RadioMaster RadioMaster RP1 V2

ELRS-Empfänger · RadioMaster

RadioMaster RP1 V2 (ELRS-Empfänger)

  • 2,2 g inklusive 65-mm-T-Antenne bei 13 × 11 × 3 mm Platinengröße
  • SX1281-Funkchip mit TCXO, Paketrate bis 500 Hz und F1000
  • U.FL-Buchse: Die Antenne lässt sich nach einem Crash einfach tauschen
  • ESP8285 mit WLAN für Updates, auch unter ExpressLRS 4 weiter unterstützt
  • Telemetrie mit 10 mW, für Flüge auf Sichtweite ausreichend

Amazon-Preis: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ, inkl. MwSt., ohne Gewähr · Details

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 2. Oktober 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Frequenz 2,4 GHz, allgemein zugeteilt, bis 100 mW EIRP Details im Ratgeber
Firmware in der EU LBT-Variante auf Sender und Empfänger Details im Ratgeber
Flug mit Brille Beobachter nötig, der die Drohne im Blick behält Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, sobald eine Kamera mitfliegt Details im Ratgeber

Technische Daten

Elektronik

Mikrocontroller ESP8285 mit WLAN
Funkchip Semtech SX1281
Oszillator TCXO, temperaturkompensiert
Frequenzbereich 2,404 bis 2,479 GHz
Paketrate 25 bis 500 Hz, dazu F1000
Telemetrieleistung 10 mW
Protokoll zum Flugcontroller CRSF, seriell über einen UART
Diversity keine, ein Funkchip und eine Antenne

Aufbau

Gewicht 2,2 g inklusive Antenne
Maße 13 × 11 × 3 mm
Antennenanschluss U.FL
Antenne T-Antenne, 65 mm, starre Ausführung
Betriebsspannung 5 V

Firmware und Lieferumfang

Firmware ab Werk ExpressLRS 2.4 laut RadioMaster-Datenblatt
Firmware-Ziel RadioMaster RP1/2 2400 RX
Update per WLAN über die Weboberfläche
Versionen bei RadioMaster FCC und LBT
Lieferumfang Empfänger, 65-mm-T-Antenne, CRSF-Kabel, Anleitung

Der RadioMaster RP1 V2 ist der Standard-Empfänger aus RadioMasters RP-Serie: ein ExpressLRS-Empfänger im Nano-Format mit einer externen T-Antenne am U.FL-Stecker. Er sitzt zwischen dem RP2 mit aufgelöteter Keramikantenne und dem RP3 mit zwei Antennen und passt damit zu den meisten Toothpicks, Cinewhoops und 3- bis 5-Zoll-Aufbauten. Die zweite Version bringt einen temperaturkompensierten Quarz, eine überarbeitete Platine mit besserer Wärmeabfuhr und größere Lötpads. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt von RadioMaster, die Amazon-Listung, die Dokumentation von ExpressLRS und der Vergleich mit RP2, RP3 und dem RP4TD-M.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Die externe T-Antenne gibt deutlich mehr Empfangsreserve als eine Chipantenne auf der Platine, und sie lässt sich nach einem Crash am U.FL-Stecker tauschen
  • 2,2 g inklusive Antenne passen in praktisch jeden Aufbau ab Toothpick-Größe
  • Der TCXO hält die Frequenz stabil, wenn die Elektronik im Flug warm wird oder im Winter kalt startet
  • Der ESP8285 bekommt auch unter ExpressLRS 4 Updates, der Empfänger ist für die nächsten Firmware-Generationen gerüstet
  • Updates und Einstellungen laufen per WLAN, ohne den Empfänger auszubauen

Das spricht dagegen

  • Ab Werk nennt RadioMaster ExpressLRS 2.4, bei aktuellen Sendern auf 3.x oder 4.x heißt das: vor dem ersten Flug flashen
  • Die Amazon-Listung nennt nicht, ob FCC- oder LBT-Version geliefert wird, für die EU muss die Firmware-Variante geprüft werden
  • Mit 10 mW Telemetrie reicht der Rückkanal kürzer als der Steuerkanal, Warnungen kommen auf Distanz früher nicht mehr an
  • Kein Diversity: Liegt die Antenne im Funkschatten von Akku oder Carbon, gibt es keinen zweiten Empfangspfad

Bewertung im Detail

Empfangsleistung 4,0
Gewicht und Bauform 4,5
Einbau und Bedienung 4,0
Firmware und Zukunft 4,0
Preis-Leistung 3,5

Gesamtwertung: 4,0 / 5

Der Empfänger für die meisten Aufbauten

ExpressLRS-Empfänger gibt es mit aufgelöteter Chipantenne, mit einer externen Antenne und mit zwei Antennen. Der RadioMaster RP1 V2 steht in der Mitte: eine 65-mm-T-Antenne am U.FL-Stecker, ein Funkchip, 2,2 g inklusive Antenne.

Das ist die Bauform, die zu den meisten FPV-Drohnen passt. Toothpicks mit 2 bis 3 Zoll, Cinewhoops mit einer DJI O4 Air Unit und 5-Zoll-Freestyler auf Sichtweite brauchen mehr Reserve, als eine Chipantenne liefert, aber keinen zweiten Empfangspfad. Wer einen Flugcontroller ohne eingebauten Empfänger verbaut, landet bei diesem Format. Warum ExpressLRS dabei die Standardwahl geworden ist, ordnet der Vergleich ELRS vs. Crossfire ein.

Funkteil: SX1281, TCXO und kein Verstärker

Auf der Platine sitzen ein ESP8285 als Mikrocontroller und ein Semtech SX1281 als Funkchip. Das ist die klassische ExpressLRS-Kombination im 2,4-GHz-Band. Eine Verstärkerstufe gibt es beim RP1 nicht, die Telemetrie sendet laut RadioMaster mit 10 mW.

Neu in der zweiten Version ist der TCXO, ein temperaturkompensierter Quarzoszillator. Er hält die Referenzfrequenz stabil, wenn sich die Elektronik im Flug erwärmt oder im Winter aus der Kälte startet. Ohne TCXO driftet die Frequenz mit der Temperatur, und bei niedrigen Paketraten mit schmalen Kanälen kann die Verbindung dann abreißen. Wer im Winter fliegt, profitiert direkt davon.

Die Paketrate reicht von 25 bis 500 Hz, dazu kommt der FLRC-Modus F1000. Hohe Raten machen die Steuerung direkter, niedrige Raten erhöhen die Empfindlichkeit und damit die Reichweite. Welche Stufe zu welchem Flugstil passt, zeigt der Ratgeber zur ELRS Packet Rate.

Was 10 mW Telemetrie im Alltag bedeuten

Über den Rückkanal schickt der Empfänger Signalstärke, Link-Qualität und Akkuspannung an den Sender. Daraus entstehen die Warnungen, die dich vor einem Verbindungsabbruch umkehren lassen.

Die Rechnung dazu: 10 mW liegen 10 dB unter 100 mW. Im freien Raum entspricht das rund einem Drittel der Reichweite, denn die Funkreichweite wächst mit der Wurzel der Sendeleistung. Der Steuerkanal vom Sender zur Drohne reicht dagegen so weit, wie dein Sendemodul es erlaubt. Auf Distanz kann also die Drohne noch steuerbar sein, während am Sender schon keine Telemetrie mehr ankommt.

Für Flüge auf Sichtweite ist das kein Problem. Die Reserve von ExpressLRS liegt weit über den Entfernungen, auf denen ein Beobachter die Drohne noch im Blick hat. Wer Telemetrie auch weit draußen braucht, ist beim RP3 mit Verstärkerstufe besser aufgehoben.

Die Antenne: Reserve und Schwachstelle zugleich

Die T-Antenne ist der eigentliche Grund, den RP1 statt des RP2 zu nehmen. Eine Dipolantenne strahlt rundum gleichmäßig, solange sie frei liegt, und hat mehr Gewinn als die winzige Keramikantenne des RP2. Hinter Bäumen, Häusern und in schrägen Fluglagen zählt jedes Dezibel davon.

RadioMaster hat die Antenne in der V2 auf eine starre Ausführung umgestellt, die robuster sein soll. Die Schwachstelle bleibt der U.FL-Stecker: Er ist für wenige Steckvorgänge ausgelegt und nimmt bei einem Crash die Zugkraft auf, wenn die Antenne hängen bleibt. Ein Stück Schrumpfschlauch über Stecker und Kabel als Zugentlastung gehört deshalb zum Einbau. Der Vorteil gegenüber dem RP2: Eine abgerissene Antenne ersetzt du als Ersatzteil für ein paar Euro, der Empfänger bleibt im Rahmen.

Beim Verlegen gilt: beide Arme des T frei, weg von Carbon, Akku und Motorleitungen, möglichst im rechten Winkel zur Antenne des Videosenders. Carbon schirmt 2,4 GHz spürbar ab. Wie das bei kleinen Rahmen gelingt, beschreibt der Ratgeber zur Tiny-Whoop-Antenne.

Einbau und Firmware

Angeschlossen wird über CRSF an einen freien UART: 5 V, Masse, TX und RX über Kreuz. Das beiliegende CRSF-Kabel spart Lötarbeit am Empfänger, die größeren Lötpads der V2 erleichtern den direkten Anschluss. In Betaflight aktivierst du für den UART Serial RX und wählst CRSF als Protokoll, die Belegung erklärt der Ratgeber zu den Betaflight UART Ports.

Bei der Firmware lohnt ein genauer Blick. RadioMaster nennt im Datenblatt ExpressLRS 2.4 ab Werk, aktuell ist die Hauptversion 4. Sender und Empfänger brauchen dieselbe Hauptversion, sonst bindet nichts. Das Update geht ohne Lötkolben: Der ESP8285 öffnet einen eigenen WLAN-Zugang, über den du die Firmware im Browser hochlädst. Wichtig für die Zukunft: ExpressLRS 4 hat die STM32-Empfänger aufgegeben, ESP8285-Empfänger werden weiter unterstützt. Den Ablauf samt Binding Phrase zeigt der Ratgeber zum ELRS Firmware Update.

Beim Flashen legst du auch die Regulierungsdomäne fest. RadioMaster liefert den RP1 als FCC- und als LBT-Version, die Amazon-Listung nennt nicht, welche ankommt. Für Deutschland gehört die LBT-Variante auf Sender und Empfänger.

Wo der RP1 hinpasst und wo nicht

Mit 13 × 11 × 3 mm passt die Platine unter fast jeden Stack, und die 2,2 g fallen ab einer 3-Zoll-Maschine kaum ins Gewicht. Bei einem Whoop mit 20 g Startgewicht sind sie dagegen gut ein Zehntel des Gesamtgewichts, und die Antenne braucht Platz im Canopy. Dort ist der leichtere RP2 die naheliegende Wahl.

Am anderen Ende stößt der RP1 an Grenzen, sobald Flüge hinter Hindernisse oder auf größere Entfernung gehen. Eine einzelne Antenne kann in bestimmten Fluglagen hinter Akku oder Rahmen liegen, und dann gibt es keinen zweiten Empfangspfad. Für Long Range und 5-Zoll-Flüge um Gebäude herum lohnt ein Empfänger mit zwei Antennen.

Alternativen im Vergleich

EmpfängerGewichtAntenneTelemetriePreisBewertung
RadioMaster RP1 V22,2 g inklusive AntenneT-Antenne, U.FL10 mW26,59 €4,0 / 5
RadioMaster RP2 V20,55 gKeramikantenne auf der Platine10 mW24,95 €4,1 / 5
RadioMaster RP3 V24,6 g inklusive Antennenzwei T-Antennen, Antennen-Diversity100 mW29,99 €3,9 / 5
BetaFPV ELRS Nano0,7 g plus 0,94 g AntenneDipol-T, U.FL100 mW22,99 €4,0 / 5

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Der direkte Konkurrent ist der BetaFPV ELRS Nano: gleiche Bauform mit T-Antenne, dazu eine Verstärkerstufe mit 100 mW Telemetrie. Der RP1 punktet mit dem TCXO und der neueren Platine. Wer zwischen beiden schwankt, entscheidet über die Telemetrie: Fliegst du weit, hat der BetaFPV den stärkeren Rückkanal.

Fazit

Der RadioMaster RP1 V2 ist ein solider Standardempfänger. Die T-Antenne gibt Reserve, der TCXO stabilisiert die Verbindung bei Temperaturwechseln, und der ESP8285 bleibt unter ExpressLRS 4 im Update-Zyklus.

Die 4,0 von 5 kosten die schwache Telemetrie, die alte Werks-Firmware und die unklare Firmware-Variante bei Amazon, dazu ein Amazon-Preis spürbar über RadioMasters eigener Preisempfehlung.

Passend ist er, wenn du einen Toothpick, Cinewhoop oder Freestyler ohne Empfänger auf dem Flugcontroller aufbaust und auf Sichtweite fliegst.

Eher nicht passend ist er, wenn du einen Whoop unter 30 g ausrüstest, dann spart der RP2 Gewicht und Platz, oder wenn du hinter Hindernissen auf Distanz fliegst, dann lohnt der RP3 oder der RP4TD-M.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen RadioMaster RP1, RP2 und RP3?

Alle drei nutzen ESP8285 und SX1281, sie unterscheiden sich bei der Antenne. Der RP1 hat eine externe T-Antenne am U.FL-Stecker, der RP2 eine aufgelötete Keramikantenne ohne Stecker, der RP3 zwei T-Antennen mit Antennen-Diversity und einer Verstärkerstufe für 100 mW Telemetrie. RP2 ist am leichtesten, RP3 hat die meiste Reserve, der RP1 liegt dazwischen.

Was hat sich beim RadioMaster RP1 V2 gegenüber der ersten Version geändert?

RadioMaster nennt vier Punkte: einen eingebauten TCXO für stabile Frequenz, eine überarbeitete Platine mit besserer Wärmeabfuhr, eine robustere starre Antenne und eine LED auf der Oberseite. Dazu kommen größere Lötpads, die den Einbau erleichtern. Funkchip, Mikrocontroller und Firmware-Ziel sind gleich geblieben.

Welche Firmware hat der RP1 ab Werk?

RadioMaster gibt im Datenblatt ExpressLRS 2.4 an. Sender und Empfänger brauchen dieselbe Hauptversion, ein Sendemodul auf 3.x oder 4.x bindet also erst nach einem Update. Das Ziel im ExpressLRS Configurator heißt RadioMaster RP1/2 2400 RX, die Datei lädst du über den WLAN-Zugang des Empfängers hoch.

Funktioniert der RP1 mit ExpressLRS 4?

Ja. ExpressLRS 4 hat die Unterstützung für Geräte mit STM32-Prozessor beendet, Empfänger mit ESP8285 wie der RP1 werden weiter unterstützt. Du flashst ihn über das Ziel RadioMaster RP1/2 2400 RX auf dieselbe Hauptversion wie dein Sendemodul.

Wie schließe ich den RP1 an den Flugcontroller an?

Mit dem beiliegenden CRSF-Kabel oder vier Litzen: 5 V, Masse sowie TX und RX über Kreuz an einen freien UART. In Betaflight aktivierst du für diesen UART Serial RX und wählst unter Receiver das Protokoll CRSF. Danach prüfst du im Receiver-Tab, ob alle Kanäle auf die Sticks reagieren.

Wie bindet man den RadioMaster RP1?

Am bequemsten über eine Binding Phrase, die du beim Flashen auf Sender und Empfänger einträgst. Beide finden sich dann beim Einschalten von selbst. Ohne Phrase versetzt du den Empfänger durch dreimaliges Ein- und Ausschalten in den Bindemodus und startest die Bindung am Sender.

Ist der RP1 für die EU zulässig?

Ja, mit der richtigen Firmware. RadioMaster bietet den RP1 als FCC- und als LBT-Version an. In der EU gehört die LBT-Variante auf Sender und Empfänger, sie prüft vor dem Senden, ob der Kanal frei ist, und hält die Grenze von 100 mW EIRP ein. Die Amazon-Listung nennt die Version nicht, darum nach dem Kauf die Firmware prüfen und bei Bedarf als LBT flashen.

Reichen 10 mW Telemetrie?

Für Flüge auf Sichtweite ja. Die Telemetrie trägt Signalstärke, Link-Qualität und Akkuspannung zum Sender zurück. Mit 10 mW reicht dieser Rückkanal im freien Feld rund ein Drittel so weit wie bei 100 mW. Wer weit fliegt und auf die Warnungen angewiesen ist, greift zum RP3 mit Verstärkerstufe.

Darf ich die T-Antenne des RP1 kürzen?

Nein. Die Länge der Antennenarme ist auf 2,4 GHz abgestimmt, gekürzt verliert sie an Wirkung. Wenn das Kabel zu lang ist, wird es im Rahmen in einer Schlaufe verlegt. Die beiden Arme des T sollen frei liegen, möglichst weit weg von Carbon, Akku und Motorleitungen.

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