FPV-Fernsteuerung · BetaFPV

BetaFPV LiteRadio 4 (FPV-Fernsteuerung)

  • 10 Ausgangskanäle durch zwei zusätzliche Tastschalter und Trimmschalter
  • ExpressLRS auf 2,4 GHz mit 25, 50 oder 100 Milliwatt Sendeleistung
  • 2.000-mAh-Akku, in 40 Minuten geladen dank 15-Watt-Schnellladung
  • Bluetooth-Joystick-Modus für Simulatoren an PC, Tablet und Smartphone
  • Xbox-Modus für DJI Virtual Flight, rund 210 g leicht

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 10. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Regeln der Drohne richten sich nach dem Fluggerät, nicht nach dem Sender Details im Ratgeber
Frequenz 2,4 GHz, in Deutschland zulassungsfrei nutzbar Details im Ratgeber
Sendeleistung in der EU auf 100 mW EIRP begrenzt, der Sender bleibt darunter Details im Ratgeber
Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne im Blick behält Details im Ratgeber

Technische Daten

Steuerung

Kanäle 10
Gimbal Potentiometer mit verschleißfester Beschichtung
Schalter zwei zusätzliche Tastschalter, zwei Trimmschalter mit Vier-Wege-Verstellung
Trimm-Funktion Vier-Richtungs-Einstellung mit zentralem Reset
Steuermodus Mode 2 ab Werk

Funk

Protokoll ExpressLRS 2,4 GHz
Sendeleistung 25, 50 oder 100 Milliwatt, einstellbar
Modulschacht keiner, der Sender ist auf ELRS festgelegt
Konfiguration BetaFPV Configurator V2

Energie

Akku 1S LiPo mit 2.000 mAh, fest verbaut
Laufzeit 4 bis 5 Stunden bei 100 mW, über 8 Stunden bei 25 mW
Ladeleistung 15 Watt
Ladezeit 40 Minuten
Anschluss USB-C

Simulator und Maße

Bluetooth-Joystick drahtlose Verbindung zu PC, Tablet und Smartphone
Xbox-Modus für DJI Virtual Flight
Gewicht ca. 210 g
Abmessungen 172,5 × 118,5 × 72,5 mm
Enthalten Sender, Gimbal-Schutz, USB-C-Kabel, Anleitung

Der BetaFPV LiteRadio 4 ist die vierte Generation der Einsteiger-Fernsteuerung der Marke und sitzt zwischen dem reinen Simulator-Controller LiteRadio 2 SIM und den großen Sendern mit Display und Modulschacht. Er bringt zehn Kanäle, einen ExpressLRS-Sender auf 2,4 GHz und einen 2.000-mAh-Akku mit, der in 40 Minuten voll ist. Sein Zielpublikum sind Piloten, die einen Whoop oder eine kleine Freestyle-Drohne fliegen und dafür keinen Sender für 200 Euro brauchen. Grundlage dieser Einordnung sind die BetaFPV-Angaben, die Amazon-Listung und der Vergleich mit den Vorgängermodellen und den Sendern von RadioMaster.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Zehn Kanäle reichen für alle üblichen Schaltfunktionen an einem Whoop oder Freestyle-Aufbau
  • 40 Minuten Ladezeit sind ungewöhnlich kurz, ein leerer Sender ist noch vor dem Aufbau der Drohne wieder einsatzbereit
  • Der Bluetooth-Joystick-Modus verbindet drahtlos mit Simulatoren, ein Kabel entfällt
  • 210 g und 17 cm Kantenlänge passen in jeden Rucksack, ohne einen eigenen Koffer zu brauchen
  • Über 8 Stunden Laufzeit bei 25 mW decken mehrere Flugtage ohne Nachladen ab
  • Der Xbox-Modus öffnet zusätzlich DJI Virtual Flight, das sonst eigene Hardware verlangt

Das spricht dagegen

  • Die Gimbals arbeiten mit Potentiometern statt Hall-Sensoren, sie verschleißen mit der Zeit
  • Kein Modulschacht, der Sender spricht ausschließlich ExpressLRS auf 2,4 GHz
  • Es gibt kein Display, Einstellungen laufen über LED-Anzeige und Konfigurations-Software
  • 74,99 € bei Amazon stehen 44,99 US-Dollar beim Hersteller gegenüber

Bewertung im Detail

Ausstattung 4,0
Akku und Laden 5,0
Gimbal-Qualität 3,0
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Die Klasse zwischen Spielzeug und Werkzeug

FPV-Sender gibt es in drei Ausprägungen. Ganz unten stehen reine Simulator-Controller ohne Funk. Ganz oben Sender mit Farbdisplay, EdgeTX und Modulschacht für 200 Euro und mehr. Dazwischen liegt eine Klasse, die genau eine Aufgabe erfüllt: einen Whoop oder eine kleine Freestyle-Drohne fliegen, ohne Ballast.

Der LiteRadio 4 gehört in diese Mitte. Er hat einen ExpressLRS-Sender an Bord, zehn Kanäle und einen Akku, der einen Flugtag locker übersteht. Was er nicht hat, ist ebenso aufschlussreich: kein Display, kein Modulschacht, keine Hall-Gimbals.

Zehn Kanäle: was damit geht

Die auffälligste Änderung gegenüber dem LiteRadio 3 ist der Sprung von acht auf zehn Kanäle. Möglich machen ihn zwei zusätzliche Tastschalter und die neuen Trimmschalter.

In der Praxis belegt ein Whoop diese Kanäle so:

KanalFunktion
1–4Roll, Nick, Gas, Gier
5Arm (Motoren scharfschalten)
6Flugmodus (Angle, Horizon, Acro)
7Turtle-Modus (Umdrehen nach Crash)
8Beeper (Drohne wiederfinden)
9–10frei für LED, Kamerawinkel, VTX-Leistung

Mit acht Kanälen wird es an dieser Stelle eng, weil jede zusätzliche Funktion einen belegten Kanal verdrängt. Zwei Reserven sind deshalb mehr wert, als die Zahl vermuten lässt, gerade wenn später eine Drohne mit schaltbarer Sendeleistung dazukommt.

Die Trimmschalter mit Vier-Wege-Verstellung und zentralem Reset sind die zweite Neuerung. Sie korrigieren eine Drift der Drohne im Flug, und der Reset stellt die Mittelstellung mit einem Druck wieder her, statt sie zurückklicken zu müssen.

40 Minuten Ladezeit: der praktischste Wert im Datenblatt

Der Akku fasst 2.000 mAh und wird mit 15 Watt geladen. BetaFPV nennt dafür 40 Minuten.

Das klingt nach einer Randnotiz, ist im Alltag aber der Wert, der am häufigsten zählt. Ein Sender, der vor dem Flugtag leer ist, kostet sonst zwei Stunden Wartezeit. Hier reicht die Zeit, in der du die Drohne zusammensuchst, die Flugakkus lädst und den Rucksack packst.

Die Laufzeit selbst ist ebenfalls großzügig: 4 bis 5 Stunden bei 100 Milliwatt, über 8 Stunden bei 25 Milliwatt. Für einen Whoop im Innenraum genügen 25 mW vollkommen, und damit hält eine Ladung über mehrere Flugtage.

Der Kompromiss steckt in den Gimbals

Die Steuerknüppel arbeiten mit Potentiometern, nicht mit Hall-Sensoren. BetaFPV nennt eine verschleißfeste Beschichtung, was das Problem mildert, aber nicht aufhebt.

Der Unterschied ist mechanisch. Ein Potentiometer misst über einen Schleifer, der auf einer Widerstandsbahn läuft, also über echten Kontakt. Diese Bahn nutzt sich ab, und nach mehreren hundert Flugstunden zeigen sich typische Symptome: ein leichtes Zittern in der Mittelstellung oder Aussetzer bei bestimmten Knüppelpositionen.

Ein Hall-Gimbal misst berührungslos über die Position eines Magneten im Magnetfeld. Es gibt keinen Verschleiß, und die Wiederholgenauigkeit bleibt über Jahre gleich. Genau deshalb haben Sender wie die RadioMaster Pocket oder die RadioMaster T8L diese Bauart, und genau deshalb kosten sie mehr.

Für den gedachten Einsatz, also einen Whoop im Innenraum und gelegentliche Flüge im Freien, ist der Unterschied im ersten Jahr kaum zu spüren. Wer täglich fliegt, sollte den Aufpreis einkalkulieren.

Kein Modulschacht: die Festlegung auf ELRS

Der Sender spricht ausschließlich ExpressLRS auf 2,4 GHz. Ein Nano-Modulschacht, in den sich ein Sender für andere Protokolle stecken ließe, fehlt.

Das ist heute weniger einschränkend als noch vor wenigen Jahren, weil ExpressLRS sich als Standard durchgesetzt hat. Fast jeder aktuelle Whoop und die meisten Bausätze bringen ELRS-Empfänger mit, und Nachrüst-Empfänger wie der RadioMaster RP4TD-M kosten unter 35 €.

Die Grenze zeigt sich in zwei Fällen: bei älteren Drohnen mit Frsky-D8-Empfängern und bei Langstreckenaufbauten, die auf 868 oder 915 MHz senden. Beides bleibt dem LiteRadio 4 verschlossen. Sender mit Modulschacht wie die RadioMaster Nomad decken solche Szenarien ab.

Simulator: zwei Wege ohne Kabel

Der praktisch wichtigste Punkt für Einsteiger steckt in den Verbindungsoptionen. Der Sender arbeitet als Bluetooth-Joystick und verbindet sich damit drahtlos mit PC, Tablet und Smartphone.

Dazu kommt ein Xbox-Modus, in dem sich der Sender als Spielecontroller meldet. Das öffnet DJI Virtual Flight, das sonst nach DJI-eigener Hardware verlangt.

Der Rat für jeden, der neu einsteigt, bleibt derselbe: Erst üben, dann fliegen. Zwei bis drei Stunden am FPV-Simulator ersparen mehrere Sätze Propeller. Die Knüppelbewegungen sind identisch, nur der Schaden bleibt virtuell.

Preis und Einordnung

Amazon listet 74,99 €, BetaFPV nennt 44,99 US-Dollar. Der Aufschlag deckt Einfuhr, Versand und Händlermarge ab und liegt bei einem Sender in dieser Preisklasse spürbar ins Gewicht.

Innerhalb des Marktes sortiert sich der LiteRadio 4 so ein: Der LiteRadio 2 SIM für rund 39 € ist ein reiner Simulator-Controller ohne Funk. Der LiteRadio 3 liegt bei rund 51 € mit acht Kanälen. Die RadioMaster Pocket kostet mehr, bringt dafür Display, Hall-Gimbals und EdgeTX mit.

Wer bereits weiß, dass er länger dabeibleibt und mehrere Modelle verwalten wird, fährt mit einem EdgeTX-Sender besser. Wer einen einzelnen Whoop fliegt und einen Sender sucht, der einfach funktioniert, ist hier richtig.

Für wen sich der LiteRadio 4 lohnt

Er passt zu Piloten, die einen oder zwei Whoops fliegen und einen leichten, schnell einsatzbereiten Sender suchen. Auch als Zweitgerät für den Simulator und für Gäste ist er sinnvoll, weil er ohne Einarbeitung funktioniert.

Weniger passend ist er für alle, die viele Modelle mit unterschiedlichen Einstellungen verwalten, für Langstreckenflüge auf niedrigeren Frequenzen und für Vielflieger, die von Hall-Gimbals profitieren.

Fazit

Der BetaFPV LiteRadio 4 macht das Richtige an der richtigen Stelle. Zehn Kanäle, 40 Minuten Ladezeit, über 8 Stunden Laufzeit und ein drahtloser Simulatormodus ergeben einen Sender, der für Whoops und kleine Freestyle-Aufbauten keine Wünsche offenlässt.

Mit 4,0 von 5 ziehen die Potentiometer-Gimbals und der fehlende Modulschacht Punkte ab, dazu die Differenz zwischen 74,99 € bei Amazon und 44,99 US-Dollar beim Hersteller. Für den ersten eigenen Sender ist der LiteRadio 4* eine solide Wahl. Wer langfristig plant, sieht sich die RadioMaster Pocket* an.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen LiteRadio 4 und LiteRadio 3?

Der LiteRadio 4 hat zehn Kanäle statt acht, zwei zusätzliche Tastschalter und Trimmschalter mit Vier-Wege-Verstellung. Dazu kommen der 15-Watt-Schnelllader mit 40 Minuten Ladezeit und der Xbox-Modus für DJI Virtual Flight. Der LiteRadio 3 bleibt die günstigere Variante für alle, die mit acht Kanälen auskommen.

Welche Drohnen lassen sich mit dem LiteRadio 4 fliegen?

Alle Drohnen mit ExpressLRS-Empfänger auf 2,4 GHz. Das trifft auf die meisten aktuellen Whoops und Freestyle-Bausätze zu, etwa den BetaFPV Air75 II, den Meteor75 Pro oder Aufbauten mit RadioMaster-Empfängern. Drohnen mit anderen Protokollen wie Frsky D8, Crossfire oder DJI-eigenen Systemen funktionieren nicht, weil der Sender keinen Modulschacht hat.

Sind Potentiometer-Gimbals ein Problem?

Sie funktionieren gut, verschleißen aber schneller als Hall-Gimbals. Ein Potentiometer arbeitet mit einem Schleifer auf einer Widerstandsbahn, und diese Bahn nutzt sich mechanisch ab. Nach mehreren hundert Flugstunden können Aussetzer oder ein Zittern in der Mittelstellung auftreten. Hall-Gimbals messen berührungslos über ein Magnetfeld und halten deshalb praktisch unbegrenzt.

Wie lange hält der Akku des LiteRadio 4?

BetaFPV nennt 4 bis 5 Stunden bei 100 Milliwatt und über 8 Stunden bei 25 Milliwatt. Für einen Whoop im Innenraum reichen 25 mW vollkommen aus, damit deckt eine Ladung mehrere Flugtage ab. Geladen wird über USB-C mit 15 Watt, was den Sender in 40 Minuten füllt.

Funktioniert der LiteRadio 4 mit FPV-Simulatoren?

Ja, in zwei Modi. Der Bluetooth-Joystick-Modus verbindet drahtlos mit PC, Tablet und Smartphone und arbeitet mit den gängigen Simulatoren zusammen. Der Xbox-Modus meldet den Sender als Spielecontroller an und öffnet damit DJI Virtual Flight. Welche Programme sich zum Üben eignen, steht im Ratgeber zum FPV-Simulator.

Was bedeutet die einstellbare Sendeleistung von 25 bis 100 mW?

Mehr Leistung bedeutet mehr Reichweite und mehr Stromverbrauch. In der EU liegt die Grenze bei 100 Milliwatt EIRP, der Sender bleibt also innerhalb der Zulassung. Für Flüge im Zimmer oder in der Halle genügen 25 mW und die Laufzeit verdoppelt sich, für größere Distanzen im Freien schaltest du auf 100 mW.

Braucht der LiteRadio 4 ein Display?

Für den gedachten Einsatz nicht. Modell- und Kanaleinstellungen laufen über den BetaFPV Configurator V2 am Rechner, im Feld gibt eine LED-Anzeige Auskunft über Zustand und Sendeleistung. Wer mehrere Modelle mit unterschiedlichen Einstellungen verwaltet, ist mit einem Sender mit Bildschirm und EdgeTX besser bedient.

LiteRadio 4 oder RadioMaster Pocket?

Die RadioMaster Pocket kostet mehr, bringt dafür Hall-Gimbals, ein Display und die EdgeTX-Firmware mit, die deutlich mehr Einstellmöglichkeiten bietet. Der LiteRadio 4 ist leichter, günstiger und schneller einsatzbereit. Für den ersten Whoop reicht er, wer mehrere Modelle verwaltet oder später umsteigen will, fährt mit der Pocket besser.

Wie binde ich eine Drohne an den LiteRadio 4?

Über die übliche ExpressLRS-Bindung: Sender einschalten, Bindemodus aktivieren, Empfänger in den Bindemodus versetzen, meist durch mehrfaches Ein- und Ausschalten. Wichtig ist, dass Sender und Empfänger dieselbe ELRS-Hauptversion nutzen, sonst schlägt die Verbindung fehl. Bei Firmware-Unterschieden hilft ein Update über den Configurator oder das ExpressLRS-Werkzeug.

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