Technische Daten
Elektrische Daten
| Modellbezeichnung | BWX162-2453-7.38 |
|---|---|
| Kapazität | 2.453 mAh |
| Spannung | 7,38 V nominal |
| Energieinhalt | 18,1 Wh |
| Ladespannungsgrenze | 8,5 V |
| Zelltyp | Lithium-Ionen, zwei Zellen in Reihe |
Laden
| Max. Ladeleistung | 37 W |
|---|---|
| Ladezeit | 64 Minuten mit 30-W-USB-C-Netzteil, Akku in der Drohne |
| Ladetemperatur | 5 °C bis 40 °C |
| Ladewege | über die Drohne per USB-C oder über die Zwei-Wege-Ladestation |
Leistung und Gewicht
| Gewicht | ca. 80,5 g |
|---|---|
| Max. Flugzeit | 34 Minuten bei 21,6 km/h und Windstille |
| Elektronik | Überwachung von Zellspannung, Temperatur und Ladezustand |
| Selbstentladung | automatische Entladung auf Lagerniveau nach mehreren Tagen Ruhe |
Kompatibilität
| Passende Drohnen | DJI Mini 3, DJI Mini 3 Pro, DJI Mini 4 Pro |
|---|---|
| Nicht passend | Mini 2, Mini 4K, Mini 5 Pro, Neo und Flip haben eigene Akkus |
| Schwester-Variante | Intelligent Flight Battery Plus mit mehr Kapazität, hebt das Startgewicht über 249 g |
Der DJI Mini 3-Serie Intelligent Flight Battery ist der Standard-Flugakku für drei Drohnengenerationen: Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro. Er ist die leichtere der beiden verfügbaren Varianten und der einzige Weg, das Startgewicht dieser Modelle unter der 249-Gramm-Grenze zu halten. Mit 2.453 mAh bei 7,38 V speichert er 18,1 Wattstunden, DJI nennt dafür bis zu 34 Minuten Flugzeit. Die Bezeichnung "intelligent" steht für die verbaute Elektronik, die Zellspannung, Temperatur und Ladezustand überwacht und die Daten an die Drohne meldet. Grundlage dieser Einordnung sind die DJI-Angaben, die Amazon-Listung und der Vergleich mit der Plus-Variante derselben Serie.
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Ein Akku für drei Drohnengenerationen, das erhält den Wert der vorhandenen Akkus beim Modellwechsel
- 80,5 g sind der entscheidende Wert: nur mit diesem Akku bleiben Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro unter 249 Gramm
- 18,1 Wh liegen weit unter der 100-Wh-Grenze der Fluggesellschaften, der Transport im Handgepäck ist damit unkompliziert
- 64 Minuten Ladezeit am 30-Watt-Netzteil sind schnell genug, um während einer Pause nachzuladen
- Die Elektronik meldet Zellspannung und Zellzustand an die App, ein schleichender Defekt fällt früh auf
- Die automatische Entladung auf Lagerniveau schützt den Akku bei längeren Pausen ohne Zutun des Piloten
Das spricht dagegen
- 63,39 € für einen Akku mit 18,1 Wh sind ein hoher Preis, Fremdhersteller liegen deutlich darunter
- Die 34 Minuten gelten für konstante 21,6 km/h ohne Wind, im Alltag mit Schwebeflug und Kamerafahrten bleiben rund 25 Minuten
- Für den Betrieb mehrerer Akkus braucht es die separat erhältliche Ladestation, sonst wird nacheinander in der Drohne geladen
- Die Plus-Variante liefert mehr Flugzeit, hebt das Startgewicht aber über 249 g und damit in eine andere Klasse
Ein Akku, drei Drohnengenerationen
Bei Drohnen ist der Akku selten ein Bauteil, das über Modellwechsel hinweg gleich bleibt. DJI hat bei der Mini-Serie eine Ausnahme gemacht: Derselbe Intelligent Flight Battery passt an Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro.
Für Besitzer bedeutet das eine ungewöhnlich lange Nutzungsdauer. Wer 2022 mit der Mini 3 Pro angefangen hat und heute eine Mini 4 Pro fliegt, nutzt seinen Akkusatz einfach weiter. Bei einem Zubehörteil, das je Stück über 60 € kostet, ist das ein handfester Wert.
Die Grenze verläuft dort, wo DJI neue Baureihen aufgelegt hat. Mini 4K, Mini 5 Pro, Neo und Flip haben jeweils eigene Akkuformate, die untereinander nicht kompatibel sind.
80,5 Gramm: die Zahl, um die es eigentlich geht
Das interessanteste Datenblattfeld ist das Gewicht. Mit 80,5 g ist dieser Akku so ausgelegt, dass die Drohne knapp unter 249 Gramm bleibt.
Diese Grenze ist eine rechtliche Größe, keine technische. Unter 250 Gramm gelten in der EU deutlich lockerere Regeln: kein Kompetenznachweis nötig, geringere Abstände zu Personen. Darüber verschiebt sich die Drohne in die nächste Klasse, samt der zugehörigen Auflagen. Was das im Einzelnen bedeutet, steht im Ratgeber zu den Drohnenklassen C0 bis C4.
DJI bietet parallel eine Plus-Variante mit mehr Kapazität an, die genau diese Grenze reißt. Der Kompromiss ist damit klar umrissen:
| Variante | Gewicht der Drohne | Flugzeit | Klasse |
|---|---|---|---|
| Standard (dieser Akku) | unter 249 g | bis 34 min | C0-Regeln |
| Plus | über 249 g | länger | nächsthöhere Klasse |
Wer die Erleichterungen für leichte Drohnen nutzen will, hat also keine Wahl. In Deutschland ist das für die meisten Piloten der entscheidende Punkt.
Was 18,1 Wattstunden bedeuten
Der Akku speichert 2.453 mAh bei 7,38 V, was 18,1 Wattstunden ergibt. Diese Zahl ist aus zwei Gründen praktisch relevant.
Erstens für die Flugzeit: DJI nennt bis zu 34 Minuten, gemessen bei konstanten 21,6 km/h und Windstille. Diese Bedingungen sind im Alltag nie gegeben. Schwebeflug kostet mehr Energie als Vorwärtsflug, Kamerafahrten mit ständigen Richtungswechseln ebenfalls, und Wind zieht zusätzlich. Realistisch bleiben rund 25 Minuten, bei kaltem Wetter weniger.
Zweitens für Flugreisen: Die Grenze, ab der Fluggesellschaften eine Sondergenehmigung verlangen, liegt üblicherweise bei 100 Wh. Mit 18,1 Wh liegt dieser Akku weit darunter, sodass mehrere Stück im Handgepäck unproblematisch sind. Was sonst beim Transport im Flugzeug zu beachten ist, steht im entsprechenden Ratgeber.
Warum “intelligent” mehr als Marketing ist
Die Bezeichnung steht für eine Platine im Akku, die drei Dinge überwacht: Zellspannung, Temperatur und Ladezustand. Diese Daten gehen an die Drohne und von dort in die App.
Der praktische Nutzen zeigt sich beim Altern. Ein Akkupack besteht aus zwei Zellen in Reihe, und diese altern nie exakt gleich. Driften ihre Spannungen auseinander, sinkt die nutzbare Kapazität, und im schlimmsten Fall bricht die Spannung unter Last plötzlich ein. Die App zeigt beide Zellspannungen einzeln an, sodass sich ein schleichender Defekt erkennen lässt, bevor er zum Absturz führt.
Dazu kommt die automatische Entladung: Bleibt der Akku mehrere Tage ungenutzt, fährt er sich selbst auf Lagerniveau herunter. Das ist die wirksamste Maßnahme gegen Alterung, weil ein vollgeladener Lithium-Ionen-Akku schneller Kapazität verliert als ein halbvoller. Wer den Akku im Regal vergisst, bekommt diesen Schutz geschenkt.
Laden: zwei Wege, ein Netzteil
Der Akku nimmt bis zu 37 Watt an. DJI gibt 64 Minuten Ladezeit an, gemessen mit einem 30-Watt-USB-C-Netzteil und dem Akku in der Drohne.
Damit sind zwei Ladewege möglich:
- In der Drohne: USB-C-Kabel anstecken, fertig. Praktisch unterwegs, aber es lädt immer nur ein Akku.
- In der Zwei-Wege-Ladestation: Sie nimmt bis zu drei Akkus auf und lädt sie nacheinander, beginnend mit dem vollsten. Zusätzlich arbeitet sie als Powerbank und speist ein Smartphone aus den eingesteckten Akkus.
Für einen Flugtag mit drei Akkus lohnt sich die Station. Sie kostet rund 45 € extra, spart aber das ständige Umstecken und ergibt zusammen mit einer Powerbank im Rucksack eine Versorgung, die den ganzen Tag trägt.
Die Ladetemperatur von 5 °C bis 40 °C ist eine echte Einschränkung im Winter. Ein Akku, der im kalten Auto lag, lädt nicht, bis er sich erwärmt hat. Was beim Fliegen im Winter sonst zu beachten ist, steht im Ratgeber.
Der Preis und die Alternative
63,39 € für 18,1 Wattstunden sind kein günstiger Kurs. Drittanbieter bieten kompatible Akkus für teils die Hälfte an, und die Versuchung ist entsprechend groß.
Zwei Punkte sprechen dagegen. Erstens das Gewicht: Weicht ein Fremdakku um wenige Gramm nach oben ab, überschreitet die Drohne die 249-Gramm-Grenze, und der rechtliche Vorteil ist weg. Zweitens die Kommunikation: Die Anzeige von Zellspannung und Zellzustand in der App funktioniert nicht bei jedem Nachbau vollständig, und damit fällt genau die Warnfunktion aus, die einen alternden Akku früh auffallen lässt.
Bei einem Bauteil, dessen Ausfall die Drohne aus 100 Metern Höhe fallen lässt, ist der Aufpreis vertretbar. Die günstigste Variante bleibt trotzdem, die Akkus gleich im Fly-More-Set der jeweiligen Drohne zu kaufen, dort liegen sie zusammen mit Ladestation und Tasche unter dem Einzelpreis.
Wie viele Akkus sind sinnvoll?
Die Rechnung ist einfach: Jeder Akku bringt realistisch 22 bis 25 Minuten.
- Ein Akku: reicht für den schnellen Blick von oben, nicht für einen geplanten Dreh
- Zwei Akkus: rund 50 Minuten, deckt die meisten Spontaneinsätze
- Drei Akkus: rund 75 Minuten, das übliche Maß für einen Ausflug
Mehr als drei lohnen sich selten, weil die Ladestation genau drei aufnimmt und die Pausen zwischen den Flügen ohnehin zum Nachladen reichen. Weitere Faktoren, die die tatsächliche Flugzeit bestimmen, stehen im entsprechenden Ratgeber.
Für wen sich der Kauf lohnt
Sinnvoll ist der Akku für jeden Besitzer einer Mini 3, Mini 3 Pro oder Mini 4 Pro, der über den ersten Akku hinauskommen will, und als Ersatz, wenn ein vorhandener Akku nach Jahren spürbar an Kapazität verloren hat.
Weniger sinnvoll ist er für Piloten, die maximale Flugzeit suchen und die 249-Gramm-Grenze nicht brauchen, etwa weil sie ohnehin einen Kompetenznachweis besitzen. Für diesen Fall ist die Plus-Variante die passende Wahl.
Fazit
Der DJI Mini 3-Serie Intelligent Flight Battery ist ein unspektakuläres Bauteil mit einer wichtigen Eigenschaft: Er hält drei Drohnengenerationen unter der Gewichtsgrenze, die in Europa über die Flugregeln entscheidet. 2.453 mAh, 80,5 g und 64 Minuten Ladezeit ergeben ein solides Paket.
Mit 4,1 von 5 kostet vor allem der Preis von 63,39 € Punkte, dazu die Lücke zwischen den 34 Minuten aus dem Datenblatt und den rund 25 Minuten im Alltag. Wer eine Mini der dritten oder vierten Generation fliegt, kommt am Original-Akku* kaum vorbei. Ab dem zweiten Akku lohnt zusätzlich die Zwei-Wege-Ladestation*.
Häufige Fragen
Passt der Mini 3-Serie Akku in die DJI Mini 4 Pro?
Ja. DJI hat den Akku über drei Generationen beibehalten: Mini 3, Mini 3 Pro und Mini 4 Pro nutzen denselben Intelligent Flight Battery. Wer von der Mini 3 Pro auf die Mini 4 Pro wechselt, kann seine vorhandenen Akkus weiterverwenden. Bei Mini 2, Mini 4K, Mini 5 Pro, Neo und Flip sieht es anders aus, diese Modelle haben eigene Akkuformate.
Wie lange fliegt die Drohne mit diesem Akku wirklich?
DJI nennt bis zu 34 Minuten und setzt dazu die Messbedingung: konstante Geschwindigkeit von 21,6 km/h und Windstille. Im Alltag mit Schwebeflug, Kamerafahrten und Gegenwind bleiben etwa 25 Minuten übrig, bei kaltem Wetter weniger. Wer die letzten Prozent nicht ausreizt, plant realistisch mit 22 bis 25 Minuten pro Akku.
Was ist der Unterschied zum Intelligent Flight Battery Plus?
Der Plus-Akku speichert mehr Energie und verlängert die Flugzeit deutlich, wiegt dafür aber so viel mehr, dass die Drohne die 249-Gramm-Grenze überschreitet. Damit fällt sie aus der C0-Klasse heraus und die Regeln ändern sich. Wer die Erleichterungen für leichte Drohnen nutzen will, bleibt beim Standard-Akku.
Wie lade ich mehrere Akkus gleichzeitig?
Mit der Zwei-Wege-Ladestation, die bis zu drei Akkus aufnimmt und nacheinander lädt, beginnend beim vollsten. Sie kann zusätzlich als Powerbank arbeiten und ein Smartphone aus den eingesteckten Akkus versorgen. Ohne die Station lädst du jeden Akku einzeln über den USB-C-Anschluss der Drohne.
Wie lagere ich den DJI-Akku richtig?
Bei rund 50 bis 60 Prozent Ladung an einem kühlen, trockenen Ort. DJI-Akkus erledigen das teilweise selbst: Bleibt der Akku mehrere Tage ungenutzt, entlädt er sich automatisch auf Lagerniveau. Weder voll noch leer sollte er über Wochen liegen bleiben, beides beschleunigt die Alterung.
Darf ich den Akku im Flugzeug mitnehmen?
Mit 18,1 Wh liegt er weit unter der üblichen Grenze von 100 Wh, für die Fluggesellschaften keine Sondergenehmigung verlangen. Er gehört ins Handgepäck, nicht in den Koffer, und die Kontakte sollten abgeklebt oder in einer Tasche geschützt sein. Die genauen Regeln unterscheiden sich je Airline, ein Blick in deren Bestimmungen vor dem Flug lohnt sich.
Wie viele Ladezyklen hält der Akku?
DJI weist keine feste Zyklenzahl aus. Lithium-Ionen-Akkus dieser Bauart verlieren erfahrungsgemäß nach 200 bis 300 vollständigen Zyklen spürbar an Kapazität. Die Drohnen-App zeigt den Zellzustand und die Zyklenzahl an, sodass sich die Alterung nachvollziehen lässt. Sinkt die Flugzeit deutlich oder weichen die Zellspannungen voneinander ab, ist der Ersatz fällig.
Lohnen sich Akkus von Fremdherstellern?
Sie kosten teils die Hälfte, bringen aber zwei Risiken mit: Das Gewicht kann abweichen und die Drohne über 249 Gramm heben, und die Kommunikation mit der Drohnen-App funktioniert nicht immer vollständig. Bei einem Bauteil, dessen Ausfall die Drohne abstürzen lässt, ist der Aufpreis für das Original vertretbar.
Warum blinkt der Akku beim Laden?
Die LED-Reihe zeigt über Blinkmuster den Ladestand und mögliche Fehler an. Blinkende Anzeigen können auf eine zu niedrige oder zu hohe Temperatur hinweisen, weil geladen nur zwischen 5 °C und 40 °C wird. Was die einzelnen Muster bedeuten und wie sich Ladeprobleme eingrenzen lassen, steht im Ratgeber zum blinkenden DJI-Akku.
Wie viele Akkus braucht man für einen Flugtag?
Drei Akkus ergeben rund 75 Minuten realistische Flugzeit, das deckt einen Ausflug ab. Zwei reichen für den schnellen Einsatz zwischendurch. Wer plant, kauft die Akkus im Fly-More-Set der jeweiligen Drohne, dort liegen sie zusammen mit der Ladestation und der Tasche günstiger als einzeln.