Freewell Freewell All Day ND-Filterset Mini 3

ND-Filterset · Freewell

Freewell All Day ND-Filterset für die DJI Mini 3

  • Sechs Filter: ND4, ND8, ND16, ND32, ND64 und ND1000
  • Passt auf Mini 3 und Mini 3 Pro, laut Freewell nicht auf die Mini 4 Pro
  • 0,7 g je Filter: Die Mini 3 bleibt mit rechnerisch 248,7 g unter 250 g
  • Einzelschritte von 2 bis 6 Blendenstufen, dazu ND1000 für Langzeitbelichtung
  • Mit Filterbox und Mikrofasertuch, Herstellerbezeichnung FW-MN3-ALD

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 28. September 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Startmasse mit Filter Mini 3: 248 g plus 0,7 g, also 248,7 g Details im Ratgeber
Drohnenklasse C0, kein Kompetenznachweis in A1 und A3 Details im Ratgeber
Registrierung wegen der Kamera Pflicht, unabhängig vom Filter Details im Ratgeber

Technische Daten

Lieferumfang und Dämpfung

ND4 2 Blendenstufen
ND8 3 Blendenstufen
ND16 4 Blendenstufen
ND32 5 Blendenstufen
ND64 6 Blendenstufen
ND1000 rund 10 Blendenstufen
Polfilter im Set nicht enthalten
Zubehör Filterbox und Mikrofasertuch

Aufbau

Gewicht je Filter 0,7 g laut Freewell
Optik deutsches Optikglas laut Freewell, Glassorte nicht genannt
Rahmen Polycarbonat
Beschichtung staub-, kratz- und ölabweisend laut Freewell
Kompatibilität DJI Mini 3 und Mini 3 Pro
Nicht kompatibel DJI Mini 4 Pro (andere Objektivform)
Herstellerbezeichnung FW-MN3-ALD
EAN 0785698954216
Garantie lebenslang auf Herstellungsfehler laut Freewell

Passende Drohnen

DJI Mini 3 1/1,3-Zoll-CMOS mit 12 MP, 24 mm Kleinbild, feste Blende f/1,7
Video Mini 3 4K bis 30 Bilder/s, 2,7K und Full HD bis 60 Bilder/s
DJI Mini 3 Pro 1/1,3-Zoll-CMOS mit 48 MP, feste Blende f/1,7, 4K bis 60 Bilder/s
Startgewicht 248 g (Mini 3), unter 249 g (Mini 3 Pro)
Drohnenklasse C0

Das Freewell All Day Kit enthält sechs Graufilter für die DJI Mini 3 und die Mini 3 Pro. Fünf davon decken in Einzelschritten zwei bis sechs Blendenstufen ab, der sechste springt mit ND1000 auf rund zehn Stufen. Beide Drohnen filmen mit fester Blende f/1,7, der Filter ist damit das einzige Werkzeug, um die Verschlusszeit bei Tageslicht in den Bereich flüssiger Videos zu bringen. Die Rechnung zeigt eine Stärke und eine Lücke: Bei wechselhaftem Licht trifft das Set fast jede Situation, in der Mittagssonne fehlt bei 30 Bildern pro Sekunde eine Stufe zwischen ND64 und ND1000. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Freewell, die Amazon-Listung, die DJI-Datenblätter der Mini 3 und Mini 3 Pro und die Belichtungsrechnung für f/1,7.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Fünf Stufen in Einzelschritten von ND4 bis ND64 treffen bei bewölktem und wechselhaftem Licht jede Situation auf eine halbe Stufe genau
  • 0,7 g je Filter halten Mini 3 und Mini 3 Pro unter der 250-Gramm-Grenze, die Drohne bleibt in Klasse C0
  • Der ND1000 eröffnet Langzeitbelichtungen am Tag, etwa für glatt gezogenes Wasser
  • Sechs Filter samt Box und Tuch, umgerechnet nur wenige Euro je Filter
  • Freewell nennt Material, Gewicht und Beschichtung und gibt eine lebenslange Garantie auf Herstellungsfehler

Das spricht dagegen

  • Zwischen ND64 und ND1000 fehlen vier Stufen, bei 30 Bildern/s in der Mittagssonne liegt der Bedarf genau in dieser Lücke
  • Kein Polfilter im Set, Spiegelungen auf Wasser bleiben ungedämpft
  • Farbneutralität ist nur Herstellerversprechen, unabhängige Messwerte nennt Freewell nicht
  • Passt nicht auf die Mini 4 Pro, beim Drohnenwechsel ist das Set raus

Bewertung im Detail

Optik und Material 4,0
Abstufung der Reihe 3,5
Umfang des Sets 4,0
Gewicht und Klasse 4,5
Preis-Leistung 4,5

Gesamtwertung: 4,1 / 5

Eine feste Blende, sechs Filter

Die DJI Mini 3 und die DJI Mini 3 Pro teilen sich eine Kamera mit 1/1,3-Zoll-Sensor und einer festen Blende von f/1,7. Die Lichtstärke ist ein Vorteil in der Dämmerung und ein Problem am Tag: Ohne Filter bleibt der Kamera nur die Verschlusszeit, um das Licht zu bändigen, und die wird bei Sonne extrem kurz.

Das Freewell All Day Set setzt genau dort an. Es enthält sechs Graufilter: ND4, ND8, ND16, ND32 und ND64 in Einzelschritten von zwei bis sechs Blendenstufen, dazu einen ND1000 mit rund zehn Stufen. Die Filter stecken vorn auf dem Kameragehäuse, eine Box und ein Mikrofasertuch liegen bei.

Die Rechnung für f/1,7

Flüssig wirken Videos, wenn die Verschlusszeit ungefähr dem Kehrwert der doppelten Bildrate entspricht, bei 30 Bildern pro Sekunde also 1/60 s. Die Tabelle rechnet für ISO 100 und f/1,7.

LichtsituationZeit ohne FilterNötige DämpfungAus diesem Set
Bedeckt, diffuses Lichtca. 1/710 srund 3,6 StufenND8 oder ND16
Bewölkt, helle Wolkendeckeca. 1/1420 srund 4,6 StufenND16 oder ND32
Sonne mit Wolkenca. 1/2840 srund 5,6 StufenND32 oder ND64
Klarer Himmelca. 1/5670 srund 6,6 StufenND64
Praller Sonnenscheinca. 1/11340 srund 7,6 StufenLücke zwischen ND64 und ND1000

In den ersten vier Zeilen liegt immer ein Filter höchstens 0,6 Stufen neben dem Bedarf. Den Rest gleichst du über eine etwas kürzere Verschlusszeit oder eine leicht angehobene ISO aus, 1/90 s statt 1/60 s fällt bei Landschaftsaufnahmen kaum auf.

Die letzte Zeile ist die Schwachstelle. In der prallen Mittagssonne braucht die Mini 3 bei 30 Bildern pro Sekunde rund 7,6 Stufen. Der ND64 lässt dann 1/180 s übrig, ein Schwenk wirkt schon merklich härter. Der ND1000 dämpft dagegen 2,4 Stufen zu stark, die ISO müsste auf rund 500 steigen. Bei einem 1/1,3-Zoll-Sensor geht das, kostet aber Reserve in den Schatten.

Wo die Lücke verschwindet

Bei 60 Bildern pro Sekunde liegt das Ziel bei 1/120 s, und jede Zeile der Tabelle rutscht eine Stufe nach unten. Dann trifft der ND64 auch die pralle Mittagssonne bis auf 0,6 Stufen. Die Mini 3 Pro filmt 4K mit 60 Bildern, für sie passt die Reihe damit rund. Die Mini 3 schafft 60 Bilder in 2,7K und Full HD, in 4K ist bei 30 Schluss.

Für Besitzer der Mini 3, die mittags in 4K filmen, gibt es zwei Wege: das Material mit 1/180 s akzeptieren oder zusätzlich einen Filter um ND128 bis ND256 besorgen. DJI selbst bietet für die Mini-3-Serie ein Dreierset mit ND16, ND64 und ND256 an, das genau diesen Bereich abdeckt, dafür unten grober abgestuft ist. Wie ND-Stufen, Bildrate und Verschlusszeit zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zum ND-Filter für Drohnen.

0,7 Gramm und die 250-Gramm-Grenze

Bei der Mini 3 zählt jedes Gramm. Laut DJI wiegt sie startfertig 248 g, die Mini 3 Pro liegt unter 249 g. Die Grenze der Klasse C0 liegt bei 250 g, und jeder Aufsatz zählt mit.

Freewell nennt für jeden Filter 0,7 g. Die Mini 3 kommt damit rechnerisch auf 248,7 g und bleibt in der Klasse C0, ebenso die Mini 3 Pro. Das ist das stärkste Argument für ein Set, das sein Gewicht offenlegt. Welche Vorteile die Klasse C0 bringt und was trotzdem Pflicht bleibt, steht im Ratgeber zu den Regeln für C0-Drohnen.

Der DJI-Filter wiegt laut Händlerangabe 0,75 g, beide liegen also gleichauf. Freewell beschreibt zusätzlich eine Gewichtsprüfung für jeden Rahmen unter dem Namen GimbalSafe. Für den kleinen Gimbal der Mini-Klasse ist ein leichter Rahmen wichtig, weil das zusätzliche Gewicht direkt vor dem Objektiv sitzt.

Material und Verarbeitung

Laut Freewell besteht das Filterglas aus deutscher Optik, der Rahmen aus Polycarbonat. Die Beschichtung soll Staub, Kratzer und Öl abweisen und farbneutral bleiben. Eine Glassorte oder Messwerte zur Farbneutralität nennt der Hersteller nicht, die Angaben bleiben damit Herstellerversprechen.

Bei Graufiltern zeigt sich ein Farbstich am ehesten bei hohen Stufen. Der ND1000 ist darum der Filter, bei dem ein leichter Grün- oder Magentaschimmer am wahrscheinlichsten ist. Für Langzeitbelichtungen im Foto korrigierst du das mit einem Klick im Weißabgleich. Bei Videos hilft ein flaches Profil wie D-Cinelike der Mini 3 Pro, Hinweise dazu stehen im Ratgeber zum Bearbeiten von Drohnenvideos.

Freewell gibt eine lebenslange Garantie auf Herstellungsfehler. Für die Reinigung liegt ein Mikrofasertuch bei, die Box schützt die Filter im Rucksack.

Der ND1000 und die Langzeitbelichtung

Der ND1000 ist im Set der Außenseiter. Er dämpft um rund zehn Blendenstufen und verlängert die Belichtung damit um den Faktor 1.000. Bei Sonne mit Wolken wird aus 1/2.840 s rund eine Drittelsekunde.

Das reicht, um fließendes Wasser glatt zu ziehen, Verkehr zu Lichtspuren zu verwischen oder Wolken leicht zu dehnen. Die Grenze setzt die Drohne selbst: Eine Mini 3 wiegt knapp 250 g und steht im Wind nie ganz still. Bei ruhiger Luft gelingen solche Aufnahmen, bei Böen wird auch das Standbild unscharf. Wie die Mini 3 mit Wind umgeht, beschreibt der Ratgeber zum Fliegen bei Wind.

Was dem Set fehlt

Der fehlende Polfilter ist der zweite Kompromiss. Er dämpft Spiegelungen auf Wasser und Glas und gibt einem blassen Himmel mehr Farbe. Freewell bietet für die Mini 3 Kombinationen aus Grau- und Polfilter separat an, laut Hersteller mit 1,1 g je Filter, und auch damit bleibt die Drohne unter 250 g.

Die dritte Einschränkung betrifft den Drohnenwechsel. Laut Freewell passt das Set nicht auf die Mini 4 Pro, deren Objektiv anders geformt ist. Wer später umsteigt, braucht ein neues Set.

Alternativen im Vergleich

SetPassend fürFilterBereichPreisBewertung
Freewell All DayMini 3, Mini 3 Pro6ND4 bis ND100039,99 €4,1 / 5
Freewell All DayMini 5 Pro6ND16 bis ND100049,99 €3,8 / 5
K&F Concept AchtersetMini 4 Pro8ND8 bis ND256, CPL, UV46,52 €4,3 / 5
NEEWER 6er-PackMini 4K6ND4 bis ND32, CPL, UV36,49 €4,2 / 5

Amazon-Preise: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details

Mechanisch passt keines der anderen Sets auf die Mini 3, die Tabelle zeigt die Preisklasse und die unterschiedlichen Ansätze. Das Freewell-Set für die Mini 5 Pro beginnt erst bei ND16, weil deren lichtstarke f/1,8-Kamera am Tag selten weniger braucht. Das K&F-Set für die Mini 4 Pro reicht bis ND256 und bringt einen Polfilter mit. Das Mini-3-Set liegt mit seiner feinen Abstufung von ND4 bis ND64 dazwischen und ist das einzige mit ND4 und ND1000 zugleich.

Fazit

Das Freewell All Day Set ist eine günstige und leichte Filterlösung für Mini 3 und Mini 3 Pro. Fünf Einzelschritte von ND4 bis ND64 treffen bei wechselhaftem Licht fast jede Situation, 0,7 g je Filter halten die Drohne in der Klasse C0, und der ND1000 öffnet die Tür zur Langzeitbelichtung.

Die 4,1 von 5 kosten die Lücke zwischen ND64 und ND1000 und der fehlende Polfilter. Wer mit der Mini 3 mittags in 4K mit 30 Bildern filmt, landet genau in dieser Lücke.

Passend ist das Set, wenn du eine Mini 3 Pro mit 4K und 60 Bildern nutzt, bei wechselnder Bewölkung filmst oder Langzeitbelichtungen ausprobieren willst.

Eher nicht passend ist es, wenn du fast nur in praller Sonne mit 30 Bildern pro Sekunde filmst. Dann passt ein Set mit ND256 besser.

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Häufige Fragen

Welcher ND-Filter passt für die DJI Mini 3 bei Sonnenschein?

Bei klarem Himmel, 30 Bildern pro Sekunde und ISO 100 braucht die Mini 3 bei f/1,7 rund 6,6 Blendenstufen Dämpfung, dann passt der ND64 mit einer leicht kürzeren Verschlusszeit von etwa 1/90 s. In der prallen Mittagssonne sind es rund 7,6 Stufen. Der ND64 lässt dann 1/180 s übrig, der ND1000 dämpft zu stark. Filmst du mit 60 Bildern pro Sekunde, passt ND64 auch mittags nahezu genau.

Passt das Freewell-Set auf die DJI Mini 3 Pro?

Ja. Freewell nennt die Mini 3 und die Mini 3 Pro als kompatibel, beide teilen sich dieselbe Kamera mit 1/1,3-Zoll-Sensor und f/1,7. Auf die Mini 4 Pro passt das Set laut Freewell nicht, ihre Objektivform ist anders.

Bleibt die Mini 3 mit ND-Filter unter 250 Gramm?

Ja. Die Mini 3 wiegt laut DJI 248 g, mit einem 0,7 g schweren Freewell-Filter kommt sie rechnerisch auf 248,7 g. Die Mini 3 Pro liegt laut DJI unter 249 g und bleibt mit Filter ebenfalls unter 250 g. Beide behalten damit die Klasse C0, für die in A1 und A3 kein Kompetenznachweis nötig ist.

Wofür ist der ND1000 im Set gedacht?

Für Langzeitbelichtungen am Tag. Mit rund zehn Blendenstufen verlängert er die Belichtung um den Faktor 1.000: Aus 1/2.800 s bei Sonne mit Wolken wird rund eine Drittelsekunde. Das reicht, um fließendes Wasser oder Verkehr weich zu zeichnen. Ob die Drohne im Schwebeflug so lange ruhig genug steht, hängt vom Wind ab.

Warum braucht die DJI Mini 3 überhaupt ND-Filter?

Weil ihre Blende fest bei f/1,7 steht. Bei Sonne landet die Verschlusszeit ohne Filter bei 1/5.000 s und kürzer. Videos wirken dann abgehackt, weil jedes Einzelbild gestochen scharf ist. Für 30 Bilder pro Sekunde liegt das Ziel bei 1/60 s, und diesen Weg geht die Mini 3 nur über den Filter.

Was ist der Unterschied zum DJI-Set ND16/64/256?

DJI bietet für die Mini-3-Serie ein Dreierset mit ND16, ND64 und ND256 an, laut Händlerangabe 0,75 g je Filter. Es springt in Zwei-Stufen-Schritten bis acht Blendenstufen und deckt damit die Mittagssonne ab. Das Freewell-Set bietet feinere Schritte im unteren Bereich und mit ND1000 eine Stufe für Langzeitbelichtung, dafür fehlt ihm der Bereich um ND256.

Enthält das Freewell All Day Set einen Polfilter?

Nein, alle sechs Filter sind reine Graufilter. Polfilter-Kombinationen bietet Freewell für die Mini 3 separat an, laut Hersteller mit 1,1 g je Filter. Ein Polfilter dämpft Spiegelungen auf Wasser und Glas, das kann ein Graufilter nicht.

Welche ND-Stufe passt bei 60 Bildern pro Sekunde?

Bei 60 Bildern pro Sekunde liegt die Zielzeit bei 1/120 s, der Bedarf sinkt um eine Stufe. Dann passen grob: ND4 bis ND8 bei bedecktem Himmel, ND16 bei heller Wolkendecke, ND32 bei Sonne mit Wolken und ND64 bei klarem Himmel und praller Sonne. Die Mini 3 filmt 60 Bilder pro Sekunde in 2,7K und Full HD, die Mini 3 Pro auch in 4K.

Verändern die Freewell-Filter die Farben?

Freewell verspricht farbneutrale Optik aus deutschem Glas, unabhängige Messwerte zur Neutralität nennt der Hersteller nicht. Ein leichter Grün- oder Magentastich tritt bei Graufiltern vor allem bei hohen Stufen wie ND1000 auf. In der Nachbearbeitung lässt er sich korrigieren, besonders leicht bei Aufnahmen im D-Cinelike-Profil der Mini 3 Pro.

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