Potensic Potensic ATOM LT

Einsteiger-Kameradrohne · Potensic

Potensic ATOM LT (Einsteiger-Kameradrohne)

  • 40 Minuten Flugzeit je Akku laut Potensic, der höchste Wert der ATOM-Reihe
  • Unter 249 g mit Klassenkennzeichnung C0, damit kein Führerschein für A1
  • Neigbarer Gimbal von -90° bis +20°, dazu elektronische Stabilisierung
  • PixSync 2.0 mit 4 km Reichweite und 576p-Livebild
  • Der günstigste Einstieg in die ATOM-Familie

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Rezension der drohnen-guru.de-Redaktion · Veröffentlicht am 20. September 2026

Was du zum Fliegen brauchst

Die rechtliche Einstufung nach EU-Drohnenverordnung, bezogen auf den privaten Flug in Deutschland.

Drohnenklasse C0, unter 249 g Startgewicht Details im Ratgeber
Führerschein keiner nötig in A1 und A3 Details im Ratgeber
Registrierung Pflicht, weil die Drohne eine Kamera trägt Details im Ratgeber
Haftpflicht Pflicht in Deutschland, auch unter 250 g Details im Ratgeber
Kennzeichnung e-ID-Plakette mit der UAS-Nummer am Rumpf Details im Ratgeber

Technische Daten

Fluggerät

Modellbezeichnung DSDR04D
Startgewicht unter 249 g inklusive Akku, Propellern und MicroSD-Karte
Abmessungen gefaltet 88 × 143 × 58 mm
Abmessungen entfaltet 300 × 242 × 58 mm mit Propellern
Diagonale 219 mm
Max. Steiggeschwindigkeit 5 m/s
Max. Sinkgeschwindigkeit 4 m/s
Max. Horizontalgeschwindigkeit 16 m/s, im Sportmodus erreicht in 2,8 Sekunden
Windwiderstand 38 km/h, entspricht 10,5 m/s (Windstärke 5)
Max. Flughöhe 120 m, entspricht der gesetzlichen Obergrenze
Satellitensysteme GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou
Betriebstemperatur 0 bis 40 °C
Drohnenklasse C0 (EU)

Kamera und Stabilisierung

Bildsensor 1/3-Zoll-CMOS, 12 MP laut Datenblatt
Blende f/2,2, fest
Sichtfeld 119°
ISO-Bereich 100 bis 6.400
Fotoauflösung 2.560 × 1.440 Pixel (16:9)
Videoauflösungen 2,5K mit 2.704 × 1.520 und Full HD mit 1.920 × 1.080, jeweils 30 fps
Max. Bitrate 12 Mbit/s, MP4 mit H.264
Gimbal mechanische Neigeachse, Tilt -90° bis +20°, Roll und Pan fest
Elektronische Stabilisierung ShakeVanish (EIS)

Akku und Laden

Akku-Modell DSBT02C
Kapazität 3.000 mAh
Spannung 7,2 V
Energiegehalt 21,6 Wh
Akkutyp Lithium-Ionen
Max. Flugzeit 40 Minuten
Max. Schwebezeit 37 Minuten
Kürzeste Ladezeit 1,8 Stunden

Fernsteuerung und Übertragung

Fernsteuerung DSRC02A
Akku der Fernsteuerung 11,1 Wh, Lithium-Ionen
Laufzeit der Fernsteuerung 2,3 Stunden
Übertragungssystem PixSync 2.0
Max. Übertragungsreichweite 4 km unter störungsfreien Bedingungen
Livebild 576p mit 30 fps
Latenz 200 ms
Frequenzband 2,400 bis 2,4835 GHz

Funktionen und Speicher

Flugmodi Anfängermodus sowie Video, Normal und Sport
Automatikflüge Kreisflug, GPS-Tracking (Follow Me), Wegpunktflug
Rückkehrfunktion automatische Rückkehr zum Startpunkt
Flugsteuerung SurgeFly
Speicher MicroSD-Karte ab U1 oder Class 10, FAT32 oder exFAT
Interner Speicher keiner
Start im Innenraum nicht möglich, die Drohne braucht GNSS-Empfang
App-Voraussetzung iOS ab 11.0 oder Android ab 7.0

Die Potensic ATOM LT ist das Einstiegsmodell der ATOM-Reihe und setzt einen anderen Schwerpunkt als ihre Schwestern: Statt auf Sensorgröße und Videoauflösung zielt sie auf Flugzeit. Ein 3.000-mAh-Akku bringt laut Potensic 40 Minuten pro Ladung, mehr als jede andere ATOM und mehr als jede DJI-Drohne unter 250 g. Dafür bleibt die Kamera bei 2,5K und 12 Mbit/s Bitrate. Grundlage dieser Einordnung sind das Datenblatt von Potensic, die Amazon-Listung und der Vergleich mit den übrigen Modellen der Reihe.

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • 40 Minuten Flugzeit aus einem Akku sind der Spitzenwert unter 250 g, DJI erreicht in dieser Klasse 31 bis 36 Minuten
  • Die Neigeachse lässt sich im Flug über die Fernsteuerung verstellen, bei der ATOM SE wird der Winkel vor dem Start von Hand eingestellt
  • Vier Satellitensysteme und automatische Rückkehr gehören zur Ausstattung, in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit
  • Unter 249 g Startgewicht mit C0-Kennzeichnung, damit gelten die einfachsten Regeln der offenen Kategorie
  • GPS-Drohne mit 4 km Übertragung und beweglichem Kamerawinkel zum Einstiegspreis
  • Windwiderstand bis Windstärke 5 trotz des geringen Gewichts

Das spricht dagegen

  • 12 Mbit/s Bitrate sind der schwächste Wert der Klasse, die DJI Mini 4K schreibt mit 100 Mbit/s das Achtfache
  • 2,5K klingt nach viel, die 2.704 × 1.520 Pixel liegen näher an Full HD als an 4K
  • Der Gimbal stabilisiert Roll- und Schwenkbewegungen nicht, diesen Teil übernimmt die Software und beschneidet dabei das Bild
  • Das Datenblatt nennt 12 MP Sensorauflösung, speichert Fotos aber mit 2.560 × 1.440 Pixeln, also 3,7 Megapixeln
  • Im Lieferumfang steckt ein Akku, der zweite kostet extra
  • Potensic weist weder RAW-Fotos noch ein Fotoformat im Datenblatt aus
  • Hindernissensoren fehlen vollständig, die Drohne weicht nichts aus

Bewertung im Detail

Flugzeit und Akku 4,5
Kamera und Video 2,5
Stabilisierung 3,0
Übertragung und Reichweite 4,0
Preis-Leistung 4,0

Gesamtwertung: 3,6 / 5

Die ATOM, die auf Flugzeit setzt

Potensic baut die ATOM-Reihe in mehreren Stufen, und jede Stufe verschiebt einen anderen Regler. Die ATOM 2 bekommt den größeren Sensor, die ATOM 3 die 50 Megapixel, die ATOM den mechanischen 3-Achsen-Gimbal. Die ATOM LT verschiebt den Regler in Richtung Ausdauer: 40 Minuten Flugzeit aus einem einzigen Akku, bei einem Startgewicht unter 249 g und einem Preis in der Klasse um 200 Euro.

Dieser Zuschnitt ergibt eine Drohne mit klarem Profil. Wer lange in der Luft bleiben und dabei GPS-gestützt fliegen will, bekommt hier den günstigsten Weg dorthin. Wer Videoqualität sucht, stößt schnell an die Grenzen der LT. Diese Rezension rechnet beide Seiten anhand des Potensic-Datenblatts durch.

40 Minuten: was der Akku wirklich leistet

Der Akku DSBT02C liefert 3.000 mAh bei 7,2 V, das ergibt 21,6 Wh. Zum Vergleich: Der Akku der ATOM kommt auf 17,18 Wh, der Akku der DJI Mini 4K auf 17,32 Wh. Die LT trägt also rund ein Viertel mehr Energie spazieren als die Konkurrenz ihrer Klasse.

Daraus rechnet Potensic 40 Minuten maximale Flugzeit und 37 Minuten Schwebezeit. Der Energieverbrauch liegt damit bei rund 0,54 Wh pro Minute, ein für 249 g plausibler Wert. Solche Herstellerangaben entstehen im gleichmäßigen Langsamflug ohne Wind. Planbar sind 28 bis 32 Minuten, sobald Steigflüge, Kameraschwenks und Windkorrekturen dazukommen. Selbst diese Zahl liegt über dem, was andere Drohnen dieser Gewichtsklasse im Labor erreichen. Wie Hersteller ihre Flugzeitangaben ermitteln, ordnet der Ratgeber zur Flugzeit von Drohnen ein.

Eine Einschränkung gehört dazu: Im Lieferumfang steckt ein Akku. Die ATOM SE kommt mit zwei Akkus auf zusammen 62 Minuten. Die günstigere LT bietet 40 Minuten am Stück. Wer zwei Flugsitzungen pro Ausflug plant, rechnet den zweiten Akku mit ein. Die Ladezeit von 1,8 Stunden je Akku macht das Nachladen vor Ort zu einer längeren Pause.

Ein Gimbal mit einer Achse

Potensic gibt für die LT einen mechanischen Gimbal mit eingeschränkter Bewegung an: Tilt -90° bis +20°, Roll und Pan bleiben bei 0°. Übersetzt heißt das, die Kamera lässt sich im Flug nach unten und leicht nach oben neigen, und zwar motorisch über die Fernsteuerung.

Dieser Punkt trennt die LT von der ATOM SE, bei der der Kamerawinkel vor dem Start von Hand eingestellt wird. Wer im Flug von der Landschaftsaufnahme auf die Senkrechte wechseln will, braucht genau diese Achse. Die Stabilisierung gegen Kippen und Schwenken übernimmt ShakeVanish, die elektronische Bildstabilisierung von Potensic. Sie schneidet dafür einen Rand des Sensorbildes ab und verschiebt den verbleibenden Ausschnitt gegen die Bewegung.

Der Unterschied zu einem echten 3-Achsen-Gimbal zeigt sich bei Wind und schnellen Richtungswechseln: Mechanik gleicht die Bewegung aus, bevor das Bild entsteht, Software repariert danach. Welche Bauformen es gibt und was sie kosten, steht im Ratgeber zu Drohnen mit Gimbal.

2,5K bei 12 Mbit/s: die eigentliche Sparstelle

Die Kamera nimmt in 2,5K mit 2.704 × 1.520 Pixeln auf, wahlweise in Full HD, jeweils mit 30 Bildern pro Sekunde. Die Auflösung liegt damit 41 % über Full HD und gut die Hälfte unter echtem 4K.

Entscheidender als die Pixelzahl ist die Bitrate von 12 Mbit/s. Sie bestimmt, wie viele Daten pro Sekunde ins Video fließen, und damit, wie viel Detail nach der Kompression übrig bleibt. Die Einordnung fällt deutlich aus:

DrohneAuflösungBitrateDaten je Stunde
Potensic ATOM LT2,5K/3012 Mbit/sca. 5,4 GB
Potensic ATOM SE4K/3040 Mbit/sca. 18 GB
DJI Mini 4K4K/30100 Mbit/sca. 45 GB

Bei 12 Mbit/s wird Bewegung im Bild zum Problem: Blätter im Wind, Wasseroberflächen und Kiesflächen erzeugen viele feine Bildänderungen, für die der Codec kein Datenbudget hat. Das Ergebnis sind matschige Flächen in genau den Motiven, die aus der Luft interessant aussehen. Für Aufnahmen am Handy und fürs Kurzvideo reicht das Material. Wer es am großen Bildschirm schneidet oder farbkorrigiert, stößt an die Grenze.

Dazu kommt ein Widerspruch im Datenblatt: Potensic nennt einen 12-MP-Sensor, führt als Fotoauflösung aber 2.560 × 1.440 Pixel auf, rechnerisch 3,7 Megapixel. Ein Fotoformat oder eine RAW-Option weist der Hersteller nicht aus. Wir lassen den Punkt so stehen, wie er im Datenblatt steht, statt eine der beiden Zahlen zu glätten.

Vier Satellitensysteme, automatische Rückkehr

Bei der Flugtechnik geht Potensic in die Vollen. Die LT wertet GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou aus. Mehr Systeme bedeuten mehr sichtbare Satelliten, das verkürzt die Zeit bis zum Fix und stabilisiert die Position zwischen Häusern und Bäumen.

Auf dieser Basis laufen die Automatikflüge: Kreisflug um einen Punkt, GPS-Tracking als Follow-Me-Funktion und Wegpunktflug entlang einer gezeichneten Linie. Die automatische Rückkehr bringt die Drohne bei schwachem Akku oder abgebrochener Verbindung zum Startpunkt. Diese Kombination war vor drei Jahren Oberklasse und ist heute in der 200-Euro-Klasse angekommen. Welche Modelle die Follow-Me-Funktion wie umsetzen, vergleicht der Ratgeber zur besten Drohne mit Follow-Me-Funktion.

Das Flugsteuerungssystem SurgeFly bietet einen Anfängermodus mit begrenzter Geschwindigkeit sowie die Stufen Video, Normal und Sport. Im Sportmodus erreicht die LT 16 m/s in 2,8 Sekunden, also rund 58 km/h. Der Windwiderstand von 38 km/h entspricht Windstärke 5 und ist für 249 g ein guter Wert.

Was vollständig fehlt, sind Hindernissensoren. Die Drohne sieht weder nach vorn noch zur Seite. Beim Wegpunktflug und beim Tracking heißt das: Die Route muss frei sein, sonst fliegt die LT in den Ast. Für Einsteiger ist genau das die häufigste Crashursache.

4 km Reichweite und ein 576p-Livebild

Die Übertragung läuft über PixSync 2.0 im 2,4-GHz-Band mit bis zu 4 km Reichweite und 200 ms Latenz. Das Livebild kommt mit 576p an, aufgezeichnet wird auf der Karte in voller Auflösung.

576p ist eine sichtbare Einschränkung bei der Bildkontrolle. Schärfe und Belichtung lassen sich auf dem Handy nur grob beurteilen, feine Details siehst du erst nach dem Kartenexport. Die 4 km bleiben in Deutschland ohnehin theoretisch: Der Flug auf Sicht ist Pflicht, und die Sichtweite endet bei einer 30 cm großen Drohne je nach Licht bei ein paar hundert Metern. Praktisch zählt die Reichweitenangabe als Maß dafür, wie stabil die Verbindung auf den tatsächlich geflogenen Distanzen bleibt. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Reichweite von Kameradrohnen.

249 Gramm und die Folgen für dich

Die LT bleibt unter 249 g und trägt die Klassenkennzeichnung C0. Daraus folgt der einfachste Regelsatz der offenen Kategorie: Fliegen in A1 ohne Fernpilotenzeugnis, auch in der Nähe von Menschen, mit dem Verbot des gezielten Überfliegens von Menschenansammlungen.

Drei Pflichten bleiben trotzdem. Die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt ist wegen der Kamera nötig, die Drohnen-Haftpflicht ist in Deutschland für jede Drohne vorgeschrieben, und die e-ID-Plakette mit der UAS-Nummer gehört sichtbar an den Rumpf. Was die 250-Gramm-Grenze im Detail bedeutet, steht im Ratgeber zu Drohnen unter 250 g mit Kamera.

Ein praktischer Hinweis zum Gewicht: Die Grenze gilt für die startklare Drohne. Zubehör am Rumpf, etwa ein Propellerschutz, kann sie über 249 g heben und damit die Klasse wechseln lassen.

Alternativen im Vergleich

ModellFlugzeitVideoGimbalPreisBewertung
Potensic ATOM LT40 min2,5K/30, 12 Mbit/s1 Achse, neigbarPreis bei Amazon3,6 / 5
Potensic ATOM SE31 min, 2 Akkus4K/30, 40 Mbit/sWinkel von HandPreis bei Amazon3,7 / 5
Potensic ATOM32 min, 2 Akkus4K/303 Achsen mechanischPreis bei Amazon4,1 / 5
DJI Mini 4K31 min4K/30, 100 Mbit/s3 Achsen mechanischab 389 €3,9 / 5

Amazon-Preise: Stand 07.11.2026, 15:50 MEZ · Details

Die Tabelle zeigt die Logik der Klasse: Zwischen 200 und 280 € kaufst du entweder Flugzeit oder Bildqualität. Die ATOM LT ist das einzige Modell mit 40 Minuten, die DJI Mini 4K das einzige mit 100 Mbit/s. Beides zusammen gibt es erst bei der deutlich teureren ATOM 3, die 40 Minuten mit einem 1/1,3-Zoll-Sensor verbindet. Weitere Kandidaten in diesem Budget sammelt der Ratgeber zur besten Drohne unter 300 Euro.

Fazit

Die Potensic ATOM LT ist eine Flugzeit-Drohne mit Kamera an Bord, und in dieser Reihenfolge sollte man sie betrachten. 40 Minuten aus einem Akku, vier Satellitensysteme, drei Automatikflüge und eine neigbare Kamera ergeben ein stimmiges Paket für lange, ruhige Flüge über offenem Gelände. Die 3,6 von 5 bremsen die schwache Bitrate und der 1-Achsen-Gimbal ein.

Für dich passend, wenn du lange in der Luft bleiben, GPS-gestützt üben und dabei Aufnahmen fürs Handy mitnehmen willst. Für Einsteiger ist die lange Flugzeit mehr wert als die letzten Megapixel, weil Flugstunden das Fliegen lehren. Die ATOM LT bei Amazon* kostet einen Einsteigerpreis.

Eher nicht passend, wenn du Videomaterial schneiden, farbkorrigieren oder auf einem großen Bildschirm zeigen willst. Dann führt der Weg über die ATOM SE mit 40 Mbit/s oder die DJI Mini 4K mit 100 Mbit/s und mechanischem 3-Achsen-Gimbal.

Häufige Fragen

Wie lange fliegt die Potensic ATOM LT wirklich?

Potensic nennt 40 Minuten maximale Flugzeit und 37 Minuten Schwebezeit. Diese Werte entstehen im gleichmäßigen Langsamflug ohne Wind. Mit Steigflügen, Kameraschwenks und Gegenwind bleiben davon rund 28 bis 32 Minuten planbar, dazu kommt die Reserve für den Rückflug. Damit liegt die ATOM LT weiterhin über dem, was andere Drohnen unter 250 g schaffen.

Braucht man für die Potensic ATOM LT einen Drohnenführerschein?

Nein. Mit einem Startgewicht unter 249 g fällt sie in die Klasse C0 und darf in der Unterkategorie A1 ohne Fernpilotenzeugnis geflogen werden. Registrieren musst du dich trotzdem beim Luftfahrt-Bundesamt, weil die Drohne eine Kamera trägt, und eine Drohnen-Haftpflicht ist in Deutschland Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen ATOM LT und ATOM SE?

Die ATOM SE filmt in 4K mit 40 Mbit/s und liefert RAW-Fotos, ihr Kamerawinkel wird vor dem Start von Hand eingestellt. Die ATOM LT bleibt bei 2,5K und 12 Mbit/s, kann die Kamera dafür im Flug von -90° bis +20° neigen und fliegt mit 40 statt 31 Minuten länger. Die SE kommt mit zwei Akkus, die LT mit einem.

Hat die ATOM LT einen echten Gimbal?

Sie hat eine mechanische Neigeachse mit einem Bereich von -90° bis +20°, Roll- und Schwenkachse sind starr. Der Kamerawinkel ist damit im Flug einstellbar, seitliches Kippen der Drohne gleicht die Software über ShakeVanish aus. Ein mechanischer 3-Achsen-Gimbal wie in der Potensic ATOM oder der DJI Mini 4K arbeitet in allen drei Achsen und kommt dabei ohne Bildbeschnitt aus.

Welche Speicherkarte passt in die Potensic ATOM LT?

Potensic verlangt eine MicroSD-Karte mit mindestens U1 oder Class 10 und die Formate FAT32 oder exFAT. Bei 12 Mbit/s Videobitrate füllt eine Stunde Material etwa 5,4 GB, eine 64-GB-Karte reicht damit für rund elf Stunden. Einen internen Speicher hat die Drohne nicht, ohne Karte nimmt sie nichts auf.

Wie weit reicht die Verbindung der ATOM LT?

Potensic gibt für PixSync 2.0 bis zu 4 km an, gemessen ohne Hindernisse und ohne Störquellen im 2,4-GHz-Band. In Deutschland zählt ohnehin die Sichtweite: Du musst die Drohne ohne Hilfsmittel sehen können, und das endet je nach Größe und Wetter bei einigen hundert Metern. Die 4 km sind deshalb vor allem ein Maß für die Verbindungsstabilität auf kurzer Distanz.

Kann die Potensic ATOM LT mir folgen?

Ja, über GPS-Tracking. Die Drohne verfolgt dabei die Position des Smartphones an der Fernsteuerung, es handelt sich um eine Satellitenverfolgung ohne Bilderkennung. Auf offenen Flächen und bei gleichmäßiger Bewegung funktioniert das, die Reaktion bleibt träger als bei kamerabasiertem Tracking. Abstand zu Hindernissen hält die Drohne dabei keinen, Sensoren fehlen.

Wie viele Megapixel haben die Fotos der ATOM LT?

Das Datenblatt nennt einen 12-MP-Sensor, gibt als Fotoauflösung aber 2.560 × 1.440 Pixel an. Das sind rechnerisch 3,7 Megapixel. Potensic löst diesen Widerspruch im Datenblatt nicht auf. Für Bildschirm und Social Media reicht die Auflösung, für Ausdrucke ab A4 wird es knapp.

Passt der Akku der ATOM LT auch in die ATOM oder ATOM 2?

Nein. Die ATOM LT nutzt den Akku DSBT02C mit 3.000 mAh bei 7,2 V, ATOM und ATOM 2 teilen sich den DSBT02B mit 2.230 mAh bei 7,7 V. Kapazität, Spannung und Bauform unterscheiden sich, ein Tausch zwischen den Modellen scheidet damit aus.

Kann man die ATOM LT in der Wohnung fliegen?

Potensic weist ausdrücklich darauf hin, dass die Drohne nur im GNSS-Modus im Freien startet. Ohne Satellitenempfang bleibt sie am Boden. Für Flüge im Innenraum brauchst du eine Drohne mit optischer Bodenerkennung, wie sie kleine Indoor-Modelle mitbringen.

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