar halten will, nutzt die beiliegende Stiftleiste. Die Stromversorgung kommt am besten von einem eigenen, sauberen 5-V-Pad, getrennt von der Leitung des Videosenders.

Firmware 3.3.0 und der Schritt auf 4.x

Ab Werk läuft ExpressLRS 3.3.0. Das Projekt ist inzwischen bei Version 4.1 angekommen, und zwischen den Hauptversionen gibt es keine Verbindung. Wer einen Sender mit einem Modul auf 4.x fliegt, flasht den Nano Receiver also vor dem ersten Flug.

Das geht ohne Lötkolben. Der ESP8285 bringt WLAN mit: Findet der Empfänger 60 Sekunden lang keinen Sender, öffnet er einen eigenen Zugang, über den du die neue Firmware im Browser hochlädst. Der ESP8285 gehört auch zu der Hardware, die ExpressLRS mit Version 4 weiter unterstützt. Aufgegeben wurden dort die STM32-basierten Empfänger. Den kompletten Ablauf samt Binding Phrase und Regulierungsdomäne erklärt der Ratgeber zum ELRS Firmware Update.

Beim Flashen legst du auch die Regulierungsdomäne fest. Für Deutschland ist das CE_2400 mit Listen Before Talk. BetaFPV nennt nicht, welche Domäne ab Werk aufgespielt ist. Sender und Empfänger müssen hier übereinstimmen, sonst bleibt die LED stumm.

Wo der Nano an Grenzen kommt

Der Nano Receiver arbeitet mit einem Funkchip und einer Antenne. Liegt diese Antenne in einer bestimmten Fluglage im Schatten von Akku oder Rahmen, fällt das Signal ab, und es gibt keinen zweiten Empfangspfad. Diversity-Empfänger wie der RadioMaster RP4TD-M betreiben dafür zwei vollständige Funkketten und werten beide parallel aus.

Für Whoops, Toothpicks und Cinewhoops auf Sichtweite ist das kein praktisches Problem, denn die Reserve von ExpressLRS reicht dort weit über die Distanzen hinaus, die ein Beobachter noch überblickt. Relevant wird Diversity bei Flügen hinter Hindernissen und auf größere Entfernung, also bei 5-Zoll-Maschinen und im Long-Range-Bereich.

Alternativen im Vergleich

EmpfängerGewichtAntenneTelemetriePreisBewertung
BetaFPV ELRS Nano0,7 g plus 0,94 g AntenneDipol-T, U.FL100 mW22,99 €4,0 / 5
BetaFPV ELRS Lite0,46 g inklusive Antenneauf der Platine17 mW16,99 €4,1 / 5
RadioMaster RP4TD-M1 g plus Antennenzwei T-Antennen, True Diversity2 × 10 mW32,99 €4,4 / 5

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Die drei Empfänger decken drei Einsatzprofile ab. Der Lite ist die Wahl für Whoops, bei denen jedes Zehntelgramm zählt. Der Nano bringt mit der Dipol-Antenne die Reserve für draußen und bleibt dabei leicht. Der RP4TD-M kostet mehr und wiegt mehr, liefert dafür echten Diversity-Empfang für Flüge hinter Hindernissen.

Fazit

Der BetaFPV ELRS Nano Receiver ist ein solider Standardempfänger für kleine und mittlere FPV-Drohnen. Die externe Dipol-Antenne und 100 mW Telemetrie geben ihm Reserve, das WLAN des ESP8285 macht Updates bequem, und der Preis erlaubt einen eigenen Empfänger in jeder Maschine.

Die 4,0 von 5 kosten der fehlende Diversity-Empfang, die ab Werk ältere Firmware und die empfindliche Antennenverbindung.

Passend ist er, wenn du einen Toothpick, einen Cinewhoop oder eine 3-Zoll-Maschine ohne Empfänger auf dem Flugcontroller aufbaust und draußen fliegst.

Eher nicht passend ist er, wenn du einen Whoop unter 30 g ausrüstest, dann spart der Lite Receiver ein Gramm, oder wenn du hinter Hindernissen auf Distanz fliegst, dann lohnt ein Diversity-Empfänger.

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Häufige Fragen

Wie bindet man den BetaFPV ELRS Nano Receiver?

Entweder über eine Binding Phrase oder klassisch per Stromzyklus. Für den klassischen Weg machst du den Empfänger dreimal hintereinander stromlos. Blinkt die LED danach schnell doppelt, ist er im Bindemodus, dann löst du am Sender den Bindevorgang aus. Leuchtet die LED dauerhaft, ist die Verbindung hergestellt. Mit Binding Phrase entfällt dieser Schritt, weil sich Sender und Empfänger über die gemeinsame Zeichenfolge von selbst finden.

Welche Firmware hat der Nano Receiver ab Werk?

BetaFPV liefert ihn mit ExpressLRS 3.3.0 aus. Sender und Empfänger brauchen dieselbe Hauptversion. Fliegst du einen Sender mit einem 3.x-Modul, klappt die Verbindung sofort. Steht dein Sendemodul auf 4.x, flashst du den Empfänger vorher ebenfalls auf 4.x, am bequemsten über seinen WLAN-Zugang.

Wie schließe ich den ELRS Nano Receiver an den Flugcontroller an?

Mit vier Litzen: 5 V, Masse sowie TX und RX über Kreuz zu einem freien UART. Der TX-Anschluss des Empfängers geht auf RX am Flugcontroller und umgekehrt. In Betaflight aktivierst du dann unter Ports für diesen UART Serial RX und wählst unter Receiver den seriellen Empfänger mit dem Protokoll CRSF.

Wie schwer ist der Nano Receiver mit Antenne?

BetaFPV nennt 0,7 g für den Empfänger und 0,94 g für die T-Antenne. Zusammen sind das rund 1,6 g, dazu kommen ein paar Zehntelgramm für Litzen und Schrumpfschlauch. Für eine 3-Zoll-Maschine ist das vernachlässigbar, in einem Whoop unter 30 g ist der ELRS Lite Receiver mit 0,46 g inklusive Antenne die leichtere Lösung.

Nano Receiver oder Lite Receiver, welcher ist der richtige?

Der Nano Receiver mit externer Dipol-Antenne hat mehr Empfangsreserve und 100 mW Telemetrie, er passt zu Maschinen, die draußen und auf Distanz fliegen. Der Lite Receiver wiegt mit 0,46 g inklusive Antenne weniger als die Hälfte und kommt ohne abstehende Antenne aus, dafür liegt seine Telemetrie bei 17 mW. Für Whoops drinnen und im Garten reicht der Lite, für Toothpicks und Cinewhoops im Freien ist der Nano die sicherere Wahl.

Welche Paketrate schafft der Nano Receiver?

BetaFPV nennt bis zu 500 Hz für die 2,4-GHz-Version. Hohe Raten senken die Latenz, niedrige Raten erhöhen die Empfindlichkeit und damit die Reichweite. Für Freestyle und Whoops ist 250 bis 500 Hz üblich, für weite Flüge wählt man niedriger. Die Rate stellst du am Sender ein, der Empfänger folgt automatisch.

Passt der ELRS Nano Receiver zu jedem ELRS-Sender?

Zu jedem Sender mit ExpressLRS im selben Frequenzband und mit derselben Hauptversion. Die 2,4-GHz-Version bindet an 2,4-GHz-Sender wie die BetaFPV LiteRadio 3 oder die RadioMaster Pocket. Eine 868-MHz-Version des Empfängers funktioniert dagegen nur mit einem 868-MHz-Sendemodul.

Wie funktioniert das WLAN-Update beim Nano Receiver?

Findet der Empfänger nach dem Einschalten 60 Sekunden lang keinen Sender, öffnet er in der Standardeinstellung von ExpressLRS einen eigenen WLAN-Zugang namens ExpressLRS RX. Du verbindest dich mit dem Passwort expresslrs, rufst im Browser 10.0.0.1 auf und lädst dort die neue Firmware-Datei hoch. Die Datei erzeugt der ExpressLRS Configurator für das Ziel des BetaFPV Nano.

Welche Firmware-Variante ist in Deutschland richtig?

Für die EU gehört die 2,4-GHz-Variante CE_2400 mit Listen Before Talk auf Sender und Empfänger. Sie prüft vor jedem Senden, ob der Kanal frei ist, und hält die Leistung im Rahmen der EU-Grenze von 100 mW EIRP. Sender und Empfänger müssen dieselbe Variante nutzen, sonst verbinden sie sich nicht.

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