Fernsteuerung · DJI

DJI FPV Fernsteuerung 2 (Fernsteuerung)

  • 7 ms Steuerlatenz laut DJI, der schnellste Wert im hauseigenen FPV-Programm
  • Bis zu 9 Stunden Betriebsdauer aus dem eingebauten Akku
  • Zwei Frequenzbänder: 2,4 GHz und 5,8 GHz mit automatischem Wechsel
  • Abschraubbare Steuerknüppel, die im Gehäuse verstaut werden
  • Passt zur DJI FPV Drohne und zur ersten Avata, dazu zu Goggles 2, Integra und FPV Goggles V2

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 11. August 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne durchgehend im Blick behält Details im Ratgeber
Frequenzen 2,4 und 5,8 GHz, beide in Deutschland nutzbar Details im Ratgeber
Drohnenklasse richtet sich nach dem Fluggerät, nicht nach dem Sender Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland für jeden Drohnenflug Details im Ratgeber

Technische Daten

Übertragung

Betriebsfrequenzen 2,400 bis 2,4835 GHz und 5,725 bis 5,850 GHz
Max. Übertragungsreichweite 10 km (FCC), 6 km (CE), 6 km (SRRC), 6 km (MIC)
Steuerlatenz 7 ms
Sendeleistung 2,4 GHz (EIRP) ≤ 28,5 dBm (FCC), ≤ 20 dBm (CE)
Sendeleistung 5,8 GHz (EIRP) ≤ 31,5 dBm (FCC), ≤ 14 dBm (CE)
Bandwahl automatischer Wechsel je nach Störlage

Bedienung und Gehäuse

Bauform Gamepad-Layout mit zwei Steuerknüppeln
Steuerknüppel abschraubbar, Aufbewahrung im Gehäuse
Maße 190 × 140 × 51 mm
Gewicht 346 g
Bedienelemente sechs Tasten plus zwei Räder für Kameraneigung und Menü
Modellnummer DJIFPVCONTR2

Energie

Akku fest eingebaut, Lithium-Ionen
Betriebsdauer ca. 9 Stunden
Ladezeit 2,5 Stunden
Ladeanschluss USB-C

Kompatibilität

Drohnen DJI FPV, DJI Avata (erste Generation)
Brillen DJI FPV Goggles V2, DJI Goggles 2, DJI Goggles Integra
Nicht kompatibel DJI Avata 2, DJI Neo, DJI Goggles 3 und N3 (O4-Generation)
Garantie 2 Jahre laut Händlerangabe

Die DJI FPV Fernsteuerung 2 ist der klassische Sender im DJI-FPV-System und die Alternative zur Bewegungssteuerung für alle, die selbst fliegen und den manuellen Modus nutzen wollen. Sie steuert die DJI FPV Drohne und die erste Avata, arbeitet mit 7 ms Steuerlatenz und hält laut Datenblatt neun Stunden je Ladung durch. Ihre Grenze liegt in der Generation: Sie gehört zur O3-Ära und bleibt bei Drohnen der O4-Generation außen vor. Grundlage dieser Einordnung sind das DJI-Datenblatt, die Amazon-Listung und der Vergleich mit der Fernsteuerung 3.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 7 ms Steuerlatenz sind der niedrigste Wert, den DJI für seine FPV-Sender ausweist, und im Freestyle-Flug spürbar direkt
  • Neun Stunden Betriebsdauer überstehen jeden Flugtag, die Brille ist deutlich früher leer
  • Zwei Frequenzbänder mit automatischem Wechsel halten die Verbindung auch in funkbelasteter Umgebung stabil
  • Abschraubbare Steuerknüppel verschwinden im Gehäuse, der Sender passt flach in die Tasche
  • Die Bauform mit Gamepad-Layout liegt Einsteigern näher als ein Vollformat-Sender mit Schalterreihen

Das spricht dagegen

  • Beschränkt auf die O3-Generation: DJI Avata 2, Neo und alle Drohnen mit O4-Übertragung steuert sie nicht
  • Der eingebaute Akku lässt sich nicht wechseln, nach einigen Jahren begrenzt seine Alterung die Nutzung
  • Mit 346 g und starrem Gehäuse ist sie schwerer als kompakte ELRS-Sender derselben Preisklasse
  • Als Auslaufmodell schwankt die Verfügbarkeit, verkauft wird über Drittanbieter

Bewertung im Detail

Steuergefühl und Latenz 4,5
Funkleistung 4,5
Akkulaufzeit 5,0
Kompatibilität 2,5
Preis-Leistung 3,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Der Sender für alle, die selbst fliegen wollen

DJI verkauft sein FPV-System in zwei Bedienphilosophien. Die Bewegungssteuerung führt die Drohne über Handgelenksbewegungen, hält sie in der Luft stabil und bremst automatisch. Sie ist der Weg für Einsteiger, die schnell Aufnahmen wollen.

Die FPV Fernsteuerung 2 ist der zweite Weg. Zwei Steuerknüppel, sechs Tasten, zwei Räder: Damit steuerst du Gas, Rollen, Nicken und Gieren getrennt und erreichst im manuellen Modus die volle Kontrolle über die Fluglage. Genau dieser Modus ist der Grund, warum viele Avata-Piloten den Sender nachkaufen: Mit der Bewegungssteuerung bleibt die Drohne immer waagerecht, mit dem Sender fliegst du Rollen, Dives und Powerloops.

7 Millisekunden: was die Zahl wirklich bedeutet

DJI weist für den Sender eine Steuerlatenz von 7 ms aus. Das ist die Zeit zwischen der Knüppelbewegung und dem Eintreffen des Befehls am Fluggerät.

Zur Einordnung: Ein Bild auf einem 60-Hz-Monitor steht 16,7 ms. Sieben Millisekunden liegen also unterhalb eines einzelnen Bildwechsels und damit deutlich unter der Schwelle, an der ein Mensch eine Verzögerung als solche wahrnimmt.

Die spürbare Gesamtverzögerung im Flug entsteht an zwei Stellen: dem Steuerweg zur Drohne und dem Videoweg zurück in die Brille. Bei O3+ liegt die Videolatenz bei rund 30 ms in der Betriebsart 1080p mit 100 Bildern/s. Der Sender ist damit der schnellere Teil der Kette, das Bild bestimmt das Gefühl.

Reichweite: 6 km auf dem Papier, 300 Meter in der Praxis

Die Datenblattwerte lauten 10 km nach FCC und 6 km nach CE. In Europa gilt der CE-Wert, weil die zulässige Sendeleistung im 5,8-GHz-Band bei 14 dBm liegt, während FCC bis 31,5 dBm erlaubt.

Für den Alltag in Deutschland ist diese Zahl trotzdem selten der Maßstab. Es gilt die Sichtflugpflicht: Die Drohne muss ohne Hilfsmittel wie Fernglas sichtbar bleiben, was je nach Größe 150 bis 500 m bedeutet. Welche Grenzen sonst noch gelten, steht im Überblick zu den Drohnenregeln in Deutschland.

Der Nutzen der Reichweitenreserve liegt woanders: Verbindungsqualität auf kurzer Strecke. Wenn zwischen dir und der Drohne ein Baum, eine Hauswand oder ein Funkmast steht, zehrt das an der Signalstärke. Ein System, das rechnerisch 6 km schafft, hält auf 200 m Abstand mit Hindernissen stabil durch. Der automatische Wechsel zwischen 2,4 und 5,8 GHz hilft zusätzlich, weil bei Störungen auf einem Band das andere übernimmt.

Neun Stunden Akku: der Sender ist nie das Problem

Die Betriebsdauer von rund neun Stunden klingt nach einer Marketingzahl, im Alltag hat sie einen praktischen Effekt: Du lädst den Sender nicht vor jedem Flug.

BauteilLaufzeitAnzahl Ladungen für einen Flugtag
FPV Fernsteuerung 2ca. 9 hkeine
Goggles Integraca. 2 heine bis zwei
Avata-Flugakkuca. 18 minvier bis sechs

Der Flaschenhals ist der Flugakku, danach kommt die Brille. Geladen wird der Sender über USB-C in etwa 2,5 Stunden. Der Akku ist fest verbaut und lässt sich nicht tauschen, was den Sender bei jahrelanger Nutzung altern lässt.

Die Kompatibilität ist die eigentliche Kaufentscheidung

Hier entscheidet sich, ob der Sender für dich in Frage kommt. DJI hat sein FPV-Programm in zwei Generationen geteilt, und die beiden reden nicht miteinander.

GenerationÜbertragungDrohnenSenderBrillen
Ältere ReiheO3 / O3+DJI FPV, AvataFPV Fernsteuerung 2, Motion Controller, RC Motion 2FPV Goggles V2, Goggles 2, Goggles Integra
Aktuelle ReiheO4Avata 2, Neo, Neo 2FPV Fernsteuerung 3, RC Motion 3Goggles 3, Goggles N3

Die Konsequenz ist eindeutig: Die FPV Fernsteuerung 2 lohnt sich, wenn eine DJI FPV Drohne oder eine erste Avata bei dir steht. Für alles ab Avata 2 führt der Weg zur Fernsteuerung 3.

Eine Sonderrolle spielt die O4 Air Unit im Selbstbau. Sie überträgt Video und OSD, das Steuersignal läuft dort über einen eigenen Empfänger, meist ExpressLRS. Der DJI-Sender hat in diesem Aufbau keine Aufgabe, dort arbeiten Geräte wie die RadioMaster TX16S MK3.

Bauform: Gamepad statt Vollformat

Mit 190 × 140 × 51 mm und 346 g liegt der Sender zwischen einem Spielkonsolen-Controller und einem Modellbausender. Die Knüppel sitzen weit außen, die Hände umfassen das Gehäuse seitlich.

Für Einsteiger ist das der freundlichere Zugang, weil die Bedienung vertraut wirkt und keine zwölf Schalter belegt werden wollen. Wer aus dem klassischen Modellbau kommt, vermisst Schulterschalter, Schieber und frei belegbare Kanäle.

Praktisch gelöst sind die abschraubbaren Steuerknüppel: Sie werden abgenommen und im Gehäuse verstaut, damit im Rucksack nichts abbricht. Sechs Tasten und zwei Räder decken Kameraneigung, Aufnahmestart, Flugmoduswechsel und Notbremse ab.

Für wen sich die FPV Fernsteuerung 2 lohnt

Sie passt in drei Situationen. Erstens als Ergänzung zur Avata, wenn du vom automatisch stabilisierten Flug in den manuellen Modus wechseln willst. Zweitens als Ersatz, wenn der vorhandene Sender defekt ist oder das Bundle ohne Sender gekauft wurde. Drittens als zweiter Sender, damit ein Mitflieger übernehmen kann.

Weniger passend ist sie für den Neueinstieg. Wer heute mit FPV beginnt, kauft Drohne und Sender in der O4-Generation und bleibt damit anschlussfähig. Wie der Einstieg abläuft, steht im Ratgeber zum FPV-Drohne fliegen, die Grundbegriffe klärt der Beitrag Was bedeutet FPV.

Fazit

Die DJI FPV Fernsteuerung 2 macht bei den Kernwerten alles richtig: 7 ms Steuerlatenz, zwei Frequenzbänder, neun Stunden Akku und ein Gehäuse, das den Transport übersteht. Im Flug mit einer Avata der ersten Generation gibt es an ihr technisch wenig auszusetzen.

Ihre Bewertung von 4,0 von 5 entsteht an der Generationengrenze. Sie bleibt bei O3 stehen, während DJI längst bei O4 angekommen ist. Als Ergänzung oder Ersatz zu einer vorhandenen FPV Fernsteuerung 2* ist der Kurs von rund 139 € in Ordnung. Wer neu einsteigt, plant direkt die Fernsteuerung 3* mit passender Brille ein.

Häufige Fragen

Welche Drohnen lassen sich mit der DJI FPV Fernsteuerung 2 steuern?

Laut DJI-Kompatibilitätsangaben die DJI FPV Drohne und die erste DJI Avata. Beide gehören zur O3-Generation und akzeptieren das Steuersignal des Senders. Bei der Avata kommt hinzu, dass sich mit dem Sender der manuelle Modus nutzen lässt, den die Bewegungssteuerung nicht bietet.

Funktioniert die DJI FPV Fernsteuerung 2 mit der DJI Neo?

Nein. Die DJI Neo arbeitet mit der O4-Übertragung und akzeptiert nur Sender dieser Generation, also RC-N3, DJI RC 2, RC Motion 3 und die DJI FPV Fernsteuerung 3. Für den manuellen Acro-Modus mit der Neo brauchst du die Fernsteuerung 3 zusammen mit einer O4-Brille.

Welche Brillen passen zur DJI FPV Fernsteuerung 2?

Die DJI FPV Goggles V2, die DJI Goggles 2 und die DJI Goggles Integra. Alle drei empfangen das O3-Videosignal. Die Goggles 3 und die Goggles N3 gehören zur O4-Generation und arbeiten mit der Fernsteuerung 3 zusammen.

Wie lange hält der Akku der DJI FPV Fernsteuerung 2?

DJI gibt rund neun Stunden Betriebsdauer je Ladung an, das Aufladen dauert etwa 2,5 Stunden. In der Praxis ist der Sender damit nie der begrenzende Faktor: Eine Brille wie die Goggles Integra hält rund zwei Stunden durch, ein Flugakku vier bis zwanzig Minuten.

Was bedeuten 7 ms Steuerlatenz?

Es ist die Zeit zwischen deiner Knüppelbewegung und dem Eintreffen des Befehls an der Drohne. Sieben Millisekunden liegen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle und damit im Bereich guter Analogsysteme. Die spürbare Gesamtverzögerung setzt sich aus Steuerweg und Videoübertragung zusammen, letztere liegt bei O3+ bei rund 30 ms.

Sind 6 km Reichweite in Deutschland nutzbar?

Als Reserve ja, als Flugstrecke nein. Der Wert von 6 km gilt nach CE-Vorgabe unter Idealbedingungen ohne Störquellen. In Deutschland gilt die Sichtflugpflicht: Die Drohne muss ohne Hilfsmittel sichtbar bleiben, praktisch sind das je nach Größe 150 bis 500 m. Die Reichweitenreserve sorgt dafür, dass die Verbindung auf dieser kurzen Strecke auch hinter Hindernissen hält.

Lassen sich die Steuerknüppel abnehmen?

Ja, beide Knüppel werden abgeschraubt und finden im Gehäuse des Senders ihren Platz. Das schützt sie beim Transport und macht den Sender flach genug für den Rucksack. Vor dem Flug schraubst du sie in wenigen Sekunden wieder auf.

DJI FPV Fernsteuerung 2 oder Fernsteuerung 3?

Die Entscheidung fällt über die Drohne. Die Fernsteuerung 2 passt zur DJI FPV Drohne und zur ersten Avata, die Fernsteuerung 3 zu Avata 2, Neo und allen weiteren O4-Modellen. Ein Umstieg auf eine neue Drohne bedeutet in aller Regel auch einen neuen Sender, weil die Generationen nicht miteinander arbeiten.

Kann man die DJI FPV Fernsteuerung 2 am Simulator nutzen?

Nur eingeschränkt. Der Sender ist auf das DJI-System ausgelegt und meldet sich am Rechner nicht als universeller Joystick an, wie es EdgeTX-Sender tun. Wer im Simulator üben will, greift zu einem ELRS-Sender mit USB-Anschluss und findet die Auswahl im Ratgeber zum FPV-Simulator.

Was kostet die DJI FPV Fernsteuerung 2?

Bei Amazon liegt sie aktuell bei 139,49 €, die UVP nennt Amazon mit 149,00 €. Verkauft wird über Drittanbieter, die Stückzahlen sind entsprechend begrenzt. Als Ersatzteil für eine vorhandene DJI FPV Drohne ist das ein fairer Kurs, als Neueinstieg lohnt der Blick auf die aktuelle Generation.

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